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«Venlafaxin-Actavis 75 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Venlafaxin-Actavis ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der sogenannten Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Die Arzneimittel dieser Gruppe werden zur Behandlung von Depressionen und anderen Erkrankungen wie Angststörungen eingesetzt. Man nimmt an, dass im Gehirn von Menschen, die unter Depressionen und Angstzuständen leiden, erniedrigte Konzentrationen von Serotonin und Noradrenalin vorliegen. Auf welche Weise Antidepressiva ihre Wirkung entfalten, ist noch nicht vollständig geklärt; möglicherweise wirken sie, indem sie zu einer Erhöhung der Serotonin- und Noradrenalin-Konzentrationen im Gehirn führen.
Venlafaxin-Actavis wird zur Behandlung von depressiven Erkrankungen bei Erwachsenen eingesetzt. Damit es Ihnen besser geht, ist es wichtig, dass Ihre Depression adäquat behandelt wird. Wenn keine Behandlung erfolgt, kann die Erkrankung andauern, sich verschlimmern und schwerer behandelbar werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Venlafaxin-Actavis 75 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Venlafaxin oder einen der sonstigen Bestandteile von Venlafaxin-Actavis sind.
wenn Sie ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten irreversiblen Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), die zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Erkrankung eingesetzt werden, einnehmen oder zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten 14 Tagen eingenommen haben. Die Einnahme eines irreversiblen MAO-Hemmers zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln, zu denen auch Venlafaxin-Actavis gehört, kann schwer wiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen. Darüber hinaus müssen Sie nach Beendigung der Einnahme von Venlafaxin-Actavis mindestens 7 Tage warten, bevor Sie einen irreversiblen MAO-Hemmer einnehmen (siehe Abschnitte „Serotonin-Syndrom“ und „Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis mit anderen Arzneimitteln“).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Venlafaxin-Actavis 75 mg ist erforderlich
wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, die bei gleichzeitiger Einnahme mit Venlafaxin-Actavis das Risiko der Entwicklung eines Serotonin-Syndroms erhöhen könnten (siehe Abschnitt „Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis mit anderen Arzneimitteln“).
wenn Sie an Augenproblemen wie bestimmten Arten der Glaukomerkrankung (erhöhter Augeninnendruck) leiden.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal Bluthochdruck aufgetreten ist.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal Herzprobleme aufgetreten sind.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal Krampfanfälle aufgetreten sind.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal verminderte Natriumkonzentrationen im Blut (Hyponatriämie) aufgetreten sind.
wenn Sie zu Blutergüssen oder Blutungen neigen (Blutungsstörungen in der Krankengeschichte) oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko erhöhen können.
wenn Ihr Cholesterinwert steigt.
wenn bei Ihnen oder einem Mitglied Ihrer Familie in der Vergangenheit schon einmal eine Manie oder bipolare Störung (Übererregtheit oder Euphorie) aufgetreten ist.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal aggressives Verhalten aufgetreten ist.
Venlafaxin-Actavis kann ein Empfinden von Unruhe oder eine Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen, verursachen. Wenn dies bei Ihnen auftreten sollte, dann informieren Sie Ihren Arzt.
Wenn eine der oben beschriebenen Situationen auf Sie zutrifft, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie Venlafaxin-Actavis einnehmen.
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/Angststörung:
Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen.
wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
Mundtrockenheit
Mundtrockenheit wird bei 10 % der mit Venlafaxin behandelten Patienten berichtet. Da Mundtrockenheit das Risiko der Entstehung von Karies erhöhen kann, sollten Sie besonders auf Ihre Zahnhygiene achten.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Venlafaxin-Actavis sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen.
Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Venlafaxin-Actavis verschreiben, wenn er entscheidet, dass dies im bestmöglichen Interesse des Patienten liegt. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Venlafaxin-Actavis verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Venlafaxin-Actavis einnimmt, eines der oben genannten Symptome auftritt oder sich verschlimmert.
Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Venlafaxin-Actavis in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen schwanger zu werden. Sie dürfen Venlafaxin-Actavis nur einnehmen, nachdem Sie mit Ihrem Arzt über einen möglichen Nutzen der Behandlung und mögliche Risiken für Ihr ungeborenes Kind gesprochen haben.
