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«Zithromax i.v.»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Azithromycin ist ein Azalid-Antibiotikum, das empfindliche Bakterien am Wachstum hindert. Azalide ähneln bezüglich ihrer chemischen Struktur und den pharmakologischen Eigenschaften den Makrolid-Antibiotika.
Zithromax i.v. ist bei Patienten, die eine initiale intravenöse Therapie benötigen, zur Behandlung folgender Infektionen, die durch Azithromycin-empfindliche Erreger hervorgerufen sind, geeignet:
- Im ambulanten Bereich erworbene Pneumonie (Lungenentzündung) inklusive Legionellose
- Unkomplizierte aufsteigende Eierstockentzündung (Adnexitis)
Hinweis
Bei schweren/intensivpflichtigen Lungenentzündungen (Pneumonien) und/oder bestehenden Risikofaktoren ist eine Kombinationstherapie (z. B. mit einem Betalaktam-Antibiotikum) erforderlich. Eine Azithromycin-Monotherapie ist bei komplizierten Infektionen, insbesondere bei Infektionen, bei denen Azithromycin-resistente Erreger nicht auszuschließen sind, nicht angeraten.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie vor der ANWENDUNG von Zithromax i.v. beachten?
Zithromax i.v. darf nicht angewendet werden
bei nachgewiesener Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Azithromycin, gegen Erythromycin, gegen andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile;
bei Erythromycin-resistenten Gram-positiven Bakterien-Stämmen (Kreuzresistenz) und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken.
Zithromax i.v. sollte nicht bei Patienten mit schwerwiegenden Lebererkrankungen angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Zithromax i.v. ist erforderlich,
bei schweren Lebererkrankungen, da Azithromycin hauptsächlich über die Leber abgebaut wird. Unter der Behandlung mit Azithromycin wurde über älle von schweren Leberentzündungen berichtet, die unter Umständen zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen führen können. Beim Auftreten von Symptomen einer eingeschränkten Leberfunktion (z. B. rasch fortschreitende Erschöpfung zusammen mit einer Gelbsucht, dunkler Urin, Blutungsneigung oder einer bestimmten Gehirnerkrankung (hepatische Enzephalopathie)) soll Ihr Arzt Leberfunktionstests/Leberuntersuchungen durchführen.
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine Nierenfunktionsstörung (glomeruläre Filtrationsrate <10 ml/min) haben, da bisher nur gesichert ist, dass bei einer glomerulären Filtrationsrate von ≥10 ml/min keine Dosisreduktion erforderlich ist.
Unter der Behandlung mit Makroliden wurden Veränderungen im Reiz-Leitungssystem des Herzens (verzögerte Repolarisation und eine QT-Verlängerung) beobachtet, wodurch die Gefahr von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien und Torsade de pointes) bestehen kann. Eine ähnliche Wirkung kann aufgrund der Gruppeneigenschaften auch bei Azithromycin nicht völlig ausgeschlossen werden. Bei der i.v. Gabe von Zithromax bedürfen folgende Patienten aufgrund des Risikos einer Beeinflussung der Herzfunktion (QT-Verlängerung) einer besonders sorgfältigen Überwachung: Patienten mit Störungen des Elektrolythaushaltes, insbes. Verminderung von Kalium und/oder Magnesium im Blut (Hypokaliämie und/oder Hypomagnesiämie), sowie Patienten mit bestimmten vorbestehenden Reizleitungsveränderungen [verzögerte Repolarisation des Herzens sowie ventrikuläre Arrhythmien oder Bradykardien in der Anamnese (Puls <50)].
Sollte es bei Ihnen während oder nach (bis zu 2 Monaten) der Behandlung mit Zithromax i.v. zu schweren, anhaltenden Durchfällen kommen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt auf.
Unter einer Behandlung mit Zithromax i.v. wurde über das Auftreten oder die Verschlimmerung von Beschwerden eines bestimmten Muskelleidens (Myasthenia gravis) berichtet.
