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«Venlafaxin Bluefish 150 mg Hartkapseln, retardiert»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Venlafaxin Bluefish ist ein Antidepressivum, das zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die man Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) nennt. Diese Gruppe von Arzneimitteln wird zur Behandlung von Depressionen und anderen Erkrankungen, wie Angststörungen verwendet. Man nimmt an, dass Menschen mit Depression und/oder Angst geringere Mengen an Serotonin und Noradrenalin im Gehirn haben. Auf welche Weise Antidepressiva wirken, ist nicht vollständig bekannt, aber sie können durch die Erhöhung der Mengen an Serotonin und Noradrenalin im Gehirn helfen.

Venlafaxin Bluefish ist eine Behandlung für Erwachsene mit Depressionen. Venlafaxin Bluefish ist ebenfalls eine Behandlung für Erwachsene mit sozialer Angststörung (Angst vor oder Vermeiden von sozialen Situationen). Die angemessene Behandlung von Depressionen oder Angststörungen ist wichtig, damit sich Ihr Befinden bessert. Wenn sie nicht behandelt werden, kann Ihre Erkrankung bestehen bleiben und sich verstärken und schwerer zu behandeln sein.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Venlafaxin Bluefish darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Venlafaxin oder einen der sonstigen Bestandteile von Venlafaxin Bluefish sind.
  • wenn Sie als irreversible Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) bekannte Arzneimittel, die zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Krankheit angewendet werden, gleichzeitig einnehmen oder irgendwann in den letzten 14 Tagen eingenommen haben. Die Einnahme eines irreversiblen MAO-Hemmers zusammen mit anderen Arzneimitteln,

einschließlich Venlafaxin Bluefish, kann schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen. Ebenso müssen Sie nach Beendigung der Einnahme von Venlafaxin Bluefish mindestens 7 Tage warten, bevor Sie irgendeinen MAO-Hemmer einnehmen dürfen (siehe auch die Abschnitte „Serotonin-Syndrom“ und „Bei Einnahme von Venlafaxin Bluefish mit anderen Arzneimitteln“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Venlafaxin Bluefish ist erforderlich,

  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, deren gleichzeitige Einnahme mit Venlafaxin Bluefish das Risiko für das Entwickeln eines Serotonin-Syndroms erhöhen könnte (siehe den Abschnitt „Bei Einnahme von Venlafaxin Bluefish mit anderen Arzneimitteln“).
  • wenn Sie Probleme mit den Augen, wie bestimmte Formen von Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), haben.
  • wenn Sie Bluthochdruck in Ihrer Krankengeschichte haben.
  • wenn Sie Herzbeschwerden in Ihrer Krankengeschichte haben.
  • wenn Sie Krampfanfälle in Ihrer Krankengeschichte haben.
  • wenn Sie in Ihrer Krankengeschichte einen zu niedrigen Natrium-Gehalt in Ihrem Blut (Hyponatriämie) aufgewiesen haben.
  • wenn dazu neigen, leicht blaue Flecken zu bekommen oder eine erhöhte Blutungsneigung haben (Blutungsstörungen in Ihrer Krankengeschichte) oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko erhöhen können.
  • wenn Ihr Cholesterin-Spiegel ansteigt.
  • wenn in Ihrer eigenen oder der Krankengeschichte Ihrer Familie Manie oder bipolarer Störung (übermäßige Begeisterung oder Euphorie) aufgetreten sind.
  • wenn Sie in Ihrer Krankengeschichte aggressives Verhalten aufweisen.

Venlafaxin Bluefish kann ein Gefühl der Ruhelosigkeit oder die Unfähigkeit, still zu sitzen oder zu stehen verursachen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn dies bei Ihnen der Fall ist.

Bitte nehmen Sie Venlafaxin Bluefish erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken) und Verschlechterung der Depression oder Angststörung
Wenn Sie an Depressionen und/oder an Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzten, kommen. Dies kann verstärkt auftreten, wenn Sie mit einer Antidepressiva-Therapie beginnen, da diese Medikamente erst nach einer gewissen Zeit wirken. Normalerweise wird die Wirkung der Therapie erst nach zwei Wochen bemerkbar, manchmal dauert dies jedoch länger.

Möglicherweise können Sie verstärkt diese Gedanken entwickeln

  • wenn Sie schon einmal daran gedacht haben sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu schädigen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Informationen von klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko von suizidalem Verhalten bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, die jünger als 25 Jahre alt sind und eine Therapie mit Antidepressiva erhalten, gezeigt.

Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächste Krankenhaus auf.