Wenn Sie Venlafaxin-Actavis während der Schwangerschaft einnehmen, sollten Sie dies Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt mitteilen, da Ihr neugeborenes Kind an einigen Beschwerden leiden könnte. Diese Beschwerden stellen sich in der Regel während der ersten 24 Stunden nach der Geburt ein und umfassen Trinkstörungen sowie Schwierigkeiten beim Atmen. Wenn Ihr Kind nach der Geburt an derartigen Beschwerden leidet und Sie besorgt sind, fragen Sie Ihren Arzt und/oder Ihre Hebamme um Rat.
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Venlafaxin-Actavis behandelt werden. Ähnliche Arzneimittel wie dieses (so genannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.
Venlafaxin-Actavis geht in die Muttermilch über. Ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt darüber. Dieser entscheidet, ob Sie abstillen oder die Behandlung mit Venlafaxin-Actavis absetzen sollten.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bevor Sie wissen, wie Venlafaxin-Actavis bei Ihnen wirkt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Venlafaxin-Actavis 75 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Venlafaxin-Actavis daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Der Farbstoff Gelborange S kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Venlafaxin-Actavis 75 mg einzuneHmen?
Nehmen Sie Venlafaxin-Actavis 75 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn sie sich nicht ganz sicher sind.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt in der Regel 75 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei oder drei Einnahmen. Die Dosis kann von Ihrem Arzt schrittweise angehoben und falls nötig zur Behandlung von depressiven Erkrankungen bis zu einer Höchstdosis von 375 mg täglich gesteigert werden.
ür Dosierungen, die mit dieser Wirkstärke nicht erreicht werden können, stehen Venlafaxin-haltige Darreichungsformen mit anderen Wirkstärken zur Verfügung.
Nehmen Sie Venlafaxin-Actavis morgens oder abends jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit ein.
Venlafaxin-Actavis sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da die Dosis von Venlafaxin-Actavis möglicherweise geändert werden muss.
Beenden Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis nicht ohne mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben (siehe Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis abbrechen“).
Wenn Sie eine größere Menge Venlafaxin-Actavis 75 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Sollten Sie eine größere Menge von Venlafaxin-Actavis eingenommen haben, als Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung.
Die Symptome einer Überdosierung können einen beschleunigten Herzschlag, Veränderungen der Bewusstseinslage (von Schläfrigkeit bis hin zum Koma), Verschwommensehen, Krampfanfälle und Erbrechen umfassen.
Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis 75 mg vergessen haben
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, dann holen Sie die Einnahme nach, so bald es Ihnen auffällt. Ist aber inzwischen schon Zeit für die nächste Dosis, dann lassen Sie die vergessene Einnahme aus und nehmen Sie wie gewöhnlich nur eine Dosis ein. Nehmen Sie nicht mehr als die Ihnen verschriebene Tagesdosis an Venlafaxin-Actavis ein.
Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis 75 mg abbrechen
Bitte beenden Sie die Behandlung oder reduzieren Sie die Dosis nicht ohne den Rat Ihres Arztes, auch dann nicht, wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Ihr Arzt der Meinung ist, dass Sie Venlafaxin-Actavis nicht länger benötigen, dann wird er Ihre Dosis langsam verringern, bevor Sie die Einnahme ganz beenden. Wenn die Behandlung mit Venlafaxin-Actavis plötzlich abgebrochen oder die Dosis zu schnell verringert wird, treten Nebenwirkungen auf. Bei manchen Patienten kann es zu Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Albträumen, Mundtrockenheit, Appetitverlust, Übelkeit, Durchfall, Nervosität, Erregtheit, Verwirrtheit, Ohrgeräuschen, Kribbeln oder in seltenen ällen der Empfindung eines Stromschlaggefühls, Schwäche, Schwitzen, Krampfanfällen oder grippeähnlichen Symptomen kommen.
Ihr Arzt wird Sie anweisen, wie die Behandlung mit Venlafaxin-Actavis schrittweise abzusetzen ist. Sollten die oben aufgeführten Symptome oder andere stark beeinträchtigende Beschwerden bei Ihnen auftreten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis 75 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ihr Arzt sollte entscheiden, ob Sie Venlafaxin-Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen dürfen.
Beginnen Sie keine Behandlung und brechen Sie keine Behandlung mit einem Arzneimittel ab, bevor Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker gesprochen haben. Dies gilt auch für rezeptfreie Arzneimittel sowie für natürliche und pflanzliche Heilmittel.
Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer; siehe „Was müssen Sie vor der Einnahme von Venlafaxin-Actavis beachten?“).
