Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

«VIRIDAL 40 µg»

VIRIDAL 40 µg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

viridal® 40 µg ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Alprostadil enthält. Alprostadil ist eine körpereigene Substanz, die in hohen Konzentrationen in der menschlichen Samenflüssigkeit vorkommt.
viridal® 40 µg wird angewendet:
• zur Behandlung von Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion), auch allgemein Impotenz bzw. mangelnde Gliedsteife genannt, bei Erwachsenen aufgrund verschiedener (neurogener, vaskulärer, psychogener oder gemischter) Ursachen.
• als Hilfsmittel in der Diagnostik zur Abklärung einer erektilen Dysfunktion.
Des Weiteren dient das Arzneimittel zur Herbeiführung von Erektionen, die Voraussetzung für weiterführende diagnostische Verfahren sind, z. B. Doppler-Ultraschall (Duplexsonographie), Schwellkörpermessung (dynamische Cavernosometrie), falls diese nicht auf natürlichem Weg erreicht werden können.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie vor der Anwendung von viridal® 40 µg beachten?
viridal® 40 µg darf nicht angewendet werden,
• wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Alprostadil oder einen der sonstigen Bestandteile von viridal® 40 µg sind.
• bei Patienten mit Penisimplantat.
• bei Patienten, bei denen sexuelle Aktivität kontraindiziert ist.
• wenn bei Ihnen eine Vernarbung an den Schwellkörpern (Fibrose), eine Verkrümmung des Penis (Penisdeviation), eine Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit, IPP) oder eine Verengung der Vorhaut (Phimose) festgestellt wurde.
• wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einer verlängerten Erektion einhergeht, wie z. B. Sichelzellanämie, Thalassämie, Leukämie.
Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei Patienten unter 18 oder über 80 Jahren vor.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von viridal® 40 µg ist erforderlich
Zugrunde liegende behandelbare medizinische Ursachen der erektilen Dysfunktion sollten vor der Behandlung mit VIRIDAL® diagnostiziert und behandelt werden.
Falls bei Ihnen eine Herz-/Kreislauferkrankung, wie z. B. koronare Herzerkrankung, Herzfehler, Herzinsuffizienz, oder kurzfristige schwerwiegende Durchblutungsstörungen des Gehirns (transitorisch ischämische Attacken) oder Lungenerkrankungen festgestellt wurden, können sexuelle Stimulation und Geschlechtsverkehr Herz-/Kreislauf- oder Atembeschwerden auslösen. In diesen ällen ist vor Behandlungsbeginn eine gründliche Untersuchung durch einen Internisten zu empfehlen.
Bitte halten Sie sich genau an die vom Arzt empfohlene Dosierung oder Anwendungshäufigkeit (siehe Abschnitt Dosierungsanleitung: bei Behandlung zu Hause), da sonst das Risiko einer Schwellkörpervernarbung erhöht sein kann.
Wenn bei Ihnen nach der Anwendung von VIRIDAL® 40 µg eine verlängerte Erektion über mehr als 4 Stunden auftritt, sollten Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Deshalb sollten Sie seine Telefonnummer oder die einer Klinik mit urologischer Abteilung immer bei sich tragen. Verlängerte Erektionen können, wenn sie nicht behandelt werden, das erektile Gewebe des Penis schädigen und zu einer irreversiblen erektilen Dysfunktion führen.
Eine Penisfibrose, Penisverkrümmung (Penisdeviation) eingeschlossen, fibrotische Knötchen und Peyronie-Krankheit (IPP) können infolge der intrakavernösen Anwendung von VIRIDAL® auftreten. Das Risiko einer Fibrose kann bei längerer Behandlungsdauer erhöht sein. Kontrollen des Patienten, die eine sorgfältige Untersuchung des Penis einschließen, sind regelmäßig durchzuführen, um Anzeichen einer Penisfibrose oder einer IPP zu erkennen. Falls Sie eine Penisdeviation, Schwellkörperfibrose oder eine IPP entwickeln, sollten Sie die Behandlung mit VIRIDAL® nicht weiterführen.
