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«Verapamil-Wolff® 40/-80/-120 Dragees»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Verapamil wird bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt.Der Blutdruck wird laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Beim Schlafen wird z.B. ein wesentlich niedrigerer Blutdruck benötigt, um das Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen, als beim Sport. Der Mineralstoff Kalzium hat eine wichtige Aufgabe in diesem Regelsystem: Er steuert die Tätigkeit von Muskelzellen, die die Blutgefäße umhüllen.Spezielle Kanäle in der Zellwand der Muskelzellen lassen auf bestimmte Signale hin Kalzium in die Zellen einströmen. Im Zellinneren löst das Kalzium dann die Anspannung der Muskelzellen aus. Durch die angespannten Muskeln verengen sich die Gefäße, und der Blutdruck steigt.Verapamil ist ein Kalzium-Antagonist, auch Kalzium-Kanalblocker genannt. Es blockiert diese Kanäle in der Wand der Gefäßmuskulatur und verhindert, dass Kalzium in die Muskelzellen einströmt. Die Muskelzellen entspannen sich, und die Blutgefäße werden erweitert. Dadurch wird die Durchblutung verbessert, und der Blutdruck sinkt. Verapamil erweitert auch diejenigen Blutgefäße, die das Herz mit Sauerstoff versorgen - es erleichtert damit die Herzarbeit. Verengte oder verkrampfte Blutgefäße am Herzen können darüber hinaus die Ursache für Herzschmerzen sein: Bei bestimmten Formen der Herzenge (Angina pectoris) bewirkt Verapamil darum ebenfalls eine Besserung der Beschwerden.Zusätzlich wirkt Verapamil direkt auf den Herzmuskel: Es blockiert dort Kalziumkanäle der Muskelfasern des Herzens - das Herz schlägt langsamer, und die Schlagkraft lässt nach. Auch dadurch sinkt der Blutdruck, und es wird weniger Sauerstoff verbraucht. Da Verapamil den Takt des Herzschlages verlangsamt, kann es auch Herzrhythmusstörungen günstig beeinflussen, wenn diese mit zu schnellem Herzschlag verbunden sind.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Angina pectoris (Herzenge)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzrhythmusstörungen

Packungsgrößen

  • 100 Drg. (N3) 120 mg
  • 50 Drg. (N2) 40 mg
  • 100 Drg. (N3) 40 mg
  • 50 Drg. (N2) 80 mg
  • 100 Drg. (N3) 80 mg
  • 50 Drg. (N2) 120 mg

Warnhinweise!

  • Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende, unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Besondere Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
  • Frischer Herzinfarkt
  • Herz-Kreislauf-Schock
  • Herzrhythmusstörungen mit Pulsverlangsamung (Bradykardie)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt.
  • Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Wasseransammlung in den Knöcheln und Beinen (Ödeme)
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen (Gelegentlich)
  • Verstärkung einer Herzschwäche (Gelegentlich)
  • Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush) (Gelegentlich)

Wechselwirkungen

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Beta-Blocker, Entwässerungsmedikamente oder gefäßerweiternde Medikamente verstärken die blutdrucksenkenden Wirkung.Durch die gleichzeitige Gabe von Betablockern, Präparaten gegen Herzrhythmusstörungen(Antiarrhythmika), Arzneistoffen zur Narkose (Inhalationsnarkotika) und Röntgenkontrastmittel wird Verapamil in seiner Herzwirkung verstärkt. Der Arzneistoff Cimetidin in Medikamenten gegen eine Übersäuerung des Magens verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung.Die gleichzeitige Einnahme von Acetylsalicylsäure in Medikamenten gegen Fieber und Schmerzen führt zu einer verstärkten Blutungsneigung.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.


Bewertungen «Verapamil-Wolff® 40/-80/-120 Dragees»