Unter Behandlung mit Venlafaxin kann ein lebensbedrohlicher Zustand auftreten, der Serotonin-Syndrom genannt wird (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“), insbesondere wenn gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel eingenommen werden. Zu diesen Arzneimitteln gehören:
Triptane (gegen Migräne)
Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, z. B. SNRI, SSRI, trizyklische Antidepressiva oder lithiumhaltige Arzneimittel
Arzneimittel, die das Antibiotikum Linezolid enthalten (zur Behandlung von Infektionen)
Arzneimittel, die Moclobemid enthalten, einen reversiblen MAO-Hemmer (gegen Depressionen)
Arzneimittel, die Sibutramin enthalten (zur Gewichtsreduktion)
Arzneimittel, die Tramadol enthalten (ein Schmerzmittel)
Präparate, die Johanniskraut enthalten (Hypericum perforatum, ein natürliches oder pflanzliches Heilmittel, zur Behandlung leichter Depressionen)
Präparate, die Tryptophan enthalten (gegen Schlafstörungen und Depressionen)
Ein Serotonin-Syndrom kann sich durch eine Kombination der folgenden Anzeichen und Symptome äußern:
Ruhelosigkeit, Halluzinationen, Koordinationsstörungen, beschleunigter Herzschlag, erhöhte Temperatur, schnelle Veränderungen des Blutdrucks, übersteigerte Reflexe, Durchfall, Koma, Übelkeit, Erbrechen. Wenn Sie glauben, an einem Serotonin-Syndrom zu leiden, suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf.
Die folgenden Arzneimittel können ebenfalls mit Venlafaxin-Actavis in Wechselwirkung treten und sollten mit Vorsicht angewendet werden. Sie müssen Ihrem Arzt oder Apotheker insbesondere mitteilen, ob Sie Arzneimittel einnehmen, die folgende Substanzen enthalten:
Ketoconazol (ein Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)
Haloperidol oder Risperidon (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen)
Metoprolol (ein Betablocker, der zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzproblemen eingesetzt wird)
Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Venlafaxin-Actavis sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 3. „WIE IST VENLAFAXIN-ACTAVIS EINZUNEHMEN?“).
Sie sollten während der Behandlung mit Venlafaxin-Actavis keinen Alkohol zu sich nehmen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Venlafaxin-Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Allergische Reaktionen
Wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt, dürfen Sie Venlafaxin-Actavis nicht mehr einnehmen. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses.
Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche, Schluckbeschwerden oder Atemnot
Anschwellen von Gesicht, Hals, Händen oder üßen
Nervosität oder Angst, Schwindel, Herzklopfen, plötzliche Rötung der Haut und/oder Wärmegefühl
Starker Ausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht (erhabene, gerötete oder blasse Hautstellen, die oftmals jucken)
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, benötigen Sie möglicherweise dringend ärztliche Hilfe:
Herzprobleme wie beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag, erhöhter Blutdruck
Augenprobleme wie Verschwommensehen, erweiterte Pupillen
Nervenprobleme wie Schwindel, Kribbelgefühle, Bewegungsstörungen, Krampfanfälle
Psychiatrische Probleme wie Hyperaktivität und Euphorie
Absetzerscheinungen (siehe Abschnitt 3. „WIE IST VENLAFAXIN-ACTAVIS EINZUNEHMEN, Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis abbrechen“)
Vollständige Auflistung der Nebenwirkungen
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Untersuchungen
Häufig: Erhöhter Cholesterinwert.
Nicht bekannt: Anormale Milchbildung durch die Brustdrüsen (erhöhter Prolaktinspiegel).
Herzerkrankungen
Häufig: Herzklopfen.
Gelegentlich: Beschleunigter Herzschlag.
Nicht bekannt: Anormaler, beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag (QT-Verlängerung, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie (einschließlich Torsade de pointes)).
Erkrankungen des Blutes
Gelegentlich: Blutergussbildung; schwarzer, teerartiger Stuhl oder Blut im Stuhl, was auf eine innere Blutung hindeuten kann.
Nicht bekannt: Verminderte Anzahl von Blutplättchen, die zu einem erhöhten Risiko für Blutergussbildung oder Blutungen führen kann; Veränderungen des Blutbildes, die zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen können.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Mundtrockenheit, Kopfschmerzen.
Häufig: Ungewöhnliche Träume; vermindertes sexuelles Verlangen; Schwindel; erhöhte Muskelspannung; Schlaflosigkeit; Nervosität; Kribbelgefühl; Sedierung; Zittern; Verwirrtheit; Gefühl der Entfremdung sich selbst und der Realität gegenüber.
Gelegentlich: Gefühlsleere; Halluzinationen; unwillkürliche Muskelbewegungen; Erregtheit; Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen; verändertes Geschmacksempfinden.
