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«Zocord 10 mg Filmtabletten»

Zocord 10 mg Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zocord ist ein Arzneimittel, das dazu verwendet wird, die Blutwerte von Gesamtcholesterin, "schlechtem" Cholesterin (LDL Cholesterin) sowie von Fettsubstanzen, die Triglyzeride genannt werden, zu senken. Zusätzlich erhöht Zocord die Werte des "guten" Cholesterins (HDL Cholesterin). Sie sollten während der Behandlung mit diesem Arzneimittel eine Cholesterin-senkende Diät beibehalten. Zocord gehört zur Arzneimittelgruppe, die Statine genannt werden.

Zocord wird zusätzlich zu einer Diät eingenommen, wenn Sie:
– erhöhte Cholesterinwerte im Blut (primäre Hypercholesterinämie) oder erhöhte Blutfettwerte (gemischte Hyperlipidämie) haben
– eine erblich bedingte Erkrankung haben (homozygote familiäre Hypercholesterinämie), die für erhöhte Cholesterinwerte im Blut verantwortlich ist. In diesem Fall kann es sein, dass Sie noch eine zusätzliche Behandlung erhalten
– an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (KHK) leiden oder ein erhöhtes Risiko für eine KHK haben (weil Sie an Zuckerkrankheit leiden oder früher einen Schlaganfall oder andere Blutgefäßerkrankungen erlitten haben). Unabhängig von Ihren Cholesterinwerten im Blut, kann Zocord Ihr Risiko für Herzerkrankungen vermindern und damit Ihr Leben verlängern.

Bei den meisten Patienten zeigen sich keine unmittelbaren Symptome für ein erhöhtes Cholesterin. Ihr Arzt kann jedoch Ihren Cholesteringehalt mit einem einfachen Bluttest bestimmen. Suchen Sie daher regelmäßig Ihren Arzt auf, beobachten Sie die Entwicklung Ihres Cholesteringehalts und besprechen Sie die Behandlungsziele mit Ihrem Arzt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zocord darf nicht eingenommen werden,
– wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Simvastatin oder einen der sonstigen Bestandteile von Zocord Filmtabletten sind (siehe Abschnitt 6: Weitere Informationen)
– wenn Sie derzeit an Problemen mit der Leber leiden
– wenn Sie schwanger sind oder stillen
– wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel zur gleichen Zeit einnehmen wie

  • Itraconazol, Ketoconazol oder Posaconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Erythromycin, Clarithromycin oder Telithromycin (Antibiotika zur Behandlung von Infektionen)
  • HIV-Proteasehemmer wie Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir (HIV-Proteasehemmer werden bei HIV Infektionen eingesetzt)
  • Nefazodon (Arzneimittel bei Depressionen)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zocord ist erforderlich

– Informieren Sie Ihren Arzt über Ihren medizinischen Zustand (Gesundheitszustand), einschließlich Allergien.
– Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie größere Mengen Alkohol konsumieren.
– Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie jemals an einer Lebererkrankung litten. Zocord kann dann für Sie nicht geeignet sein.
– Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie vor einer Operation stehen. Es kann sein, dass Sie die Behandlung mit Zocord vorübergehend unterbrechen müssen.
– Ihr Arzt sollte vor Beginn der Behandlung mit Zocord eine Blutuntersuchung durchführen. Diese dient dazu zu überprüfen, wie gut Ihre Leber funktioniert.
– Ihr Arzt kann bei Ihnen noch weitere Blutuntersuchungen durchführen, um zu überprüfen, wie gut Ihre Leber nach Beginn der Einnahme von Zocord funktioniert.
– Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Zocord beginnen, wenn Sie an einer schweren Lungenerkrankung leiden.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen ungeklärte Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche auftreten. Denn in seltenen Fällen können Muskelprobleme schwerwiegend verlaufen, einschließlich Muskelzerfall, der zu Nierenschäden führt; sehr selten traten Todesfälle auf.