Obwohl keine spezifischen Inkompatibilitäten bekannt sind, sollten den im Abschnitt 3 unter „Art der Anwendung“ beschriebenen kompatiblen Infusionslösungen keine anderen intravenös verabreichten Substanzen, Zusätze oder Medikationen zu Zithromax i.v. (Azithromycin-Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung) hinzugefügt oder gleichzeitig durch denselben Infusionsschlauch infundiert werden.
Zithromax i.v. (Azithromycin-Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung) muss wie angegeben rekonstituiert und verdünnt werden und ist über mindestens 180 Minuten als intravenöse Infusion anzuwenden. Es darf nicht als Bolus-Injektion oder intramuskuläre Injektion verabreicht werden.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zithromax i.v.
Eine Durchstechflasche enthält 4,96 mmol (114,02 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.
Bei Anwendung von Zithromax i.v. mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Von Makrolid-Antibiotika sind verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt, die auf einer bei gleichzeitiger Anwendung möglichen Beeinträchtigung des Abbaus verschiedener Medikamente vor allem in der Leber beruhen. Dies kann dazu führen, dass diese Mittel bestimmte unerwünschte Begleiterscheinungen auslösen können. Azithromycin verhält sich hier in verschiedenen Punkten anders, zum Teil liegen aber noch keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Hierzu gehören:
- Dihydroergotamin oder nichthydrierte Mutterkornalkaloide, die durch eine gefäßverengende Wirkung zu Durchblutungsstörungen besonders an Fingern und Zehen führen können und die deshalb sicherheitshalber nicht gleichzeitig mit Zithromax angewendet werden sollen;
- Digoxin, bei dem es durch einen verzögerten Abbau im Darm zu erhöhten Digoxin-Spiegeln kommen kann;
- Ciclosporin, bei dem im Fall einer gleichzeitig mit Azithromycin notwendigen Anwendung die Ciclosporin-Spiegel kontrolliert und dessen Dosis gegebenenfalls angepasst werden sollte;
- Zidovudin, bei dem die Wirksamkeit durch Zithromax erhöht werden kann;
- Rifabutin. Bei Personen, die gleichzeitig Zithromax und Rifabutin erhalten hatten, wurden Störungen des Blutbildes beobachtet (vgl. Abschnitt 4 unter „Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems“).
Auf eine mögliche Parallelresistenz zwischen Azithromycin und Makrolid-Antibiotika (wie z. B. Erythromycin) sowie Lincomycin und Clindamycin ist zu achten. Eine gleichzeitige Gabe von mehreren Präparaten aus dieser Substanzgruppe ist deshalb nicht empfehlenswert.
Demgegenüber haben entsprechende Untersuchungen gezeigt, dass bei den nachfolgend aufgelisteten Mitteln die bei gleichzeitiger Anwendung von Makroliden bekannten Wechselwirkungen nicht auftreten:
- Theophyllin. Sicherheitshalber wird dennoch empfohlen, bei gleichzeitiger Gabe von Azithromycin und Theophyllin-Derivaten auf typische Anzeichen erhöhter Theophyllin-Spiegel zu achten.
- Warfarin. Es liegen jedoch Berichte über erhöhte Antikoagulation nach gleichzeitiger Anwendung von Azithromycin und oralen Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ vor. Obwohl ein Kausalzusammenhang nicht nachgewiesen wurde, sollte über die Häufigkeit der Prothrombinzeit-Kontrollen nachgedacht werden.
- Terfenadin. Über seltene älle wurde berichtet, in denen die Möglichkeit einer Wechselwirkung nicht ganz ausgeschlossen, andererseits aber kein spezifischer Beweis für eine solche Interaktion gefunden werden konnte.
- mineralische Antazida. Bei gleichzeitiger Einnahme von mineralischen Antazida und Azithromycin kam es zu erniedrigten Serumspitzenkonzentrationen ohne Änderung der Bioverfügbarkeit von Azithromycin. Sie sollten daher mineralische Antazida und Zithromax nur in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden einnehmen.