Falls Sie an Gerinnungsstörungen leiden oder unter einer Therapie mit gerinnungshemmenden Substanzen stehen, sollte Ihr Arzt die Gerinnungswerte des Blutes engmaschig kontrollieren. Außerdem sollten Sie die Injektionsstelle am Penis ausreichend lange mit einem Tupfer abdrücken.
Die intrakavernöse Injektion von VIRIDAL® 40 g kann eine Blutung an der Injektionsstelle verursachen. Bei Krankheiten, die durch Blut übertragen werden, kann dadurch das Übertragungsrisiko auf den Partner erhöht werden. Bitte benutzen Sie ein Kondom.
VIRIDAL® ist bei Patienten mit vorübergehenden ischämischen Attacken in der Vorgeschichte oder mit instabiler Herz-Kreislauf-Erkrankung mit höchster Vorsicht und nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anzuwenden.
Bei Patienten mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen in der Vorgeschichte sollte die potenzielle Gefahr einer Abhängigkeit von VIRIDAL® in Betracht gezogen werden.
Bei Anwendung von VIRIDAL® 40 g mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Anwendung anderer Substanzen, die ebenfalls zu einer Erektion führen, wie z. B. Papaverin oder -Rezeptoren-Blocker, können zu einer Verlängerung der Erektionen führen und sollten nicht gleichzeitig mit VIRIDAL® 40 µg angewendet werden.
Die Wirkung der Kombination von VIRIDAL® 40 µg mit Phosphodiesterase-5-Hemmern, Apomorphin oder in die Harnröhre (intraurethral) appliziertem Alprostadil ist zur Zeit nicht bekannt.
VIRIDAL® 40 µg kann die Wirkung blutdrucksenkender (Antihypertensiva) und gefäßerweiternder (Vasodilatoren) Medikamente sowie von Gerinnungshemmern (Antikoagulanzien) und Medikamenten, die die Verklumpung der Blutplättchen verhindern (Thrombozytenaggregationshemmern), verstärken.
Da VIRIDAL® 40 g die Blutplättchenaggregation hemmt und damit die Blutungsneigung erhöht, kann die Wirkung von gleichzeitig angewendeten Blutgerinnungshemmern verstärkt werden.
Die Wirkungen von Alprostadil in Kombination mit anderen Behandlungsformen der erektilen Dysfunktion (z. B. Sildenafil) oder anderen erektionsinduzierenden Arzneistoffen (z. B. Papaverin) wurden nicht speziell untersucht. Diese Wirkstoffe sollten nicht in Kombination mit VIRIDAL® 40 µg eingesetzt werden, da möglicherweise eine verlängerte Erektionsdauer ausgelöst werden kann.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Entfällt aufgrund des Anwendungsgebietes.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
In Einzelfällen sind auch Effekte auf den Kreislauf, wie z. B. kurzzeitige Blutdrucksenkung und/oder Schwindel nach intrakavernöser Injektion von VIRIDAL® zu beobachten. Die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen kann dadurch bis zu 30 Minuten nach Anwendung beeinträchtigt sein.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von VIRIDAL® 40 g
VIRIDAL® 40 g enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Milliliter, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Wie ist viridal® 40 µg anzuwenden?
Wenden Sie VIRIDAL® 40 µg immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bevor Sie beginnen, VIRIDAL® 40 µg selbst zu injizieren, müssen Sie vom behandelnden Arzt gründlich in der Vorbereitung der Injektionslösung und in der Injektionstechnik unterrichtet werden. Auch die zu Hause zu verwendende Dosierung ist vom Arzt festzulegen (siehe Abschnitt Dosierungsanleitung). Präzise Anweisungen Ihres Arztes sind Voraussetzung für die Therapie zu Hause.
Sollten Sie Schwierigkeiten haben, sicher Selbstinjektionen durchzuführen, z. B. durch verminderte manuelle ähigkeit, bei ausgeprägter Sehschwäche oder ausgeprägter Adipositas (Fettsucht), kann Ihre Partnerin angeleitet werden, die Injektionen durchzuführen.
Vermeiden Sie Fehlinjektionen, d. h. injizieren Sie nicht direkt unter die Haut und nur an die Stelle, die Ihnen Ihr Arzt gezeigt hat, da VIRIDAL® 40 µg sonst nicht richtig wirken kann.
