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«Zinacef Hikma 250 mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zinacef Hikma 250 mg ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine. Der Wirkstoff Cefuroxim wirkt auf eine Vielzahl von krankmachenden Bakterien (Erregern) abtötend.
Zinacef Hikma 250 mg wird angewendet bei akuten und chronischen bakteriellen Infektionen, wenn diese durch Cefuroxim-empfindliche Erreger verursacht sind, wie z. B. Infektionen
- der Atemwege,
- der Nieren und der ableitenden Harnwege,
- der Geschlechtsorgane, einschließlich Gonorrhoe (Tripper),
- des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs,
- der Haut und des Weichteilgewebes,
- der Knochen und der Gelenke,
und bei Sepsis (Blutvergiftung).
Bei Operationen zur Vorbeugung gegen Infektionen (zur perioperativen Prophylaxe) bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zinacef Hikma 250 mg darf nicht angewendet werden
- Bei Patienten mit erwiesener Überempfindlichkeit gegen Cefuroxim und andere Cephalosporine.
- Bei vorbekannten Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp oder schweren Überempfindlichkeitsreaktionen, schwerer allergischer Sofortreaktion (Anaphylaxie) gegen Penicilline oder andere Beta-Laktam-Antibiotika.
Zinacef Hikma 250 mg darf nicht intraarteriell angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg ist erforderlich
- Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade können nach der Anwendung von Zinacef Hikma 250mg auftreten. Bei Auftreten schwerer, akuter Überempfindlichkeitsreaktionen z.B. Anaphylaxie muss die Behandlung mit Zinacef Hikma 250mg sofort abgebrochen werden, und geeignete Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden.
- Bei Patienten mit jeglicher Überempfindlichkeit gegen Penicillin und andere Betalaktam-Antibiotika, da eine Parallelallergie bestehen kann (zu Gegenanzeigen bei bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen siehe Abschnitt 2 „Zinacef Hikma 250 mg darf nicht angewendet werden“).
- Bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft sonstiger Art (z. B. mit Heuschnupfen, Asthma bronchiale) sollte Zinacef Hikma 250 mg ebenfalls mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da in diesen ällen das Risiko für schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht ist.
- Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind. Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (z. B. auf Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln.
- Bei Patienten, die gleichzeitig oder anschließend mit möglicherweise Nieren schädigenden Arzneimitteln (z. B. Aminoglykosiden) behandelt werden, sollte die Nierenfunktion besonders überwacht werden, da es zu einer Verstärkung der Nieren schädigenden Wirkungen derartiger Substanzen kommen kann.
- ür Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate unter 30 ml/min) gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe Abschnitt Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung und Abschnitt Überdosierung).
- Dieses Arzneimittel kann zu Erbrechen und Durchfall führen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich“). In diesem Fall kann die Wirksamkeit von Zinacef Hikma 250 mg und/oder anderer von Ihnen eingenommener Arzneimittel (z.B. die empfängnisverhütende Wirkung der so genannten "Pille“) beeinträchtigt werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt oder Apotheker.
- Langfristige oder wiederholte Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg kann zu einer Superinfektion und Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen (z. B. Mundsoor, Vaginitis).
- Beeinflussung von Laborbefunden
Unter der Behandlung mit Zinacef Hikma 250 mg kann in seltenen ällen der Coombs-Test falsch positiv ausfallen.
Falsch-negative Ergebnisse können bei bestimmten Glucosebestimmungen in Harn und Blut auftreten. Dies lässt sich durch die Anwendung anderer Methoden vermeiden.
a) Säuglinge, Kleinkinder und Kinder
ür Säuglinge, Kleinkinder und Kinder gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe Abschnitt 3. Wie ist Zinacef Hikma 250 mg anzuwenden?).
Da für Neugeborene (unter 1 Monat) keine Erfahrungen vorliegen, sollte Zinacef Hikma 250 mg bei Neugeborenen nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Die Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg mit Lidocainbeimischung zur intramuskulären Injektion ist bei Kindern im 1. Lebensjahr nicht angezeigt.
b) Ältere Menschen
ür ältere Patienten gelten keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen, sofern keine Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt.
Bei Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Cefuroxim/andere Antibiotika
Zinacef Hikma 250 mg sollte möglichst nicht mit Antibiotika, die den Stoffwechsel von Bakterien hemmen, ohne sie abzutöten (z. B. Tetrazykline, Erythromycin, Chloramphenicol oder Sulfonamide), kombiniert werden, da hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung im Labortest eine abgeschwächte (antagonistische) Wirkung beobachtet wurde. Eine verstärkte (synergistische) Wirkung kann sich bei Kombination mit Aminoglykosiden ergeben.