- Cimetidin hatte keinen Einfluss auf Geschwindigkeit und Ausmaß der Resorption von Azithromycin. Es kann daher gleichzeitig mit Zithromax eingenommen werden.
- Didanosin. Dessen Wirksamkeit wird durch Zithromax i.v. nicht beeinflusst.
- Nelfinavir. Hier kam es zu erhöhten Konzentrationen von Azithromycin. Es wurden keine bedeutsamen Nebenwirkungen beobachtet, eine Dosisanpassung ist nicht nötig.
Folgende Arzneimittel haben in klinischen Studien keine Wechselwirkungen mit Zithromax gezeigt: Atorvastatin, Carbamazepin, Cetirizin, Efavirenz, Fluconazol, Indinavir, Methylprednisolon, Midazolam, Sildenafil, Triazolam, Trimethoprim/Sulfamethoxazol.
Schwangerschaft
Es liegen keine Erfahrungen mit einer intravenösen Anwendung von Azithromycin an Schwangeren vor. Es liegen ebenfalls keine reproduktionstoxikologischen Studien mit einer intravenösen Applikation vor. In der Schwangerschaft darf Zithromax i.v. daher nur bei vitaler Indikation verabreicht werden, da eine abschließende Beurteilung der Sicherheit dieser Therapie zur Zeit noch nicht möglich ist.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Azithromycin in die Muttermilch übergeht. In der Stillzeit darf Zithromax i.v. daher nur bei vitaler Indikation verabreicht werden, da eine abschließende Beurteilung der Sicherheit dieser Therapie zur Zeit noch nicht möglich ist. Beim gestillten Säugling kann es zu einer Sensibilisierung sowie zu einer Irritation der Darmflora und einer Sprosspilzbesiedelung kommen. Daher wird empfohlen, während der Behandlung und vier Tage nach Abschluss der Behandlung die Milch abzupumpen und zu verwerfen. Danach kann das Stillen wieder aufgenommen werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat Azithromycin im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich“) kann jedoch ggf. das Reaktionsvermögen verändert und die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr sowie zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Zithromax i.v. ANZUWENDEN?
Wenden Sie Zithromax i.v. immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei
Im ambulanten Bereich erworbener Pneumonie:
Die empfohlene Dosis von Zithromax i.v. beträgt für Erwachsene 500 mg als einmal tägliche Infusion für mindestens zwei Tage. Die intravenöse Therapie sollte durch eine orale Folgetherapie mit einer einmal täglichen Gabe von 500 mg Azithromycin fortgeführt werden. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt 7 bis 10 Tage.
Unkomplizierter aufsteigender Eierstockentzündung (Adnexitis):
Die empfohlene Dosis von Zithromax i.v. beträgt für Erwachsene 500 mg als einmal tägliche Infusion für ein oder zwei Tage. Die intravenöse Therapie sollte durch eine orale Folgetherapie mit einer einmal täglichen Gabe von 250 mg Azithromycin fortgeführt werden. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.
Der Zeitpunkt des Wechsels von der intravenösen auf die orale Folgetherapie sollte in Abhängigkeit des klinischen Ansprechens und nach Ermessen des behandelnden Arztes erfolgen.
Dosierung bei Kindern und älteren Menschen
Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Zithromax i.v. zur Behandlung von Infektionen bei Kindern ist nicht untersucht worden. Ältere Patienten erhalten ebenfalls die unter „Erwachsene“ beschriebene Dosis.
Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (GFR 10 bis 80 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Art der Anwendung
Zithromax i.v. (Azithromycin-Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung) ist nach Auflösung und Verdünnung ausschließlich als intravenöse Infusion anzuwenden. Zithromax i.v. (Azithromycin-Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung) darf nicht als Bolus-Injektion oder intramuskuläre Injektion verabreicht werden.
Die Konzentration der Azithromycin-Infusionslösung und die Infusionsgeschwindigkeit sollte 1 mg/ml über 3 Stunden betragen.
