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«Zithromax Retard 2 g - Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zithromax ist ein Antibiotikum, d.h. ein Medikament, das gegen Bakterien wirkt. Bakterien sind winzige Krankheitserreger, die verschiedene Infektionen hervorrufen können.

Nach der Einnahme gelangt der in Zithromax Retard enthaltene Wirkstoff Azithromycin über die Verdauungsorgane in den Blutkreislauf und wird gezielt zum erkrankten Gewebe transportiert, wo er seine Wirkung gegen die Bakterien entfaltet. Da Azithromycin länger als andere Antibiotika am Ort der Infektion verweilt, hält die heilende Wirkung noch mehrere Tage nach der Einnahme an.

Zithromax Retard wirkt bei folgenden leichten bis mäßigen Infektionen der Atemwege, die durch Azithromycin-empfindliche Erreger verursacht werden:

  • Akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis (Entzündung der Bronchien)
  • Akute Nasennebenhöhlenentzündung
  • Lungenentzündung
  • Rachenentzündung / Entzündung der Rachenmandeln

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zithromax Retard darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie gegen den Wirkstoff Azithromycin oder einen der sonstigen Bestandteile von Zithromax Retard oder gegen Erythromycin und ähnliche Antibiotika (Makrolide und Ketolide) überempfindlich (allergisch) sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zithromax Retard ist erforderlich,
wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Schwere Lebererkrankung: Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung darüber, falls er Sie nicht hinsichtlich einer Lebererkrankung befragt hat.
  • Stark eingeschränkte Nierenfunktion: Falls Ihr Arzt Sie nicht hinsichtlich einer Nierenerkrankung befragt hat, informieren Sie ihn vor der ersten Einnahme.
  • Muskelschwäche (Myasthenia gravis): Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn sich die Symptome verschlechtern oder Sie erstmalig Symptome einer Muskelschwäche (wie Kraftlosigkeit, Schlappheit, Müdigkeit) bemerken.
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Atemnot, Erbrechen, Schwindel und Blutdruckabfall: Wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt.
  • Schwere, anhaltende Durchfälle während oder bis zu 2 Monate nach der Behandlung mit Zithromax: Nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt auf.

Bei Einnahme von Zithromax Retard mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Unerwünschte Wirkungen könnten zum Beispiel bei gleichzeitiger Anwendung mit Mutterkornalkaloiden (z. B. Ergotamin) auftreten. Warfarin, Ciclosporin, Digoxin und Terfenadin müssen streng nach Vorschrift des Arztes eingenommen werden. Wenn Sie Mittel gegen Übersäuerung des Magens (Antacida) einnehmen, beachten Sie bitte, dass zwischen der Einnahme der beiden Medikamente ein zeitlicher Abstand von 2 - 3 Stunden eingehalten werden soll.

Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Zithromax Retard nicht eingenommen werden, außer es wurde Ihnen vom Arzt ausdrücklich verordnet.
Im Falle einer Schwangerschaft informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Zithromax kann wegen der möglichen Nebenwirkungen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Deshalb ist bei der Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zithromax
Zithromax Retard enthält Saccharose (Zucker). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Vorsicht bei Diabetikern: Zithromax Retard enthält 19,4 g Zucker (= ca. 1,6 Broteinheiten) pro Dosis.

Dieses Arzneimittel enthält 148 mg (entsprechend 6,4 mmol) Natrium (Kochsalz). Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Zithromax Retard immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Einnahme darf nur nach Auflösen des Granulats erfolgen. Das in der Zithromax Retard-Flasche enthaltene Granulat ist in trockenem Zustand nicht zur Einnahme geeignet. Vor der Anwendung bereitet Ihr Apotheker oder Arzt daraus auf folgende Weise die Suspension zu: Die Flasche mit Retardgranulat wird bis zur Markierung mit Wasser (60 ml) gefüllt und gut geschüttelt.

Hinweise für die richtige Anwendung der gebrauchsfertigen Suspension:

  • Flasche bis zur Anwendung sorgfältig verschlossen halten
  • Vor Gebrauch gut schütteln
  • Den gesamten Inhalt der Flasche trinken.