Cefuroxim/Nieren schädigende und Wasser treibende Arzneimittel
Zinacef Hikma 250 mg kann die nierenschädigende Wirkung von Aminoglykosiden und von stark wirksamen Diuretika (wie z. B. Furosemid und Etacrynsäure) verstärken. Die gleichzeitige Gabe darf, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, nur unter Kontrolle der Nierenfunktion erfolgen.
Cefuroxim/Probenecid (Arzneimittel gegen Gicht)
Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt durch eine Hemmung der renalen Ausscheidung zu höheren, länger anhaltenden Konzentrationen von Cefuroxim im Serum.
Schwangerschaft und Stillzeit
Bei tierexperimentellen Untersuchungen ergaben sich keine Hinweise auf Missbildungen oder eine fruchtschädigende Wirkung. Dennoch sollte Zinacef Hikma 250 mg während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, nur bei zwingender Notwendigkeit angewendet werden.
Cefuroxim-Natrium geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch über. Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung sowie die Möglichkeit einer Sensibilisierung zu beachten. Eine Anwendung sollte daher nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der ähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zinacef Hikma 250 mg
250 mg Cefuroxim enthalten 0,59 mmol (13,55 mg). Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST ZINACEF HIKMA 250 MG ANZUWENDEN?
Wenden Sie Zinacef Hikma 250 mg immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene und Jugendliche
ür die Patientengruppe Erwachsene und Jugendliche sind Darreichungsformen mit höherem Wikstoffgehalt (750 mg Cefuroxim bzw. 1500 mg Cefuroxim) vorgesehen. Die entsprechenden Gebrauchs- und Fachinformationen dieser Arzneimittel sind zu beachten.
Perioperative Prophylaxe
ür die perioperative Prophylaxe sind Darreichungsformen mit höherem Wikstoffgehalt (750 mg Cefuroxim bzw. 1500 mg Cefuroxim) vorgesehen. Die entsprechenden Gebrauchs- und Fachinformationen dieser Arzneimittel sind zu beachten.
Säuglinge Kleinkinder, Kinder (vom 28. Tag bis Ende des 11. Lebensjahres)
Säuglinge (über 1 Monat) und Kinder bis 12 Jahre erhalten im Allgemeinen mg Cefuroxim/kg Körpergewicht/Tag, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben in Dosierungsintervallen von 8 oder 6 Stunden. Eine Anhebung der Tagesdosis bis auf 240 mg/kg KG bei schweren Infektionen ist möglich. Die Maximaldosis für Erwachsene (6,0 g Cefuroxim/Tag) darf jedoch nicht überschritten werden.
Bei Frühgeborenen und Neugeborenen sind unter Berücksichtigung der niedrigen Nierenclearance die Applikationsintervalle auf 12 Stunden zu verlängern.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Cefuroxim wird über die Nieren ausgeschieden. Wie bei allen Antibiotika dieser Klasse sollte bei Patienten mit deutlich verminderter Nierenfunktion die Dosis von Cefuroxim reduziert werden, um die verlangsamte Ausscheidung auszugleichen.
Kinder und Säuglinge:
Bei Säuglingen und Kindern wird bis zu Serum-Kreatinin-Werten von 300 µmol/l (entsprechend 3,5 mg/dl) normal dosiert.
Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion sind die Dosen folgendermaßen zu reduzieren:
Serum-Kreatinin-Werte bis 530 µmol/l (entsprechend 6 mg/dl):
10 mg Cefuroxim/kg KG alle 12 Stunden.
Bei noch stärker eingeschränkter Nierenleistung: 10 mg Cefuroxim/kg KG alle 24 Stunden.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion bei Kindern und Säuglingen

Serum-Kreatinin (ca.)
µmol/l (mg/dl)
Empfohlene Einzeldosis
(mg/kg KG)
Dosierungsintervall
(Std)
300 (3,5)30 bis 1008 bis 6
≥ 530 (6)
> 530 (6)

Dosierung bei Hämodialyse:
Bei Hämodialyse verkürzt sich die Halbwertszeit von Cefuroxim. Hämodialyse-Patienten sollte nach dem Ende jeder Dialyse eine zusätzliche Dosis Cefuroxim verabreicht werden.
Art der Anwendung
Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte Zinacef Hikma 250 mg so früh wie möglich, d. h. möglichst bald nach dem Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen angewendet werden.
Dosis, Art der Anwendung und Zeitabstände zwischen den Injektionen richten sich nach der Empfindlichkeit des Erregers, der Schwere der Infektion und dem Zustand des Patienten.
Zinacef Hikma 250 mg wird intravenös (in eine Vene) angewendet, es kann jedoch auch intramuskulär verabreicht werden.