Die Lösung zur intravenösen Anwendung sollte folgendermaßen zubereitet werden:
Auflösung des Pulvers
Der Inhalt einer Flasche mit 500 mg Azithromycin-Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung wird durch Zugabe von 4,8 ml Wasser für Injektionszwecke aufgelöst und geschüttelt, bis sich das gesamte Pulver gelöst hat. Es wird empfohlen, eine Standard-5-ml-Spritze zur Abmessung der genauen Menge von 4,8 ml Wasser für Injektionszwecke zu verwenden. Die so zubereitete Lösung (Konzentrat) enthält 100 mg Azithromycin pro ml.
Parenterale Produkte sollten vor der Anwendung visuell auf Partikel geprüft werden. Rekonstituierte Lösungen, die Partikel enthalten, müssen verworfen werden.
Vor der Anwendung wird die Lösung wie unten beschrieben weiter verdünnt.
Verdünnung und Anwendung der gebrauchsfertigen Infusionslösung
5 ml der 100-mg/ml-Azithromycin-Lösung werden in die geeignete Menge (500 ml) eines der nachfolgend aufgeführten Verdünnungsmittel überführt.
Lösungsmittel:
0,9%ige Natriumchlorid-Lösung
0,45%ige Natriumchlorid-Lösung
Dauer der Anwendung
Bei Verabreichung einer 500-mg-Dosis Azithromycin sollte die Infusionsdauer von 180 Minuten nicht unterschritten werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Zithromax i.v. zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Zithromax i.v. angewendet haben als Sie sollten
Es existieren keine Daten zur Überdosierung.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Zithromax i.v. Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, wenden Sie Zithromax i.v. nicht weiter an und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
Die häufigsten Nebenwirkungen von Zithromax i.v. betreffen den Magen-Darm-Trakt und sind meist milder bis mäßiger Ausprägung. Nur selten war in Studien ein Therapieabbruch aufgrund von Nebenwirkungen notwendig. Bei stärkeren Beeinträchtigungen sollten Sie Ihren Arzt benachrichtigen, der über die weitere Verabreichung oder gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheidet. Dies gilt insbesondere für Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen, bei denen Zithromax i.v. ohne ausdrückliche Zustimmung des Arztes nicht nochmals gegeben werden sollte.
Andere mögliche Nebenwirkungen
Bei intravenöser Verabreichung und oraler Folgegabe von Azithromycin zur Behandlung von im ambulanten Bereich erworbener Lungenentzündung (Pneumonie) waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Durchfall/dünner Stuhl, Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen. Lokale Entzündungen und Schmerzen an der Infusionsstelle wurden bei intravenöser Anwendung von Azithromycin berichtet.
Bei intravenöser Verabreichung und oraler Folgegabe von Azithromycin zur Behandlung von unkomplizierter aufsteigender Eierstockentzündung (Adnexitis) waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Ausschlag, Juckreiz und Scheidenentzündung (Vaginitis). In den durchgeführten Studien wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von Azithromycin und Metronidazol verhältnismäßig häufiger über Nebenwirkungen wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Reaktionen an der Infusionsstelle, Mundschleimhautentzündung (Stomatitis), Schwindel und Atemnot berichtet.
Untersuchungen
Häufig: Lymphozytenzahl und Bicarbonat im Blut erniedrigt; Eosinophilenzahl erhöht
Gelegentlich: Aspartat-Aminotransferase, Alanin-Aminotransferase, Bilirubin, Harnsäure und Kreatinin erhöht; veränderte Kaliumwerte
Nicht bekannt: Es besteht ein potenzielles Risiko für eine QT-Verlängerung, von dem insbesondere Patienten betroffen sind, die eine Neigung zu diesen Störungen haben.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Leukopenie, Neutropenie
Nicht bekannt: Thrombozytopenie, hämolytische Anämie
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Nervosität
Selten: Agitation, Depersonalisation, bei älteren Patienten kann es zu einem Delir kommen.
