Warix® 0,5% - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«Warix® 0,5%»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Warix wird bei Warzen im Bereich der Geschlechtsorgane und des Afters (spitzen Condylomen) auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet.

Solche Genitalwarzen werden durch ein Virus verursacht, und die Infektion wird normalerweise beim Geschlechtsverkehr übertragen. Die Zeit zwischen der Infektion und der Warzenentwicklung beträgt normalerweise zwei bis drei Monate.

Warix ist eine violett gefärbte, alkoholische Lösung, welche 5 mg/ml Podophyllotoxin als aktiver Wirkstoff enthält.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Warix darf nicht auf offenen Wunden, nach chirurgischen Eingriffen oder bei Überempfindlichkeit gegenüber Podophyllotoxin oder Methylrosanilin (Kristallviolett) verwendet werden.

Des weiteren darf das Arzneimittel in folgenden Situationen nicht angewendet werden:

Alkoholgenuss während der Behandlung;

Immunschwäche;

Neigung zu Zellfehlbildungen (Zelldysplasien, z.B. bei Morbus Bowen, Hautveränderungen, die Vorstufen von Hautkrebs darstellen);

wiederkehrende Herpesinfektionen;

entzündete oder blutende Feigwarzen;

gleichzeitige Behandlung mit anderen Arzneimitteln zur äusserlichen Anwendung;

positiver Bluttest auf Lues (Syphilis, eine Geschlechtskrankheit);

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre;

Schwangerschaft und Stillzeit.


Warix darf nur äusserlich angewendet werden.

Jeden Kontakt mit den Augen vermeiden. Sollte die Lösung aus Versehen in die Augengegend geraten, muss sofort und sorgfältig mit kaltem Wasser gespült werden.

Da Genitalwarzen ansteckend sind, sollen sich die Geschlechtspartner ebenfalls vom Arzt untersuchen lassen. Männliche Patienten sollten bis zur vollständigen Heilung beim Geschlechtsverkehr Kondome tragen.

Bedenken Sie, dass Warix Ihnen persönlich für das gegenwärtige, vom Arzt festgestellte Leiden verschrieben wurde. Verwenden Sie es nicht ohne ärztliche Verschreibung bei späteren Erkrankungen, und geben Sie es nicht an andere Personen weiter.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!


Während der Schwangerschaft darf Warix auf keinen Fall gebraucht werden, da es zu Schädigungen des Ungeborenen führen kann.

Vor der Behandlung muss sichergestellt werden, dass Sie nicht schwanger sind. Die Massnahmen zur Empfängnisverhütung, die Ihnen der Arzt oder die Ärztin verordnet hat, müssen Sie strikt einhalten, und zwar während der Behandlung mit Warix sowie vier Wochen über die Behandlung hinaus.

Auch in der Stillzeit darf Warix nicht angewendet werden.

Wie wird es angewendet?

Die Anwendung von Warix hat durch den Arzt bzw. die Ärztin zu erfolgen. Nur nach sorgfältiger Instruktion – und sofern zuerst unter Aufsicht des Arztes bzw. der Ärztin durchgeführt – kann die Anwendung durch den Patienten bzw. die Patientin selbst erfolgen.

Die Behandlung darf nur an den vom Arzt bzw. von der Ärztin genau bezeichneten Stellen vorgenommen werden.

Vor der Behandlung werden alle infizierten Flächen mit Seife und Wasser gewaschen und sorgfältig getrocknet. Verwenden Sie einen der beiliegenden Plastikapplikatoren. Die Lösung mit dem gleichen Plastikapplikator der Reihe nach auf jede Warze auftragen, wie vom Arz bzw. von der Ärztin vorgeschrieben. Tauchen Sie dazu einen der beiliegenden Plastikapplikatoren in die Lösung. Verwenden Sie für kleine Warzen das Schlaufen-Ende, für grössere Warzen das Spatel-Ende.

Acht geben, dass die Lösung nur auf die Warzen aufgetragen wird. Die Lösung trocknen lassen.

Die oben beschriebene Behandlung soll zweimal täglich, morgens und abends, während drei Tagen durchgeführt werden. Ungefähr sieben Tage nach dieser dreitägigen Behandlung gehen Sie zu Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Kontrolle. Falls dann immer noch Warzenrückstände vorhanden sind, kann die dreitägige Behandlung bis zu viermal wiederholt werden. Nach Beendigung der Behandlung ist eine Nachkontrolle durch den Arzt bzw. die Ärztin nach vier Wochen erforderlich.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Warix auftreten:

Lokale Reizung (z.B. Stechen, Jucken, Empfindlichkeit, Schmerzhaftigkeit) können am zweiten oder dritten Tag der Behandlung auftreten, wenn – bei erfolgreicher Behandlung – das abgetötete Warzengewebe abgestossen wird. Die Reaktionen sind meistens schwach. Die lokale Reizung sollte abklingen. Falls das Jucken oder die Empfindlichkeit fortdauert und starkes Unbehagen verursacht, soll die Behandlung mit Warix abgebrochen und der Arzt bzw. die Ärztin konsultiert werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Flasche ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Eine Packung Warix enthält eine Flasche mit 3,5 ml Lösung und 24 Plastikapplikatoren.


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