Zinacef Hikma 250 mg darf nicht intraarteriell angewendet werden.
Intravenöse Anwendung
Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung wird Zinacef Hikma 250 mg in 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst.
Die intravenöse Anwendung soll langsam (mindestens über eine Dauer von 3 bis 5 Minuten) erfolgen.
Intramuskuläre Anwendung
Hinweis:
Die intramuskuläre Anwendung sollte besonderen klinischen Situationen vorbehalten sein und einer gesonderten Nutzen/Risiko-Abwägung für jede der beanspruchten Indikationen in jeder Altersgruppe unterzogen werden.
Die intramuskuläre Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg wird auch ohne Zusatz eines Lokalanästhetikums gut vertragen. Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung wird das Pulver in 2 bis 5 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst. Zur Vermeidung eines durch das Injektionsvolumen hervorgerufenen Schmerzes empfiehlt es sich, je nach Alter des Kindes einseitig nicht mehr als 5 ml Lösung zu injizieren.
Besondere Hinweise für den Gebrauch:
Es sollten stets frisch zubereitete Lösungen verwendet werden! Cefuroxim-Lösungen sind nur kurze Zeit (vor Licht und Wärme geschützt) haltbar (siehe Abschnitt 5 – Haltbarkeit nach Zubereitung).
Injektions- und Infusionslösungen von Zinacef Hikma 250 mg haben eine leicht gelbliche Farbe. Unterschiedliche Farbintensitäten sind ohne Bedeutung für die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit dieses Antibiotikums. Lösungen mit Trübungen oder Ausfällungen sind nicht anzuwenden.
Mischbarkeit
Cefuroxim-Lösung ist, sofern nicht die chemisch-physikalische Verträglichkeit mit anderen Infusionslösungen erwiesen ist, grundsätzlich getrennt von diesen zu verabreichen.
Verträglichkeit mit Infusionslösungen
Cefuroxim darf auf keinen Fall mit alkalischen Infusionslösungen, Natriumhydrogencarbonat-Lösungen und Volumenersatzmitteln aus vernetzten Polypeptiden gemischt werden.
Verträglichkeit mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika
Cefuroxim/Aminoglykoside
Auf Grund einer physikalisch-chemischen Unverträglichkeit mit allen Aminoglykosiden sollte Cefuroxim nicht in einer Spritze oder Infusionslösung mit Aminoglykosiden verabreicht werden. Die beiden Antibiotika sollten aus getrennten Geräten an getrennten Stellen injiziert werden. Bei einer Kombination mit Aminoglykosiden muss die Nierenfunktion beachtet werden.
Cefuroxim/Colistin
Die gleichen Einschränkungen wie bei Aminoglykosiden gelten auch für die gleichzeitige Verabreichung von Colistin-Lösungen und Cefuroxim.
Kombinationstherapie:
Eine Kombinationstherapie von Cefuroxim mit anderen Antibiotika ist möglich. Auf Grund der bisherigen klinischen Erfahrungen kommen dafür folgende Substanzen in Frage: gegen Pseudomonas wirksame Penicilline wie z. B. Azlocillin oder Metronidazol.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen der Erreger und dem klinischen Zustand des Patienten.
Wenn eine größere Menge Zinacef Hikma 250 mg angewendet wurde, als es sollte
Siehe auch „Gegenmaßnahmen“ im Abschnitt 4.
Sehr selten können Cephalosporine in sehr hohen Dosen - im Allgemeinen nur bei gleichzeitiger Niereninsuffizienz - zu cerebralen (epileptischen) Krämpfen, zentralnervösen Erregungszuständen und Myoklonien führen.
- Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.
- Im Notfall sind alle erforderlichen intensivmedizinischen Maßnahmen angezeigt.
- Hohe Serumkonzentrationen können durch Hämodialyse reduziert werden.
- Bei motorischer Erregung oder Krampfzuständen können Antikonvulsiva (wie Diazepam oder Barbiturate) angezeigt sein.
Wenn die Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg vergessen wurde?
Eine vergessene Gabe sollte bis zur nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Zinacef Hikma 250 mg abgebrochen wird
Ein vorzeitiger Abbruch der Behandlung mit Zinacef Hikma 250 mg gefährdet den Behandlungserfolg. Vor Abbruch der Behandlung befragen Sie bitte Ihren Arzt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von Zinacef Hikma 250 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Bei der Behandlung mit Zinacef Hikma 250 mg sollte auf gleichzeitigen Genuss von Alkohol oder alkoholhaltigen Lebensmitteln verzichtet werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Zinacef Hikma 250 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekanntHäufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bisher wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Auswirkungen auf das Blutbild sind toxischer und allergischer Art.