Die gebrauchsfertige Suspension ist innerhalb von 12 Stunden anzuwenden.

Die Suspension sollte nüchtern, mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit, eingenommen werden.

Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, halten Sie sich bitte an folgende Dosierungsrichtlinien:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Die empfohlene Dosis beträgt 1 Flasche Zithromax Retard Suspension (entspricht 2 g Azithromycin) als Einmaldosis.
Sollten Sie innerhalb von 5 Minuten nach der Einnahme erbrechen, was eher unwahrscheinlich ist, sollten Sie eine zweite Dosis einnehmen.

Kinder unter 12 Jahren
Die Anwendung von Zithromax Retard bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen. Für diese Patienten steht Zithromax 200 mg/5 ml – Trockensaft zur Verfügung.

Spezielle Dosierungshinweise Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter NierenfunktionBei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter LeberfunktionBei leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung kann mit Vorsicht die gleiche Dosierung wie bei Patienten mit normaler Leberfunktion gegeben werden. Bei schwerer Leberfunktionsstörung ist die Anwendung von Zithromax Retard nicht zu empfehlen.

Anwendung bei älteren PatientenBei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig.

Wenn Sie eine größere Menge von Zithromax Retard eingenommen haben, als Sie sollten Die Nebenwirkungen bei Einnahme höherer als der empfohlenen Dosierungen entsprachen in jeder Beziehung den bei normalen Dosierungen beobachteten. Verständigen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt, Magenspülungen und andere unterstützende Maßnahmen können notwendig sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Zithromax Retard Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufige Nebenwirkungen:

  • Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen

Häufige Nebenwirkungen:

  • Appetitlosigkeit
  • Benommenheit, Kopfschmerzen, Missempfindung mit Kribbeln oder Taubheit und Einschlafen der Glieder (Parästhesie), Geschmacksstörungen
  • Sehstörungen
  • Teilweiser oder vollständiger Hörverlust
  • Erbrechen, Verdauungsstörung
  • Hautrötung, Juckreiz
  • Gelenkschmerzen
  • Erschöpfung
  • Veränderte Blutwerte

Gelegentliche Nebenwirkungen:

  • Pilzinfektionen, Mundsoor, Scheidenentzündung
  • Blutbildveränderungen (Leukopenie, Neutropenie)
  • Allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut, vor allem im Gesichtsbereich (Angioödem), Überempfindlichkeit
  • Nervosität
  • Verminderte Berührungs- bzw. Schmerzempfindung, vor allem im Bereich der Haut (Hypästhesie), Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit
  • Hörstörung, Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Herzklopfen
  • Gastritis, Verstopfung
  • Leberentzündung
  • Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens (Stevens-Johnson-Syndrom), Lichtempfindlichkeit (vor allem gegen Sonnen-, UV-Strahlen), Nesselsucht
  • Brustschmerzen, Schwellungen durch Wasseransammlung im Gewebe, Unwohlsein, Schwäche
  • Veränderungen von Leber- und Nierenfunktionstests, abnormer Kaliumspiegel im Blut

Seltene Nebenwirkungen:

  • Erregtheit
  • Schwindel
  • Leberfunktionsstörung

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit:

  • Antibiotikabedingte Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis)
  • Abnahme der Blutplättchen, Blutarmut - Überempfindlichkeitsreaktion mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und Atemnot (anaphylaktische Reaktion)
  • Aggressives Verhalten, Beklemmungsgefühle
  • Bewusstseinsverlust, Krämpfe, Überaktivität, Geruchsstörungen, Geruchsverlust, Geschmacksverlust, Muskelschwäche
  • Unregelmäßige Herztätigkeit, die lebensbedrohlich sein kann
  • Niedriger Blutdruck
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Zungenverfärbung
  • Leberversagen (in seltenen Fällen mit tödlichem Ausgang), Leberentzündung, Leberzerstörung, Gelbsucht
  • Schwere Hautreaktionen teilweise mit Schleimhautbeteiligung und Blasenbildung (toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme)
  • Akutes Nierenversagen, Nierenentzündung
  • Veränderungen im EKG

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30° C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Die zubereitete Suspension ist 12 Stunden haltbar.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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