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«Wundesin - Lösung zur Wunddesinfektion»

Wundesin - Lösung zur Wunddesinfektion


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Wundesin wirkt rasch gegen Bakterien, Pilze, Viren und Protozoen und kann somit Wundinfektionen verhindern.

Wundesin wird angewendet zur Verhinderung von Infektionen bei kleineren Wunden und Verletzungen aller Art, insbesondere bei Schnitt , Kratz und Schürfwunden, Rissquetschwunden und Brandwunden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wundesin darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie überempfindlich gegen Povidon Iod oder einen der sonstigen Bestandteile von Wundesin sind,
  • wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden,
  • bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum 6. Monat,
  • bei geplanter Radioiodbehandlung,
  • wenn Sie an der Hautkrankheit Dermatitis herpetiformis Duhring leiden (= chronische Hautentzündung – gekennzeichnet durch Bläschen, Knötchen, Rötungen, heftigem Jucken und Brennen).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Wundesin ist erforderlich:
Wundesin-Lösung nicht auf Augen anwenden.
Anwendung unter luftabschließenden Verbänden (Okklusivverbänden) sollte vermieden werden, da hierdurch Hautreizungen verursacht werden können.

Bei größeren Verletzungen oder Anzeichen einer Wundinfektion (Rötung, Schmerzen, Eiter) ist eine ärztliche Beratung bzw. Behandlung erforderlich.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nur mit besonderer Vorsicht anwenden, wenn Sie an einer reizlosen Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) leiden. In diesem Fall dürfen Sie Wundesin nur einmalig und kleinflächig anwenden.

Wenn Wundesin in nicht empfohlenen Anwendungsgebieten eingesetzt wird (z.B. mehrmalige Anwendung auf großen Hautflächen, Anwendung auf großflächigen Verbrennungen oder auf Schleimhäuten), kann es zu einer unerwünschten Iodaufnahme kommen. In diesem Fall ist besondere Vorsicht geboten bei:

  • Patienten mit Erkrankungen der Schilddrüse,
  • Patienten mit Radioiodbehandlung,
  • Patienten mit Nierenfunktionsstörung,
  • Schwangeren und Stillenden.

Bei Säuglingen (über 6 Monaten) dürfen Sie Wundesin nur möglichst kurzfristig und kleinflächig anwenden.
Wundesin ist beim Auftragen auf die verletzte Haut schmerzlos.
Lassen Sie die Haut nach Desinfektion mit Wundesin vor dem Anbringen eines Verbandes trocknen.
Die Verwendung von Wundesin kann die Resultate von Schilddrüsenfunktionstests beeinflussen.

Falls Flecken auf Leinen oder Baumwollgeweben auftreten, können diese mit Wasser oder gewöhnlichem Waschmittel (mit Bleichmittel) ausgewaschen werden. Flecken auf synthetischen Stoffen oder Wollstoffen können Sie mit einer Ammoniaklösung entfernen.
Goldgegenstände können unter Einwirkung von Wundesin ihren Glanz verlieren. Gegenstände mit einem Tuch abreiben.
Wundesin darf nicht mit oxidierbaren Metallen in Kontakt kommen.

Bei Anwendung von Wundesin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel
einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Sie dürfen Wundesin nicht mit anderen keimhemmenden Mitteln oder Mitteln zur Wundbehandlung vermischen oder gleichzeitig anwenden:

  • mit quecksilberhaltigen Verbindungen könnte Quecksilberiodid gebildet werden, was eine mögliche hautschädigende Wirkung hat,
  • mit Taurolin könnte Ameisensäure entstehen, was zu starkem Brennen führt,
  • Enzyme, die zur Wundbehandlung eingesetzt werden, können unwirksam gemacht werden,
  • zusammen mit Desinfektionsmitteln mit dem Wirkstoff Octenidin (auf denselben oder benachbarten Stellen) kann es zu vorübergehenden dunklen Verfärbungen kommen.

Fall Sie gleichzeitig Lithium (Medikament zur Behandlung von Depressionen) verwenden, müssen Sie eine längerfristige und großflächige Anwendung von Wundesin vermeiden. In Ausnahmefällen könnte sich eine (vorübergehende) Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) entwickeln.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Wundesin nicht verwenden, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen ausdrücklich verordnet.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Anwendung von Wundesin hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen.

Wie wird es angewendet?

Tragen Sie Wundesin direkt oder mit Hilfe eines sterilen Tupfers in und um die Wunde herum auf. Meist wird Wundesin nur einmal und zwar zur Erstversorgung einer Wunde aufgetragen.

Wenn Sie eine größere Menge von Wundesin angewendet haben, als Sie sollten: Bei normaler Anwendung ist die Iodaufnahme so gering, dass das Risiko einer Überdosierung praktisch ausgeschlossen werden kann.
Eine schwere Vergiftung durch Verschlucken ist kaum zu erwarten, da der unangenehme Geschmack der Lösung das versehentliche Austrinken einer größeren Menge nicht erwarten lässt. Auch wenn Sie Wundesin versehentlich einnehmen, sind aufgrund der geringen Iodmenge keine schwerwiegenden Vergiftungen zu erwarten.
Bitte rufen Sie gegebenenfalls einen Arzt.

Es kann angenommen werden, dass bei Einnahme großer Mengen ähnliche toxische Erscheinungen auftreten wie bei der Einnahme einer Iodlösung, und zwar metallischer Geschmack, Erbrechen, Leibschmerzen, blutiger Durchfall.

Die Behandlung von Iodvergiftungen besteht in einer Magenspülung mit Stärkelösung (15 g Stärke oder Mehl in 500 ml Wasser), in schweren Fällen mit Natriumthiosulfat 1-5 %.
Magenreizungen können mit Milch vermindert werden. Das Wasser- und Elektrolyt-Gleichgewicht muss wiederhergestellt und ein etwaiger Schock behandelt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Wundesin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Auflistung von Nebenwirkungen gelten folgende Häufigkeitsangaben:

Selten: können mehr als 1 von 10 000 Personen betreffen (aber weniger als 1 von 1000) Sehr selten: betreffen weniger als 1 von 10 000 Personen (einschließlich Einzelfälle)

Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) oder lokale Hautreizungen wie Jucken, Rötungen, Bläschen, leichtes Brennen auftreten.
In Einzelfällen wurde über anaphylaktische Reaktionen (schwere Überempfindlichkeitsreaktionen) berichtet und Schilddrüsenüberfunktion bei Patienten, die dazu neigen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.


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