Gelegentlich: Allergisch bedingte Abnahme der roten Blutkörperchen durch deren vermehrten Zerfall (hämolytischen Anämie), Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie, Granulozytopenie, Leukozytopenie), allergisch bedingten Vermehrung bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie), Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) (diese Erscheinungen sind reversibel)
Erkrankungen des Immunsystems:
Häufig: Allergische Reaktionen in Form von Hautausschlag und Juckreiz, Urtikaria, Haut- und Schleimhautschwellungen (Quincke-Ödem, Gelenkschwellungen, angioneurotisches Ödem) und Arzneimittelfieber
Selten: Schwerwiegende Reaktionen an der Haut mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom)
Sehr selten: Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie). Ein anaphylaktischer Schock ist lebensbedrohlich und erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung (siehe Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen).
Bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (Gastrointestinaltraktes):
Gelegentlich: Gastrointestinale Störungen in Form von Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfällen (diese sind meist leichter Natur und klingen nach der Therapie wieder ab.
Sehr selten: Pseudomembranöse Enterocolitis (ein sofortiges Absetzen des Arzneimittels ist erforderlich und eine geeignete Therapie ist einzuhalten. Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Häufig: Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Serum
Gelegentlich: Akute Entzündung der Niere (interstitielle Nephritis)
Leber- und Gallenerkrankungen:
Gelegentlich: Leichte, vorübergehende Erhöhung von Gallenfarbstoff im Blut (Bilirubin) und/oder Leberenzymen im Serum (SGOT, SGPT, alkalische Phosphatase)
Hinweis:
Bei längerer Anwendung sollten Leber- und Nierenfunktion überwacht werden.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Häufig: Entzündliche Reizungen der Venenwand (bis zur Thrombophlebitis) und Schmerzen an der Injektionsstelle bei i.v. Anwendung; bei rascher i.v. Anwendung Unverträglichkeitsreaktionen in Form von Hitzegefühl oder Brechreiz; bei i.m. Anwendung Schmerzen und Verhärtung des Gewebes (Induration) an der Injektionsstelle
Häufigkeit nicht bekannt: Leichte bis mittelgradige Beeinträchtigungen des Hörvermögens sind bei wenigen Patienten im Kindesalter, die mit Cefuroxim behandelt wurden, berichtet worden.
Gegenmaßnahmen
Folgende sehr seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
Pseudomembranöse Enterokolitis
Bei dieser besonderen Form einer Darmentzündung, die sich durch schwere, anhaltende Durchfälle äußert, ist eine sofortige Beendigung der Behandlung mit Zinacef Hikma 250 mg und gegebenenfalls sofort eine angemessene Behandlung durch einen Arzt einzuleiten (z. B. Metronidazol, Vancomycin oral). Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen Sie in diesem Falle nicht einnehmen.
Schwere, akut lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen wie beispielsweise (anaphylaktischer) Schock
Beim Auftreten von Schockreaktion ist Zinacef Hikma 250 mg unverzüglich abzusetzen. Es muss sofort ein Arzt verständigt werden, damit er unverzüglich die erforderlichen Notfallmaßnahmen (z. B. die Gabe von Antihistaminika, Corticosteroiden, Sympathomimetika und gegebenenfalls Beatmung) entsprechend der derzeit geltenden Behandlungsrichtlinien einleiten kann.
Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen
Die üblichen, entsprechenden Notfallmaßnahmen sind angezeigt (z. B. Atemwege freihalten, Antikonvulsiva wie Diazepam oder Barbiturate).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist ZINACEF HIKMA 250 MG aufzubewahren?
Die Durchstechflaschen sind im Umkarton aufzubewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Das Verfallsdatum dieses Arzneimittels ist auf der den Durchstechflaschen und dem Umkarton aufgedruckt. Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Hinweis auf Haltbarkeit nach Zubereitung
Alle Lösungen von Zinacef Hikma 250 mg sollen vor der Applikation frisch zubereitet werden. Die chemische und physikalische Stabilität von Zinacef Hikma 250 mg gelöst in Wasser für Injektionszwecke oder in isotonischer Natriumchlorid- bzw. 5 %-iger Dextrose-Lösung wurde für 24 Stunden bei 2 - 8°C und für 5 Stunden bei 25 °C nachgewiesen. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Lösungen mit Trübungen oder Ausfällungen sind nicht anzuwenden.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Zinacef Hikma 250 mg Pulver [ggf. mit Lösungsmittel] zur Herstellung einer Injektionslösung
Wirkstoff: Cefuroxim
Zur Anwendung bei Säuglingen (ab 1 Monat) und Kindern unter 12 Jahren
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage/Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben.Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


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