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«Xanax® 05/1,0 mg»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Alprazolam wird bei Angststörungen eingesetzt.Gefühle wie Unruhe oder Ausgeglichenheit werden im Gehirn über Botenstoffe reguliert. Dabei steht das Aktivierungssystem (Unruhe) im rhytmischen Wechsel mit einem hemmenden System (Ausgeglichenheit, Schlafzustand). Der wichtigste hemmende Botenstoff ist die Gamma-Aminobuttersäure (GABA).Alprazolam gehört zu chemischen Gruppe der Benzodiazepine. Diese Stoffgruppe verstärkt die Wirkung der GABA. Je nach Dosierung beruhigt Alprazolam Erregungszustände wie Angst oder Unruhe oder leitet den Schlaf ein. Die Behandlung mit Benzodiazepinen ist nicht für eine Dauertherapie geeignet. Sie sollte so kurz wie möglich dauern. Das Risiko einer Abhängigkeit steigt mit der Dauer der Therapie.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Angst-, Erregungs- und Panikzustände

Warnhinweise!

  • Nur zur kurzfristigen Anwendung!
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Das Medikament darf wegen der Gefahr einer akuten Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht plötzlich abgesetzt werden.
  • Die Einnahme dieses Medikaments über mehrere Wochen und Monate kann zu Abhängigkeit führen. Nach plötzlichem Absetzen treten möglicherweise Entzugserscheinungen mit Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Zittern, Schwitzen und erhöhter Krampfbereitschaft auf.
  • Zu Beginn der Therapie sollte der Arzt die individuelle Reaktion des Patienten auf das Medikament kontrollieren, um eventuelle Überdosierungen möglichst rasch erkennen zu können. Dies gilt unter anderem besondere für ältere und geschwächte Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- oder Atemschwäche oder eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Überempfindlichkeit gegenüber Alprazolam, anderen Benzodiazepinen oder einem anderen Bestandteil des Medikaments
  • Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit in der Vorgeschichte
  • Erkrankung der Nerven, die sich in Bewegungsstörungen äußert (Ataxie)
  • Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
  • Kurzes, wiederholtes Aussetzen der Atmung während des Schlafes (Schlafapnoe)
  • schwere Atemschwäche
  • schwere Leberschwäche
  • komplexe Bewegungsstörung (Ataxie), deren Ursache entweder im Rückenmark oder Gehirn liegt
  • akute Vergiftung mit Alkohol, Beruhigungsmitteln, Schlafmitteln (Hypnotika), Schmerzmitteln oder Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium)

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
  • Ist die Anwendung des Medikaments während der Stillzeit unvermeidlich, sollten Sie abstillen bzw. sich von Ihrem Arzt über mögliche Risiken aufklären lassen.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Bei Langzeiteinnahme kann sich eine Abhängigkeit von dem Medikament entwickeln. Da sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnt (Toleranzentwicklung), lässt die Wirkung mit der Zeit nach.
  • Müdigkeit, verminderte Aufmerksamkeit
  • Verwirrtheit
  • Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
  • Muskelschwäche, Bewegungsunsicherheit

Wechselwirkungen

Alprazolam verstärkt die Wirkung von anderen Medikamenten, die ebenfalls einen hemmenden Einfluss auf das Gehirn haben, wie z.B. Psychopharmaka, bestimmte Schmerzmittel (Opiate), Antihistaminika gegen Allergien.Vorsicht bei Kombination von Alprazolam Verhütunsmitteln (Pille), Alkohol und einigen Antibiotika. Hier sind Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht sicher vorhersehbar.


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