Die Injektion sollte unter hygienischen Bedingungen erfolgen, da es sonst zu Infektionen an Penis oder Schwellkörper kommen kann.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt VIRIDAL® 40 µg nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da VIRIDAL® 40 µg sonst nicht richtig wirken kann.
1) Behandlung der erektilen Dysfunktion
Dosierung bei Behandlungsbeginn
Diagnostische Injektionen und Injektionen zur Dosisfindung werden vom behandelnden Arzt durchgeführt. Er wählt eine individuelle Dosierung, die eine diagnostische Untersuchung der erektilen Dysfunktion ermöglicht.
Wenn Sie VIRIDAL® 40 µg zur Behandlung von Erektionsstörungen verordnet bekommen haben, wird Ihr Arzt auch Ihre individuelle Dosis in der Praxis austesten. Als Startdosis empfiehlt sich bei Patienten, deren Erektionsstörungen neurogenen Ursprungs sind, eine Menge von 1,25 µg Alprostadil zu injizieren. Bei allen anderen Patienten sollte mit 2,5 µg Alprostadil begonnen werden. ür diese Dosierungen steht Ihnen VIRIDAL® 10 µg zur Verfügung. Bei der Dosiseinstellung sind Schritte zwischen 2,5 und 5 µg Alprostadil zu empfehlen. Die meisten Patienten benötigen zwischen 10 und 20 µg Alprostadil, d. h. 1 ml VIRIDAL® 10 µg (= 10 µg Alprostadil) oder 1 ml VIRIDAL® 20 µg (= 20 µg Alprostadil).
Bei Dosierungen über 20 µg Alprostadil steht Ihnen VIRIDAL® 40 µg zur Verfügung. Bei der Höchstdosierung von 40 µg Alprostadil ist 1 ml VIRIDAL® 40 µg zu injizieren. Diese Höchstdosis darf nicht überschritten werden.
Dosierung bei Behandlung zu Hause
Sie sollten ausschließlich die Dosis injizieren, die von Ihrem behandelnden Arzt durch eine Reihe von Injektionen nach dem o. g. Schema für Sie ermittelt wurde. Diese Dosierung sollte zu Hause zu einer nicht länger als 1 Stunde dauernden Erektion führen. Bei verlängerter Erektion zwischen 2 und 4 Stunden müssen Sie Ihren Arzt darauf hinweisen, dass er eine erneute Dosiseinstellung vornehmen muss.
Bitte wenden Sie VIRIDAL® 40 µg nur bis zu 3 Injektionen pro Woche an, wobei zwischen 2 Injektionen mindestens ein Zeitraum von 24 Stunden liegen muss.
2) Diagnose einer erektilen Dysfunktion (wird nur vom Arzt durchgeführt)
VIRIDAL® 40 µg soll zur diagnostischen Prüfung nur dann angewendet werden, wenn VIRIDAL® mit niedrigeren Wirkstoffstärken zu keiner oder nur zu einer unzureichenden Erektion geführt hat. Bei Verdacht auf eine nicht gefäßbedingte Dysfunktion, z. B. bei neurogener oder psychogener Ursache, liegt die empfohlene Startdosis für das diagnostische Verfahren bei 2,5 µg Alprostadil. Diese Ausgangsdosis wird solange erhöht, bis eine volle Erektion erreicht ist. Ansonsten kann in der Regel mit einer Injektion von 10 µg Alprostadil begonnen werden. Zwischen den einzelnen Injektionen sollten mindestens 24 Stunden liegen, wobei die Anzahl der Injektionen auf 3 pro Woche beschränkt ist.
Klinische Erfahrungen in der Diagnostik liegen bis 40 µg Alprostadil vor; diese Höchstdosis darf nicht überschritten werden. Bei Dosierungen bis 10 µg steht Ihnen VIRIDAL® 10 µg zur Verfügung. Bei Dosierungen zwischen 10 µg und 20 µg Alprostadil können Sie VIRIDAL® 20 µg anwenden, und bei Dosierungen zwischen 20 µg und 40 µg Alprostadil ist VIRIDAL® 40 µg anzuwenden.