Nicht bekannt: Aggression, Angst
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen, Parästhesien, Störungen des Geruchs- und Geschmacksinnes
Gelegentlich: Somnolenz, Schlaflosigkeit, Hypästhesie
Nicht bekannt: Synkopen, Krampfanfälle, Hyperaktivität, Geruchs-/Geschmacksverlust, Parosmie, Myasthenia gravis
Augenerkrankungen
Häufig: Sehstörungen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Häufig: Taubheit
Gelegentlich: Beeinträchtigungen des Hörvermögens, Tinnitus
Selten: Es wurde beschrieben, dass Makrolid-Antibiotika Schädigungen des Gehörs verursachen. Bei einigen mit Azithromycin behandelten Patienten wurde über Hörverlust und Schwindel berichtet. Viele dieser älle betreffen experimentelle Studien, in denen Azithromycin in hohen Dosen über längere Zeiträume angewendet wurde. Den verfügbaren Nachsorgeberichten zufolge war die Mehrzahl dieser Probleme jedoch reversibel.
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Palpitationen
Nicht bekannt: Torsade de pointes, Arrhythmien einschließlich dazugehöriger ventrikulärer Tachykardien, Ödeme (im Zusammenhang mit einer Erkrankung des Brustraums)
Gefäßerkrankungen
Nicht bekannt: Hypotonie
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Diarrhö (die selten zu Dehydratation führt), abdominelle Beschwerden (Schmerzen / Krämpfe), Übelkeit, Blähungen
Häufig: Erbrechen, Dyspepsie
Gelegentlich: Gastritis, Obstipation, weiche Stühle, Verdauungsstörungen
Selten: Verfärbung der Zähne
Nicht bekannt: Verfärbung der Zunge, Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Hepatitis
Selten: Abweichungen der Leberwerte, Leberfunktionsstörungen;
Nicht bekannt: fulminante Hepatitis, cholestatischer Ikterus, Lebernekrose und Leberinsuffizienz, die in seltenen ällen zum Tode führten
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: allergische Reaktionen wie Pruritus und Hautausschlag
Gelegentlich: Stevens-Johnson-Syndrom, Photosensitivität, Urtikaria
Selten: allergische Allgemeinreaktionen
Sehr selten: lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion (z. B. anaphylaktischer Schock)
Nicht bekannt: toxische epidermale Nekrolyse, schwerwiegende Hautreaktionen wie Erythema multiforme, makulopapulöser Hautausschlag
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: Arthralgie
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Nicht bekannt: interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Anorexie
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich: Candidose, orale Candidose, Vaginitis
Nicht bekannt: pseudomembranöse Kolitis
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Müdigkeit, Schmerzen und Entzündungen an der Injektionsstelle
Gelegentlich: Brustschmerz, Ödeme (in seltenen ällen tödlich), Unwohlsein, Asthenie
Nicht bekannt: Schmerzen
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: allergische Reaktionen wie Angioödeme der Haut, der Schleimhäute und der Gelenke, Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt: anaphylaktische Reaktionen
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie ist Zithromax i.v. aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Die gemäß Anweisung aufgelöste, konzentrierte Azithromycin-Lösung ist bei Lagerung unter 30 oC chemisch und physikalisch 24 Stunden, bei Kühlschranklagerung (2 °C bis 8 °C) sieben Tage lang stabil.
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollte das Produkt jedoch sofort angewendet werden. Sofern keine sofortige Anwendung erfolgt, liegen die Aufbewahrungszeiten und
-bedingungen in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei 2 bis 8 oC betragen, es sei denn, die Auflösung und Verdünnung hat unter kontrollierten und gesichert keimfreien Bedingungen stattgefunden.

Zusätzliche Informationen

PFIZER ((Logo))
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Zithromax® i.v.
500 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Azithromycin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
 % Glucose in Wasser
Ringer-Laktat-Lösung
5 % Glucose in Ringer-Laktat-Lösung
5 % Glucose in 0,3%iger Natriumchlorid-Lösung
5 % Glucose in 0,45%iger Natriumchlorid-Lösung
Endkonzentration der Infusionslösung (mg/ml) Menge Verdünnungsmittel (ml)
1,0 mg/ml 500 ml
Die Endkonzentration soll 1,0 mg/ml betragen.


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