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«VOTUM 20 mg»

VOTUM 20 mg
VOTUM 20 mg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Votum 20 mg und wofür wird es angewendet?
Votum 20 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die AngiotensinII-Rezeptor-Antagonisten genannt werden.
Angiotensin II ist eine körpereigene Substanz, die die Blutgefäße verengt, dadurch den Blutfluss durch die Gefäße erschwert und zu einem Anstieg des Blutdrucks führt. Votum 20 mg verhindert die Wirkung von Angiotensin II, und bewirkt so eine Entspannung der Blutgefäße und eine Senkung des Blutdrucks.
Anwendungsgebiete
Votum 20 mg wird angewendet zur Behandlung des nicht organbedingten Bluthochdrucks, auch als essentielle Hypertonie bekannt. Unbehandelter Bluthochdruck, der über dem Normalwert für Ihr Alter liegt, kann die Blutgefäße verschiedener Organe, wie die des Herzens, der Nieren, des Gehirns und der Augen schädigen. In manchen ällen kann dies zum Herzanfall, Herz- oder Nierenversagen, Schlaganfall oder zur Erblindung führen. Gewöhnlich zeigen sich vor dem Auftreten von Schädigungen keine Symptome des Bluthochdrucks. Daher ist eine Blutdruckmessung notwendig, um festzustellen, ob dieser innerhalb der Normwerte liegt oder nicht.
Bluthochdruck kann mit Arzneimitteln wie Votum 20 mg behandelt und unter Kontrolle gebracht werden. Ihr Arzt hat Ihnen wahrscheinlich auch empfohlen, Ihre Lebensgewohnheiten zu ändern, um die Blutdrucksenkung zu unterstützen (Gewichtsreduktion, Aufgeben des Rauchens, Vermeidung von Alkohol, salzarme Ernährung). Er hat Sie möglicherweise auch ermutigt, sich regelmäßig leicht (nicht anstrengend) körperlich zu betätigen, wie z. B. durch Gehen und Schwimmen. Es ist wichtig, diesen Anweisungen Ihres Arztes zu folgen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Votum 20 mg darf nicht eingenommen werden, wenn
Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Olmesartanmedoxomil oder einem der sonstigen Bestandteile von Votum 20 mg sind
Sie im 4. – 9. Monat schwanger sind
Sie stillen
Sie an einer Gallenwegsobstruktion (Abfluss-Störung der Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase) leiden
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Votum 20 mg soll nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verabreicht werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Votum 20 mg ist erforderlich, wenn Sie unter folgenden gesundheitlichen Problemen leiden:
Nierenerkrankungen oder nach Nierentransplantation.
Es liegen keine Erfahrungen vor zur Verabreichung von Votum 20 mg kurz nach einer Nierentransplantation oder bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion. Die Einnahme wird daher nicht empfohlen.
Lebererkrankungen.
Zur Verabreichung von Votum 20 mg bei Lebererkrankungen liegen nur wenig Erfahrungen vor. Die Einnahme wird daher nicht empfohlen.
Herzklappenverengung (Aorten- oder Mitralklappenstenose) bzw. andere Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (obstruktiv hypertrophe Kardiomyopathie).
Natrium- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. bei starkem Erbrechen, Durchfall oder bei hochdosierter Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln). Dieser ist vor der Behandlung auszugleichen. Es besteht die Gefahr einer zu ausgeprägten Blutdrucksenkung.
Erhöhter Aldosteronspiegel (primärer Aldosteronismus).
Diese Patienten sprechen im Allgemeinen nicht auf die Therapie an. Daher wird die Anwendung von Votum 20 mg nicht empfohlen.
Erhöhte Kaliumkonzentration im Blut. Eine Erhöhung der Kaliumkonzentration kann besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Herzmuskelschwäche auftreten.
Nierenarterienverengung.
Es besteht ein erhöhtes Risiko für starken Blutdruckabfall und Nierenversagen.
Schwere Herzmuskelschwäche oder Nierenerkrankungen einschließlich Nierenarterienverengung, da unter anderem ein ausgeprägter Blutdruckabfall oder selten akutes Nierenversagen auftreten können.
Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.