Es könnte für Sie hilfreich sein einem Angehörigen oder engen Freund zu erzählen, dass Sie depressiv sind oder eine Angststörung haben. Bitten Sie diese Vertrauensperson diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie könnten diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuteilen, ob sie denkt, dass sich ihre Depression oder Angststörung verschlechtert hat, oder ob sie über Änderungen in Ihrem Verhalten besorgt ist.

Mundtrockenheit
Mundtrockenheit wird bei 10 % der mit Venlafaxin behandelten Patienten berichtet. Dies kann das Risiko für Karies erhöhen. Daher sollten Sie besonders auf Ihre Zahnhygiene achten.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Venlafaxin Bluefish sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Außerdem müssen Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen, wie den Versuch oder den Gedanken sich das Leben zu nehmen und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) haben, wenn sie diese Klasse von Arzneimitteln anwenden. Dennoch kann Ihr Arzt Patienten unter 18 Jahren Venlafaxin Bluefish verordnen, wenn er/sie der Meinung ist, dass es deren bestmöglichem Interesse ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Venlafaxin Bluefish verordnet hat und Sie hierüber reden möchten, sprechen Sie bitte noch einmal mit Ihrem Arzt. Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn sich bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Venlafaxin Bluefish einnimmt, eine der oben genannten Beschwerden entwickelt oder verschlimmert. Außerdem wurde die langfristige Unbedenklichkeit der Einnahme von Venlafaxin Bluefish in Bezug auf Wachstum, Reifung, geistige Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen.

Bei Einnahme von Venlafaxin Bluefish mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Ihr Arzt muss entscheiden, ob Sie Venlafaxin Bluefish gemeinsam mit anderen Arzneimitteln einnehmen können.

Bitte sprechen Sie immer zunächst mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie die Einnahme eines anderen Arzneimittels beginnen oder beenden. Dies gilt auch für nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel, Naturheilmittel oder pflanzliche Arzneimittel.

  • Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer: siehe Abschnitt „Was müssen Sie vor der Einnahme von Venlafaxin Bluefish beachten“).
  • Serotonin-Syndrom: Ein Serotonin-Syndrom, eine möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung (siehe Abschnitt „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) kann bei einer Behandlung mit Venlafaxin auftreten, insbesondere dann, wenn es gemeinsam mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird. Beispiele dieser Arzneimittel schließen ein:
  • Triptane (angewendet bei Migräne)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, wie zum Beispiel SNRI, SSRI, trizyklische Antidepressiva oder Arzneimittel, die Lithium enthalten
  • Arzneimittel, die das Antibiotikum Linezolid enthalten (angewendet, um Infektionen zu behandeln)
  • Arzneimittel, die den reversiblen MAO-Hemmer, Moclobemid enthalten (angewendet, um Depressionen zu behandeln)
  • Arzneimittel, die Sibutramin enthalten (angewendet zur Gewichtsreduktion)
  • Arzneimittel, die Tramadol (ein Schmerzmittel) enthalten
  • Präparate, die Johanniskraut enthalten (auch Hypericum perforatum genannt, ein Naturheilmittel bzw. pflanzliches Arzneimittel, das zur Behandlung leichter Depressionen angewendet wird)
  • Präparate, die Tryptophan enthalten (angewendet bei Schlafstörungen und Depressionen) Anzeichen und Beschwerden eines Serotonin-Syndroms können eine Kombination der folgenden Beschwerden beinhalten:

Ruhelosigkeit, Halluzinationen, Koordinationsverlust, schneller Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, schnelle Blutdruckänderungen, übermäßig starke Reflexe, Durchfall, Koma, Übelkeit, Erbrechen. Begeben Sie sich bitte sofort in medizinische Behandlung, wenn Sie denken, dass Sie an einem Serotonin-Syndrom leiden könnten.

Die folgenden Arzneimittel können ebenfalls mit Venlafaxin Bluefish Wechselwirkungen verursachen und müssen mit Vorsicht angewendet werden. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren, wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das einen der folgenden Wirkstoffe enthält:

  • Ketoconazol (ein Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen)
  • Haloperidol oder Risperidon (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen)
  • Metoprolol (ein Betablocker zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzbeschwerden)

Bei Einnahme von Venlafaxin Bluefish zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Venlafaxin Bluefish sollte zusammen mit Nahrung eingenommen werden (siehe Abschnitt 3). Vermeiden Sie während der Einnahme von Venlafaxin Bluefish Alkoholkonsum.

Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger werden oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden. Sie dürfen Venlafaxin Bluefish nur einnehmen, wenn Sie zuvor mit Ihrem Arzt über den möglichen Nutzen und die möglichen Risiken für Ihr ungeborenes Kind gesprochen haben.