Das Risiko für Muskelzerfall ist bei höheren Dosen von Zocord und bei bestimmten Patienten erhöht. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Sie konsumieren größere Mengen Alkohol
  • Sie haben Nierenprobleme
  • Sie haben Probleme mit der Schilddrüse
  • Sie sind über 65 Jahre alt
  • Sie sind eine Frau
  • Sie hatten schon einmal Muskelprobleme während der Behandlung mit einem Cholesterin-senkenden Arzneimittel, genannt "Statine" oder Fibrate
  • Sie oder ein naher Familienangehöriger leiden unter einer erblich bedingten Muskelerkrankung

Bei Einnahme von Zocord mit anderen Arzneimitteln
Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen oder anwenden. Die Einnahme von Zocord mit einem dieser Medikamente kann Ihr Risiko für Muskelprobleme erhöhen (einige davon wurden bereits im Abschnitt " Zocord darf nicht eingenommen werden"erwähnt):
– Ciclosporin (Arzneimittel, das häufig nach Organtransplantationen angewendet wird), – Danazol (ein künstliches Hormon zur Behandlung von Endometriose),
– Arzneimitteln wie Itraconazol, Ketoconazol, Fluconazol oder Posaconazol (Arzneimittel zur

Behandlung von Pilzinfektionen),
– Fibrate wie Gemfibrozil und Bezafibrat (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung),
– Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin oder Fusidinsäure (Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen),
– HIV-Proteasehemmer wie Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir (Arzneimittel zur Behandlung von AIDS),
– Nefazodon (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen),
– Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
– Verapamil, Diltiazem oder Amlodipin (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Brustschmerzen bedingt durch eine Herzerkrankung oder andere Herzbeschwerden), – Colchizin (ein Arzneimittel zur Behandlung der Gicht)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. erst vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen:

  • Arzneimittel zur Verhinderung der Bildung von Blutpfropfen wie Warfarin, Phenprocoumon und Acenocoumarol (Antikoagulanzien)
  • Fenofibrate (weiteres Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins)
  • Niacin (weiteres Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins)
  • Rifampicin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose)

Informieren Sie auch Ihren Arzt, falls Sie Niacin (Nikotinsäure) oder Niacin-hältige Arzneimittel einnehmen und chinesischer Abstammung sind.

Bei Einnahme von Zocord zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Grapefruit-Saft enthält eine oder mehrere Komponenten, die die Art und Weise verändern, wie Ihr Körper bestimmte Arzneimittel, unter anderem auch Zocord, verarbeitet. Der Genuss von Grapefruitsaft ist daher zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Nehmen Sie Zocord nicht ein, falls Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder glauben schwanger zu sein. Tritt während der Einnahme eine Schwangerschaft ein, hören Sie sofort mit der Einnahme auf und informieren Sie Ihren Arzt. Nehmen Sie Zocord nicht ein, wenn Sie stillen, denn es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch übertritt.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Kinder
Sicherheit und Wirksamkeit wurde bei 10-17 Jahre alten Jungen und Mädchen, deren erste Menstruation mindestens 1 Jahr zurücklag, geprüft (siehe "Wie ist Zocord einzunehmen?"). Zocord wurde nicht bei Kindern unter 10 Jahren untersucht. Zu weiteren Informationen fragen Sie Ihren Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wird nicht erwartet, dass Zocord Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass manchen Menschen nach Einnahme von Zocord schwindlig wird.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zocord
Zocord Filmtabletten enthalten eine Zuckerart, die Lactose heißt. Falls Sie von einem Arzt darüber informiert wurden, dass Sie an Unverträglichkeit bestimmter Zuckerarten leiden, dann informieren Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Zocord immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Sie müssen während der Behandlung mit Zocord eine Cholesterin-senkende Diät einhalten.

Die Dosis, die einmal täglich eingenommen wird, beträgt 5 mg, 10 mg, 20 mg, 40 mg oder 80 mg.

Bei Kindern (10 – 17 Jahre) wird im Allgemeinen eine Anfangsdosis von 10 mg täglich am Abend empfohlen. Die empfohlene Maximaldosis beträgt 40 mg pro Tag.

Die 80 mg Dosis ist nur für erwachsene Patienten mit sehr hohen Cholesterinwerten und einem hohen Risiko für Herzerkrankungen empfohlen, die ihre Cholesterin-Zielwerte mit einer niedrigeren Dosis nicht erreicht haben.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Tablettenstärke festlegen, die von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrer derzeitigen Behandlung und Ihrem persönlichen Risiko abhängt.