3) Patientenanleitung zur Injektion in den Penisschwellkörper
Vorbereitungen
Bevor Sie mit der Vorbereitung beginnen, sollten Sie Ihre Hände und Ihren Penis gründlich mit Wasser und Seife waschen.
Bereiten Sie bitte die Injektionslösung unmittelbar vor der Injektion zu und verwenden Sie sie sofort. Nicht verbrauchte Injektionslösung ist zu verwerfen.
Aufreißhinweis:
Reißen Sie die weiße Folie seitlich vom Schutzbehältnis ab und entnehmen Sie die Doppelkammerkarpule und die Injektionsnadel.
Legen Sie die Bestandteile des Injektionssets vor sich auf eine saubere Fläche und vergewissern Sie sich, dass der Injektor keine offensichtlichen Beschädigungen aufweist.
Abbildung 1
A) Easy-Duo® Injektor
B) Injektionsnadel mit äußerer Schutzkappe (1) und innerer Schutzkappe (2)
C) Doppelkammerkarpule mit Trockensubstanz in der vorderen Kammer und Lösungsmittel in der hinteren Kammer, Karpulenspitze (3) und vorderer grauer Gummistopfen (4)
Hinweis:
Bitte vergewissern Sie sich vor jedem Gebrauch, dass der Easy-Duo®-Injektor keine sichtbaren Schäden aufweist. Der Injektor darf ausschließlich mit VIRIDAL® Doppelkammerkarpulen und den mitgelieferten Injektionsnadeln (B-D Microfine+ 0,33x12,7 mm) verwendet werden.
Abbildung 2
Prüfen Sie zunächst, ob die Versiegelung der Injektionsnadel unbeschädigt ist. Entfernen Sie dann die Versiegelung der Injektionsnadel.
Abbildung 3
Schrauben Sie die Injektionsnadel im Uhrzeigersinn auf das vordere Gewinde des Injektors, bis sie fest sitzt.
Hinweis:
Schrauben Sie immer zuerst die Injektionsnadel auf, bevor Sie die Karpule einlegen.
Abbildung 4
Schrauben Sie den Stempel vom Injektor ab. Nehmen Sie die Karpule und reinigen Sie die Spitze mit einem desinfizierenden Tupfer. ühren Sie die Karpule in den transparenten Körper des Injektors ein. Achten Sie darauf, die Wölbung der Karpule in die Nut des Injektors einzuschieben.
Abbildung 5
Schrauben Sie den Stempel wieder auf den hinteren Gewindeteil des Injektorkörpers.
Abbildung 6
Halten Sie den Injektor mit der Nadel nach oben.
Schieben Sie den Stempel nach vorne, bis sich beide grauen Stopfen der Karpule berühren. Während dieses Vorgangs läuft die Natriumchloridlösung von der hinteren Kammer der Karpule in die vordere Kammer.
Schütteln Sie nun den Injektor vorsichtig, um die Auflösung der Trockensubstanz zu beschleunigen. Die Lösung kann durch Luftbläschen anfangs milchig trüb erscheinen. Innerhalb von kurzer Zeit entsteht eine klare Lösung.
Abbildung 7
Entfernen Sie die äußere und innere Schutzkappe der Nadel.
Hinweis:
Von nun an darf die Nadel mit keinem anderen Gegenstand mehr in Berührung kommen, um sie keimfrei zu halten.
Injektion
Abbildung 8
Klopfen Sie, während Sie den Injektor mit der Nadel nach oben halten, kräftig gegen den Injektor, bis alle Luftbläschen nach oben gewandert sind.
Schieben Sie den Stempel vorsichtig nach vorne, bis ein Tropfen der Lösung aus der Nadel tritt. Stellen Sie dabei sicher, dass alle Luft aus der Karpule entfernt wurde.
Stellen Sie die von Ihrem Arzt vorgegebene Dosierung ein. Drücken Sie hierfür den Stempel des Injektors vorsichtig nach oben, bis der obere Rand des vorderen grauen Stopfens Ihre verordnete Dosis erreicht hat (siehe Fenster der Abbildung).
Legen Sie den Injektor auf eine saubere Fläche und stellen Sie sicher, dass die Nadel mit keinem anderen Gegenstand mehr in Berührung kommt.
Abbildung 9
• Stellen Sie sicher, dass Ihr Penis gut gewaschen ist.