Selten: Empfindung von Ruhelosigkeit oder Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen; Krampfanfälle; Übererregtheit oder Euphorie.
Nicht bekannt: Erhöhte Temperatur mit Muskelsteifigkeit, Verwirrtheit oder Erregtheit und Schwitzen, oder unkontrollierbare ruckartige Muskelbewegungen: dies können Zeichen eines gefährlichen Zustands sein, der als malignes neuroleptisches Syndrom bezeichnet wird; Glücksgefühle, Benommenheit, anhaltende schnelle Augenbewegungen, Schwerfälligkeit, Ruhelosigkeit, Trunkenheitsgefühl, Schwitzen oder Muskelsteifigkeit: dies sind Zeichen eines Serotonin-Syndroms; Desorientiertheit und Verwirrung, oftmals einhergehend mit Halluzinationen (Delirium); Steifheit, Krämpfe und unwillkürliche Bewegungen der Muskeln; Gedanken an Selbstverletzung oder Selbsttötung. älle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Venlafaxin-Actavis oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Venlafaxin-Actavis“).
Augenerkrankungen
Häufig: Verschwommensehen; Pupillenerweiterung, Akkommodationsstörungen.
Nicht bekannt: Glaukom („grüner Star“).
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Gähnen.
Nicht bekannt: Husten, pfeifende Atemgeräusche, Atemnot und erhöhte Temperatur: Dies sind Zeichen einer Lungenentzündung, die mit einer erhöhten Anzahl von weißen Blutkörperchen einhergeht (pulmonale Eosinophilie).
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Sehr häufig: Übelkeit.
Häufig: verminderter Appetit; Verstopfung; Erbrechen.
Gelegentlich: Zähneknirschen; Durchfall.
Nicht bekannt: Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig: Schwierigkeiten beim Wasserlassen; vermehrter Harndrang.
Gelegentlich: Unfähigkeit, Wasser zu lassen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß).
Gelegentlich: Ausschlag; ungewöhnlicher Haarausfall.
Nicht bekannt: Juckreiz, Nesselfieber, Erythema multiforme (eine Hauterkrankung mit rosa-roten Flecken), Stevens-Johnson-Syndrom (eine schwere Hauterkrankung, die sich in Hautabschälung äußert) oder toxische epidermale Nekrolyse (eine sehr schwerwiegende Hauterkrankung mit Verlust großer Hautareale).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Nicht bekannt: Schmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskeln unklarer Ursache (Rhabdomyolyse).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Gewichtsabnahme.
Gelegentlich: Gewichtszunahme.
Nicht bekannt: Verminderung der Natriumkonzentration im Blut, übermäßige Wasseraufnahme (als SIADH bezeichnet).
Gefäßerkrankungen
Häufig: Blutdruckanstieg; Hautrötung.
Gelegentlich: Schwindelgefühl (besonders nach zu schnellem Aufstehen), Ohnmacht.
Nicht bekannt: Blutdruckabfall.
Allgemeine Erkrankungen
Häufig: Schwäche (Asthenie); Schüttelfrost.
Gelegentlich: Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht.
Nicht bekannt: Anschwellen von Gesicht oder Zunge, Atemnot oder Schwierigkeiten beim Atmen, oft begleitet von Hautausschlag (dies kann auf eine schwere allergische Reaktion hindeuten).
Leber- und Gallenerkrankungen
Nicht bekannt: Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Häufig: Anormale Ejakulation/anormaler Orgasmus (Männer); Orgasmusunfähigkeit; erektile Dysfunktion (Impotenz); Menstruationsstörungen wie verstärkte Blutung oder verstärkte unregelmäßige Blutung.
Gelegentlich: anormaler Orgasmus (Frauen).
Venlafaxin-Actavis verursacht manchmal Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise nicht bemerken, wie Blutdruckanstieg oder anormalen Herzschlag; leichte Veränderungen der Konzentrationen von Leberenzymen, Natrium oder Cholesterin im Blut. In selteneren ällen kann Venlafaxin-Actavis die Funktion der Blutplättchen beeinträchtigen, was ein erhöhtes Risiko für Blutergüsse oder Blutungen mit sich bringt. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt möglicherweise gelegentlich Blutuntersuchungen durchführen, besonders wenn Sie Venlafaxin-Actavis über längere Zeit einnehmen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Behältnis (Blister) nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GI-/10
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Venlafaxin-Actavis 75 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Venlafaxinhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet


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