Nehmen Sie Zocord am Abend ein. Es kann zu den oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Die übliche Anfangsdosis liegt bei 10, 20 oder in manchen Fällen bei 40 mg am Tag. Falls erforderlich, kann Ihr Arzt die Dosis nach mindestens vier Wochen auf maximal 80 mg pro Tag erhöhen. Nehmen Sie nie mehr als 80 mg pro Tag.
Ihr Arzt kann auch niedrigere Dosierungen verschreiben, insbesondere wenn Sie gleichzeitig eines der oben angeführten Arzneimittel einnehmen oder an bestimmten Nierenproblemen leiden. Nehmen SieZocordsolange ein, wie es Ihr Arzt verordnet.

Falls Ihr Arzt Zocord zusammen mit einem Anionenaustauscher (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung) verschrieben hat, müssen Sie Zocord mindestens 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme des Anionenaustauschers einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Zocord eingenommen haben, als Sie sollten
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von Zocord vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern nehmen Sie die normale Dosis am nächsten Tag zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Zocord abbrechen
Kann Ihr Cholesterinspiegel wieder ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Zocord Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden Begriffe werden verwendet, um zu beschreiben, wie oft über Nebenwirkungen berichtet wurde:

  • Selten (bei 1 bis 10 Behandelten von 10.000)
  • Sehr selten (bei weniger als 1 Behandelten von 10.000)
  • Nicht bekannt

Über die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen wurde selten berichtet.
Tritt eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, setzen Sie das Arzneimittel ab und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notfallambulanz im nächstgelegenen Krankenhaus auf.

  • Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit, Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe. In seltenen Fällen können diese Muskelprobleme schwerwiegend verlaufen, einschließlich Muskelzerfall, der zu Nierenversagen führt; sehr selten traten Todesfälle auf. − Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergische Reaktionen) einschließlich:
  • Schwellungen des Gesichts, der Zunge und des Rachens, wodurch es zu Schwierigkeiten beim Atmen kommen kann
  • Starke Muskelschmerzen, üblicherweise in der Hüfte und in den Schultern
  • Hautausschlag mit Schwächegefühl in den Gliedern und in der Nackenmuskulatur
  • Schmerzen oder Entzündung der Gelenke
  • Entzündungen der Blutgefäße
  • Ungeklärte Blutergüsse, Hautausschläge und Schwellungen, Nesselausschlag, Lichtüberempfindlichkeit der Haut, Fieber, Hautrötungen
  • Kurzatmigkeit und Unwohlsein
  • Lupus-ähnliches Krankheitsbild (einschließlich Hautausschlag, Gelenksbeschwerden und Veränderungen der Blutkörperchen)
  • Entzündung der Leber mit Gelbverfärbung der Haut und Augen, Juckreiz, dunkelverfärbter Urin oder heller Stuhl, Leberversagen (sehr selten)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, häufig mit starken Bauchschmerzen

Selten wurde auch über folgende Nebenwirkungen berichtet:

  • verminderte rote Blutkörperchen (Anämie)
  • Schwäche- oder Taubheitsgefühl in den Armen und Beinen
  • Kopfschmerzen, Empfindungsstörungen, Schwindel
  • Verdauungsbeschwerden (Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen)
  • Hautausschlag, Juckreiz, Haarausfall
  • Schwäche
  • Probleme beim Einschlafen (sehr selten)
  • Beeinträchtigung des Erinnerungsvermögens (sehr selten)

Über folgende Nebenwirkungen wurde ebenso berichtet, die Häufigkeit kann aber auf Grund der derzeit verfügbaren Daten nicht angegeben werden (Häufigkeit nicht bekannt):

  • Erektionsstörung
  • Depression
  • Entzündung der Lungen, die zu Atembeschwerden einschließlich anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber führt.

Zusätzliche mögliche Nebenwirkungen die bei einigen Statinen berichtet wurden:

  • Schlafstörungen, einschließlich Albträume
  • Gedächtnisverlust
  • sexuelle Störungen

Laborwerte: Erhöhte Werte bestimmter Bluttests zur Leberfunktion sowie eines Muskelenzyms (Kreatin-Kinase) wurden beobachtet.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Zocord nach dem auf dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Zocord Filmtabletten in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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