• Reinigen Sie das Injektionsgebiet mit einem Desinfektionsmittel (z. B. etwas Verbandmull, der mit verdünntem Alkohol für medizinische Zwecke getränkt ist), und halten Sie dabei den Penis unter leichtem Zug vom Körper weg, bis die vorgesehene Injektionsstelle trocken ist.
• Nehmen Sie nun den Injektor und vergewissern Sie sich nochmals, dass der graue Stopfen auf der eingestellten Dosis steht und dass keine Luftblasen in der Karpule enthalten sind.
Abbildung 10
Die Injektionsstelle muss innerhalb des in der Abbildung 10 gezeigten Bereiches sein.
Abbildung 11
• Halten Sie den Injektor wie in der Abbildung 11 gezeigt.
ühren Sie die Injektionsnadel, ohne auf den Stempel des Injektors zu drücken, waagerecht und fast vollständig in den Penis ein, wie es Ihnen Ihr Arzt gezeigt hat.
• Legen Sie nun den Daumen auf den Stempel und injizieren Sie die Lösung über einen Zeitraum von 5 bis 10 Sekunden.
Hinweise:
Die Injektionsseite sollte bei jeder Injektion gewechselt werden. Wenn Sie in die rechte Seite injizieren, nehmen Sie den Injektor in die rechte Hand. Injizieren Sie in die linke Seite, nehmen Sie ihn in die linke Hand.
Während der Injektion kann ein leichter Schmerz auftreten.
Falls Sie einen Widerstand oder einen starken, brennenden Schmerz verspüren, verändern Sie vorsichtig die Position der Injektionsnadel. ühren Sie die Nadel etwas weiter ein oder ziehen Sie diese geringfügig heraus, bis die Lösung leicht injiziert werden kann.
Sollte die Injektion dennoch nicht einfach und schmerzfrei gelingen, ziehen Sie die Nadel aus der Einstichstelle. Setzen Sie sich bitte in diesem Fall vor der nächsten Injektion mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.
Nach der Injektion
Abbildung 12
• Ziehen Sie die Injektionsnadel aus dem Penis, und legen Sie den Injektor beiseite.
• Drücken Sie für mindestens 3 Minuten auf die Einstichstelle (z. B. mit etwas Verbandmull), um eine Blutung zu vermeiden.
Hinweis:
Falls eine Blutung auftritt, drücken Sie weiter auf die Injektionsstelle, bis die Blutung stoppt.
• Nachdem Sie die Injektion ausgeführt haben, setzen Sie die äußere Schutzkappe auf die Nadel, und schrauben Sie diese vom Injektor ab.
• Entfernen Sie die Karpule, indem Sie den Stempel vom Injektorkörper abschrauben und die Karpule herausschieben.
• Entsorgen Sie die Injektionsnadel und die Karpule sicher und ordnungsgemäß.
• Nachdem Sie den Easy-Duo® benutzt haben, reinigen Sie ihn bitte mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel.
• Legen Sie den Injektor nach der Reinigung trocken wieder in sein Etui zurück.
• Da die Viridal® 40 µg Nachfüllpackungen keinen Injektor enthalten, bewahren Sie den Easy-Duo® für Ihre nächsten Injektionen auf.
Ein offensichtlich beschädigter oder nicht funktionsfähiger Injektor soll nicht verwendet werden. Vergewissern Sie sich vor jeder weiteren Injektion, dass der Injektor voll funktionsfähig ist.
Hinweis:
Es wird empfohlen, nach Beendigung der Injektion und während des Geschlechtsverkehrs aus Sicherheitsgründen ein Kondom zu benutzen.