Wenn Sie Venlafaxin Bluefish während der Schwangerschaft einnehmen, müssen Sie die Hebamme und/oder den Arzt darüber informieren, da Ihr Kind nach der Geburt einige Beschwerden haben kann. Diese Beschwerden beginnen üblicherweise in den ersten 24 Stunden nach der Geburt. Sie beinhalten Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und Atemstörungen. Wenn Ihr Kind nach der Geburt diese Beschwerden hat und Sie sich Sorgen machen, fragen Sie Ihren Arzt und/oder Ihre Hebamme um Rat.

Venlafaxin Bluefish tritt in die Muttermilch über. Es besteht das Risiko, dass dies Folgen für Ihr Kind hat. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt über dieses Thema. Er/sie wird entscheiden, ob Sie das Stillen oder die Behandlung mit Venlafaxin Bluefish beenden sollten.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ärztin/Ihr Arzt wissen, dass Sie Venlafaxin Bluefish einnehmen. Während der Schwangerschaft kann die Einnahme von ähnlichen Präparaten (SSRIs, Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) das Risiko einer schwerwiegenden Komplikation, der persistierenden pulmonalen Hypertonie des Neugeborenen, bei Säuglingen erhöhen. Diese Komplikation führt zu einer beschleunigten Atmung und das Kind kann bläulich aussehen. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Wenn Sie Ihrem Kind derartiges beobachten, kontaktieren Sie sofort Ihre Hebamme oder Ihren Arzt/Ihre Ärztin.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis Sie wissen, wie sich Venlafaxin Bluefish bei Ihnen auswirkt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Venlafaxin Bluefish Venlafaxin Bluefish 150 mg enthält die Farbstoffe Allurarot und Gelborgane S, die allergische Reaktionen hervorrufen können.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Venlafaxin Bluefish immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche empfohlene Anfangsdosis bei der Behandlung von Depressionen und sozialer Angststörung beträgt 75 mg pro Tag. Die Dosis kann durch Ihren Arzt schrittweise erhöht werden, und wenn notwendig, bei Depressionen sogar bis zu einer Maximaldosis von 375 mg pro Tag. Bei sozialer Angststörung beträgt die Maximaldosis 225 mg/Tag.

Nehmen Sie Venlafaxin Bluefish jeden Tag annähernd um die gleiche Uhrzeit ein, und zwar entweder morgens oder abends. Die Kapseln müssen im Ganzen mit Flüssigkeit eingenommen werden, und dürfen nicht geöffnet, zerdrückt, gekaut oder aufgelöst werden. Kauen, Zerdrücken oder Auflösen des Kapselinhaltes kann den Filmüberzug beschädigen, was die Freisetzung des Arzneimittels verändert.

Venlafaxin Bluefish sollte zusammen mit Nahrung eingenommen werden.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie nach der Einnahme von Venlafaxin Bluefish weiße Körnchen oder Kügelchen in Ihrem Stuhl bemerken. Im Inneren der Venlafaxin Bluefish-Kapseln sind Sphäroide oder kleine weiße Kügelchen, die den Wirkstoff Venlafaxin enthalten. Diese Sphäroide werden aus der Kapsel in Ihren Verdauungstrakt freigesetzt. Während die Sphäroide Ihren Verdauungstrakt entlang wandern, wird Venlafaxin freigesetzt. Die „Hülle“ der Sphäroide löst sich nicht auf und wird mit Ihrem Stuhl ausgeschieden. Daher wurde Ihre Dosis von Venlafaxin resorbiert, obwohl Sie Sphäroide in Ihrem Stuhl sehen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben, da es dann notwendig sein kann, dass Sie eine andere Dosis von Venlafaxin Bluefish benötigen.

Brechen Sie die Behandlung mit Venlafaxin Bluefish nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab (siehe Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin Bluefish abbrechen“).

Wenn Sie eine größere Menge von Venlafaxin Bluefish eingenommen haben, als Sie sollten Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine größere Menge von Venlafaxin Bluefish eingenommen haben als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.

Die Beschwerden einer möglichen Überdosierung können schnellen Herzschlag, Änderungen des Bewusstseinsgrads (von Schläfrigkeit bis Koma reichend), verschwommenes Sehen, Krampfanfälle oder epileptische Anfälle, und Erbrechen beinhalten.

Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin Bluefish vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es jedoch Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie wie üblich nur eine Einzeldosis ein. Nehmen Sie an einem Tag nicht mehr als die Menge von Venlafaxin Bluefish ein, die Ihnen für einen Tag verordnet wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin Bluefish abbrechen
Beenden Sie die Behandlung nicht oder verringern Sie nicht Ihre Dosis, ohne den Rat Ihres Arztes einzuholen, auch wenn Sie sich bereits besser fühlen. Wenn Ihr Arzt denkt, dass Sie Venlafaxin Bluefish nicht länger benötigen, wird er/sie Sie bitten, die Dosis langsam zu verringern, bevor Sie die Behandlung ganz beenden. Bei Beendigung einer Behandlung mit Venlafaxin Bluefish können Nebenwirkungen auftreten, insbesondere dann, wenn die Einnahme von Venlafaxin Bluefish plötzlich beendet oder die Dosis zu schnell verringert wird. Bei einigen Patienten können Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Alpträume, Mundtrockenheit, Appetitverlust, Übelkeit, Durchfall, Nervosität, Erregtheit, Verwirrtheit,

Ohrgeräusche, Kribbeln oder selten Elektroschock-ähnliche Empfindungen, Schwäche, Schwitzen, Krampfanfälle oder grippeartige Beschwerden auftreten.

Ihr Arzt wird Sie anleiten, wie Sie die Behandlung mit Venlafaxin Bluefish schrittweise beenden sollen. Wenn bei Ihnen irgendwelche der genannten Beschwerden oder andere störende Beschwerden auftreten, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Venlafaxin Bluefish Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei Jedem auftreten müssen.

Allergische Reaktionen
Nehmen Sie Venlafaxin Bluefish nicht weiter ein, wenn eine der folgenden Reaktionen bei Ihnen auftritt. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf:

  • Engegefühl in der Brust, keuchender Atem, Schluckbeschwerden oder Atembeschwerden
  • Anschwellen von Gesicht, Hals, Händen oder Füßen
  • Gefühl von Nervosität oder Angst, Schwindel, Herzklopfen, plötzliche Hautrötung und/oder Wärmegefühl
  • Starker Hautausschlag, Juckreiz oder Quaddeln (erhabene Flecken mit roter oder blasser Haut, die häufig jucken)

Schwerwiegende Nebenwirkungen
Wenn Sie eine der folgenden Reaktionen feststellen, benötigen Sie möglicherweise dringend ärztliche Hilfe:

  • Herzbeschwerden, wie schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, erhöhter Blutdruck
  • Augenbeschwerden, wie verschwommenes Sehen, erweiterte Pupillen
  • Nervenbeschwerden, wie Schwindel, Kribbeln, Bewegungsstörungen, Krampfanfälle oder epileptische Anfälle
  • Psychiatrische Beschwerden, wie Hyperaktivität und Euphorie
  • Entzugserscheinungen (siehe den Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin Bluefish abbrechen“ unter „Wie ist Venlafaxin Bluefish einzunehmen“)

Vollständige Auflistung der Nebenwirkungen
Die Häufigkeit (Wahrscheinlichkeit für das Auftreten) der Nebenwirkungen wird folgendermaßen eingeteilt:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: blaue Flecken; schwarzer Teerstuhl oder Blut im Stuhl, die ein Hinweis auf eine innere Blutung sein können

Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: Lichtempfindlichkeitsreaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Gewichtsabnahme; erhöhter Cholesterin-Spiegel

Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Mundtrockenheit; Kopfschmerzen

Augenerkrankungen
Häufig: verschwommenes Sehen

Erkrankungen im Bereich des inneren und äußeren Ohrs
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus)

Herzerkrankungen
Häufig: Blutdruckanstieg; anfallsweise Hautrötung; Herzklopfen

Erkrankungen im Bereich der Atemwege
Häufig: Gähnen

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Sehr häufig: Übelkeit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Nicht bekannt: unerklärliche Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche (Rhabdomyolyse)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig: Schwierigkeiten beim Wasserlassen; gesteigerte Häufigkeit des Wasserlassen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Häufig: Ejakulations-/Orgasmusstörungen (Männer); Ausbleiben des Orgasmus; Erektionsstörung (Impotenz); Menstruationsstörungen, wie verstärkte Blutungen oder verstärkte unregelmäßige Blutungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Schwäche (Asthenie)

Venlafaxin Bluefish verursacht manchmal Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise nicht bemerken, wie Blutdruckanstiege oder ungewöhnlichen Herzschlag, geringfügige Änderung der Blutwerte, der Leberenzymwerte, des Natrium-Gehalts oder des Cholesterin-Spiegels im Blut. Seltener kann Venlafaxin Bluefish die Funktion der Blutplättchen in Ihrem Blut vermindern, was zu einem erhöhten Risiko für blaue Flecken oder Blutungen führt. Daher kann es sein, dass Ihr Arzt gelegentlich Blutuntersuchungen vornehmen möchte, insbesondere dann, wenn Sie Venlafaxin Bluefish bereits seit längerer Zeit eingenommen haben.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Venlafaxin Bluefish nach dem auf dem Umkarton nach ‚Verwendbar bis‘ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30° C lagern.

Sie dürfen Venlafaxin Bluefish nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Kapseln klebrig sind.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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