Was Sie sonst noch beachten sollten:
Sie sollten Ihrem Arzt berichten, ob Sie eine salzarme Diät einhalten.
Bei farbigen Patienten ist der blutdrucksenkende Effekt ein wenig geringer als bei nicht farbigen Patienten.
Schwangerschaft
Votum 20 mg soll nicht zu Beginn der Schwangerschaft (im ersten Drittel) eingenommen werden, da hierzu keine Erfahrung vorliegt. Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit.
Votum 20 mg darf nicht im vierten bis neunten Monat einer Schwangerschaft angewendet werden. (Siehe Abschnitt "Votum 20 mg darf nicht eingenommen werden, wenn")
Stillzeit
Votum 20 mg darf nicht während der Stillzeit angewendet werden. (Siehe Abschnitt "Votum 20 mg darf nicht eingenommen werden, wenn")
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist unwahrscheinlich, dass Votum 20 mg Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre ähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Während der Behandlung eines hohen Blutdrucks können jedoch gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Falls Sie dies feststellen, sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie solche Tätigkeiten ausüben.
Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Votum 20 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Votum 20 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Votum 20 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Votum 20 mg Filmtabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden. Die Filmtabletten sollten mit etwas Wasser geschluckt werden. Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst um die gleiche Tageszeit nehmen, z. B. zum Frühstück. Es ist wichtig, dass Sie Votum 20 mg so lange einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen etwas anderes sagt.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Anfangsdosierung 1 Filmtablette Votum 10 mg täglich. Wenn keine ausreichende Kontrolle des Blutdrucks mit einer Filmtablette Votum 10 mg erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 1 Filmtablette Votum 20 mg täglich als optimale Dosis erhöhen. Soll eine darüber hinaus gehende Blutdrucksenkung erreicht werden, kann Ihr Arzt die Dosis auf 1 Filmtablette Votum 40 mg täglich erhöhen oder eine Zusatztherapie mit einem harntreibenden Mittel wie Hydrochlorothiazid verordnen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Votum 20 mg zu stark oder zu schwach ist.
Ältere Patienten
ür Patienten über 65 Jahren gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für jüngere Patienten. Falls eine Erhöhung auf die Höchstdosis von 40 mg täglich erforderlich ist, sollte der Blutdruck engmaschig überwacht werden.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Die maximale Dosis beträgt bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion 20 mg Olmesartanmedoxomil einmal täglich.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Wenn Sie eine größere Menge Votum 20 mg eingenommen haben, als Sie sollen oder wenn ein Kind die Filmtabletten geschluckt hat, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder mit der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung.
Wenn Sie einmal die tägliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag ein. Nehmen Sie keine zusätzliche Filmtablette ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie Kaliumpräparate, kaliumhaltigen Salzersatz, kaliumsparende Arzneimittel (wie z. B. bestimmte harntreibende Arzneimittel) oder andere Arzneimittel, die den Kalium-Spiegel im Blut erhöhen können (z. B. Heparin), einnehmen/anwenden.. Deren gleichzeitige Anwendung mit Votum 20 mg wird nicht empfohlen.
Durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel kann die Wirkung von Votum 20 mg verstärkt werden.
Wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann die blutdrucksenkende Wirkung von Votum 20 mg vermindert werden, wenn Sie Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (nichtsteroidale Antiphlogistika) einnehmen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Votum 10 mg und nichtsteroidalen Antiphlogistika besteht die Gefahr eines akuten Nierenversagens, so dass auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten ist und der Arzt die Nierenfunktion überprüfen wird.
Wenn Sie gleichzeitig ein Mittel gegen Sodbrennen mit dem Wirkstoff Aluminiummagnesiumhydroxid einnehmen, kann die Wirkung von Votum 20 mg geringfügig vermindert sein.
Die gleichzeitige Anwendung von Lithium und Votum 20 mg wird nicht empfohlen. Wenn Sie Lithium einnehmen müssen, wird Ihr Arzt die Messung des Lithium-Blutspiegels während der Behandlung mit Votum 20 mg für erforderlich halten, da die durch Lithium bedingten Nebenwirkungen verstärkt werden können.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Votum 20 mg Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
seltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Erfahrungen seit Markteinführung
Über folgende Nebenwirkungen wurde seit der Markteinführung berichtet:
Sehr selten: Thrombozytopenie (verringerte Anzahl der Blutplättchen); Schwindelgefühl, Kopfschmerz; Husten; Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen; Juckreiz, Ausschlag, Rötung, allergische Erkrankungen wie Angioödem (Gewebeschwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf), allergische Hautentzündung, Gesichtsschwellung und Urtikaria (Quaddelbildung); Muskelkrampf, Muskelschmerz; akutes Nierenversagen, Nierenfunktionsstörung; Schwächezustände wie Kraftlosigkeit, Ermüdung, Schläfrigkeit und Unwohlsein.
Laborbefunde: Erhöhung von Kreatinin und Harnstoff im Blut, Erhöhung der Leberenzyme.
Klinische Studien
In klinischen Studien wurde bei Patienten unter Votum-Behandlung im Vergleich zu Patienten, die ein Scheinpräparat (Placebo) einnahmen, nur Schwindel häufiger beobachtet (2,5 % der Votum-Patienten, 0,9 % der Placebo-Patienten).
Nachfolgend werden die in allen klinischen Studien mit Votum und mit Placebo gleich häufig beobachteten unerwünschten Wirkungen aufgezählt; dabei ist nicht sicher, ob diese unerwünschten Wirkungen auf das Arzneimittel zurückzuführen sind.
Häufig: Schwindel, Bronchitis, Husten, Halsentzündung, Schnupfen, Bauchschmerz, Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magen-Darmentzündung, Gelenkentzündung, Rückenschmerzen, Knochenschmerz, Blut im Urin, Infektionen der Harnwege, Brustschmerz, Müdigkeit, grippeähnliche Symptome, peripheres Ödem (Wasseransammlung im Gewebe), Schmerz.
Gelegentlich: Schwindelanfall, Angina pectoris, Hautausschlag.
Selten: Niedriger Blutdruck (bei älteren Patienten tritt niedriger Blutdruck gelegentlich auf).
Laborbefunde:
In klinischen Studien wurde bei Patienten unter Votum-Behandlung im Vergleich zu Patienten, die ein Scheinpräparat (Placebo) einnahmen, häufiger ein Anstieg der Blutfette (Hypertriglyceridämie) beobachtet (2 % der Votum-Patienten gegenüber 1,1 % der Placebo-Patienten), bzw. ein Anstieg der Kreatin-Phosphokinase (1,3 % der Votum-Patienten gegenüber 0,7 % der Placebo-Patienten).
Nachfolgend werden die in allen klinischen Studien mit Votum und mit Placebo beobachteten Laborbefunde aufgezählt; es ist nicht sicher, ob diese Befunde auf das Arzneimittel zurückzuführen sind.
Häufig: Anstieg der Kreatin-Phosphokinase, Anstieg der Blutfette (Hypertriglyceridämie), Anstieg der Harnsäure im Blut (Hyperurikämie), Anstieg der Leberenzyme.
Selten: Anstieg der Kaliumwerte im Blut (Hyperkaliämie).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung aufgedruckten Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Stand der Information: September 2006

Zusätzliche Informationen

1.3.1.4.b Package leaflet (Germany)
Gebrauchsinformation
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage / Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weiter gegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dasselbe Krankheitsbild haben wie Sie.

Votum 20 mg
Wirkstoff: Olmesartanmedoxomil


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