Dauer der Anwendung
Es sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen vom behandelnden Arzt durchgeführt werden. Dabei ist dann zu entscheiden, ob eine Korrektur der Dosierung notwendig ist und wie lange die Behandlung fortgesetzt werden soll.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von VIRIDAL® 40 µg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge VIRIDAL® 40 µg angewendet haben, als Sie sollten
Die Folge kann eine verlängerte, mitunter schmerzhafte Erektion sein. Dauert die Erektion länger als 4 Stunden, sollten Sie sich unverzüglich an Ihren behandelnden Arzt oder an eine Klinik mit urologischer Abteilung wenden, da eine verlängerte Erektion das erektile Gewebe des Penis schädigen kann. Kommt es nicht zu einem Rückgang der Erektion, wird der behandelnde Arzt entsprechende Maßnahmen einleiten.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann VIRIDAL® 40 µg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Untersuchungen
Gelegentlich: Erniedrigter Blutdruck, erhöhte Pulsfrequenz, erhöhte Serumkreatininwerte
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Vermehrt auftretende Herzschläge außerhalb des Herzrhythmus, die in einem der Vorhöfe entstehen (Supraventrikuläre Extrasystolen)
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Vasovagale (neurokardiogen) Reaktionen, verminderte Berührungs- und Drucksensibilität der Haut (Hypästhesie), Schwindel, Kopfschmerzen; kurze, andauernde Bewusstlosigkeit (Synkope)
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Erweiterung der Pupillen (Mydriasis)
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Gelegentlich: Übelkeit, trockener Mund
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Erschwerte ggf. schmerzhafte Blasenentleerung (Dysurie), häufiges Wasserlassen von kleinen Mengen Urin (Pollakisurie), Harndrang, Blutungen der Harnröhre (Urethralblutung), vermehrtes Vorkommen von roten Blutkörperchen im Urin (Hämaturie)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Ausschlag, Juckreiz (Pruritus), Hautrötung des Hodensacks (Erythem des Skrotums), verstärkte Schweißproduktion (Hyperhidrosis), Hautausschläge (Exantheme)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Beinkrämpfe, Rückenschmerzen
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich: Pilzinfektionen, Infektionen der oberen Atemwege
Gefäßerkrankungen
Häufig: Symptomatischer Blutdruckabfall (Hypotonie)
Gelegentlich: Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), periphere Gefäßerkrankung, venöse Blutung, Kreislaufstörungen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Blaue Flecken (Hämatome), kleinflächige Blutungen der Haut (Ekchymosen)
Gelegentlich: Blutungen, Entzündungen, Irritationen, Schwellungen, Gewebeschwellungen auf Grund von Flüssigkeitseinlagerung (Ödeme), Taubheits-, Überempfindlichkeits- oder Wärmegefühl an der Injektionsstelle, Schwäche (Asthenie)
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr häufig: Penisschmerzen
Häufig: Verlängerte Erektion; stellenweise Verhärtung des Penis, die eine Deformität des erigierten Penis verursacht (Peyronie-Krankheit, IPP), Vermehrung des Bindegewebes des Penis (Penisfibrose), Peniserkrankungen ([Penisverkrümmung] Penisdeviation, fibrotische Knötchen)
Gelegentlich: Eichelentzündung (Balanitis), schmerzhafte Dauererektion (Priapismus), Vorhautverengung (Phimose), schmerzhafte Erektionen, Ejakulationsstörungen, Hoden-, Skrotum- und Beckenschmerzen, Hodenödem, Skrotumödem, Bildung von flüssigkeitsgefüllten Zysten im Bereich der Nebenhoden oder seltener im Bereich der Samenstränge (Spermatozele), Hodenfunktionsstörungen, Wärmegefühl an den Hoden
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist viridal® 40 µg aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25°C lagern!
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Sie dürfen viridal® 40 µg nicht verwenden, wenn Sie folgendes bemerken:
Im Fall einer Beschädigung der Doppelkammerkarpule kann der normalerweise trockene Inhalt feucht und klebrig werden und deutlich an Volumen verlieren. VIRIDAL® 40 µg darf in diesem Fall nicht verwendet werden.
Die gebrauchsfertige Injektionslösung muss unmittelbar vor der Anwendung frisch zubereitet werden. Nicht verbrauchte Injektionslösung muss verworfen werden.
Das Pulver löst sich nach Zugabe der Natriumchloridlösung sofort auf. Anfangs kann die Lösung milchig trüb erscheinen. Dies ist auf Luftbläschen zurückzuführen und ohne Bedeutung. Innerhalb kurzer Zeit entsteht eine klare Lösung.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
viridal® 40 µg
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Wirkstoff: Alprostadil
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


Bewertungen «VIRIDAL 40 µg»