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«Zofran - Lösung zum Einnehmen»

Zofran - Lösung zum Einnehmen
Zofran - Lösung zum Einnehmen


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zofran ist ein Medikament, das gegen Übelkeit und Erbrechen wirkt.

Erwachsene:

Ondansetron wird verwendet zur Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen, welche während Chemotherapien oder Strahlentherapien auftreten, und zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation.

Kinder und Jugendliche:

Bei Kindern über 6 Monaten und Jugendlichen wird Ondansetron zur Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen, welche während Chemotherapien auftreten, verwendet.

Bei Kindern über 1 Monat und Jugendlichen wird Ondansetron zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach einer Operation verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zofran darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ondansetron oder einen der sonstigen Bestandteile von Zofran sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zofran ist erforderlich,

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

  • wenn Sie Nebenwirkungen oder Symptome einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Ausschlag, Jucken, Schwierigkeiten beim Atmen oder Anschwellen des Gesichtes, der Lippen, der Kehle oder der Zunge bemerken.
  • wenn Sie schon einmal gegen andere Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen überempfindlich waren.
  • wenn Sie Herzbeschwerden haben. Es kann vorübergehend zu einer Veränderung in Ihrem EKG-Bild kommen.
  • wenn Sie mit Medikamenten gegen unregelmäßigen Herzschlag (Antiarrhythmika) oder Medikamenten, welche die Ruheherzfrequenz und den Blutdruck senken (Betablocker) behandelt werden.
  • wenn Sie zu Verstopfung neigen oder an Darmerkrankungen leiden, die zu Verstopfung führen können. In diesen Fällen müssen Sie sorgfältig überwacht werden.
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden oder leberschädigende Arzneimittel (hepatotoxische Chemotherapeutika) einnehmen müssen. In diesen Fällen sollte eine engmaschige Kontrolle Ihrer Leberfunktion erfolgen. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche.
  • wenn eine Blutuntersuchung zur Überprüfung der Leberwerte gemacht wird (Zofran kann das Ergebnis beeinflussen).
  • wenn Sie sich einer Mandeloperation unterziehen werden. In diesem Fall müssen Sie sorgfältig überwacht werden.

Bei Einnahme von Zofran mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Medikamente zur Behandlung der Epilepsie (z.B.: Phenytoin, Carbamazepin) und zur Behandlung der Tuberkulose (Rifampicin) können die Wirkung von Zofran vermindern.

Zofran kann die schmerzhemmende Wirkung von Tramadol (Schmerzmittel) vermindern.

Bei der gemeinsamen Anwendung mit Medikamenten gegen Herzbeschwerden kann es zu Veränderungen in Ihrem EKG-Bild kommen. Bei gleichzeitiger Anwendung von herzschädigenden Arzneimitteln z.B. Anthracycline wird das Risiko für das Auftreten von unregelmäßigem Herzschlag erhöht.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Zofran während der Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor, daher wird Zofran während der Schwangerschaft nicht empfohlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt wenn Sie während der Behandlung mit Zofran schwanger werden.

Vor der Einnahme von Zofran muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Zofran hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zofran

Bitte nehmen Sie Zofran - Lösung erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden. Enthält geringste Mengen Ethanol im Aroma.

Wie wird es angewendet?

Wichtig: Bitte nehmen Sie das Medikament genau so ein, wie Ihr Arzt es verordnet hat! Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Bitte ändern Sie keinesfalls die Behandlung und brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne vorher Ihren Arzt zu Rate zu ziehen.

Die Lösung zum Einnehmen ist eine gesüßte, aromatisierte Flüssigkeit, die sich besonders für Kinder und Patienten mit Schluckbeschwerden eignet. Zofran - Lösung ist zuckerfrei, daher auch für Diabetiker geeignet.

Nehmen Sie mit Hilfe des Messlöffels die vom Arzt verordnete Menge an Zofran - Lösung zum Einnehmen ein. Falls Sie es wünschen, können Sie etwas Flüssigkeit (Wasser, Fruchtsäfte etc.) nachtrinken. Die Einnahme ist unabhängig von den Mahlzeiten.

Die Dosis ist von der Behandlung, die Sie erhalten, abhängig.

Erwachsene

Bei Chemotherapie:Bei stark brechreizauslösender Chemotherapie wird sich Ihr Arzt gegebenenfalls für eine intravenöse Verabreichung oder für eine Infusion entscheiden. Die Dosierungbei einer zu schluckenden Verabreichung beträgt 8 mg Ondansetron (2 Messlöffel zu 5 ml) 1 bis 2 Stunden vor der Chemotherapie. Bis zu 5 Tage lang nach der Chemotherapie können 2 mal täglich 8 mg (2 x 2 Messlöffel zu 5 ml) verabreicht werden.

Bei Strahlentherapie: beträgt die Dosierung 8 mg (2 Messlöffel zu 5 ml) 1 bis 2 Stunden vor der Strahlentherapie und wird alle 12 Stunden in Abhängigkeit der Dauer der Strahlentherapie fortgesetzt (im Allgemeinen 3 bis 5 Tage).

Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen: werden 16 mg Ondansetron (4 Messlöffel zu 5 ml) eine Stunde vor der Narkoseeinleitung verabreicht.

Kinder und Jugendliche

Durch Chemotherapie verursachte Übelkeit und Erbrechen bei Kindern ab 6 Monaten und

Jugendlichen:

Bei Kindern wird Zofran unmittelbar vor der Verabreichung der Chemotherapie langsam intravenös injiziert (empfohlene Dosis: 5 mg/m), etwa 12 Stunden später folgt die Einnahme von 2 - 4 mg Ondansetron (1/2 Messlöffel zu 2,5 ml - 1 Messlöffel zu 5 ml). Diese Behandlung kann bis zu 5 Tage mit 2 x 2 - 4 mg (2 x 1/2 Messlöffel zu 2,5 ml - 1 Messlöffel zu 5 ml) täglich nach der Chemotherapie fortgesetzt werden. Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Übelkeit und Erbrechen nach Operationen bei Kindern ab 1 Monat und Jugendlichen:

Bei Kindern wird die Dosis nach Körpergewicht oder Körperoberfläche berechnet. Die Tagesgesamtdosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Patienten mit mäßig oder stark eingeschränkter Leberfunktion dürfen höchstens 8 mg Ondansetron pro Tag anwenden bzw. einnehmen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Es ist keine Änderung der Dosis oder der Anwendungsart erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge von Zofran eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel Zofran eingenommen haben, benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder wenden Sie sich an das nächstgelegene Krankenhaus. Folgende Symptome können auftreten: Sehstörungen, schwere Verstopfung, niedriger Blutdruck und verlangsamter Herzschlag. In allen bisherigen Fällen sind die Ereignisse wieder vollständig abgeklungen.

Hinweise für den Arzt: siehe am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Zofran vergessen haben

...und Ihnen übel ist oder Sie erbrechen müssen, nehmen Sie eine Dosis sobald wie möglich ein. Nehmen Sie die nächste Dosis wieder zur gewohnten Zeit.

Wenn Sie kein Gefühl von Übelkeit verspüren, lassen Sie die „vergessene” Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit.

Wenn Sie die Einnahme von Zofran abbrechen

Bitte besprechen Sie den Abbruch der Behandlung mit Zofran mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Zofran Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen sind vergleichbar mit denen bei Erwachsenen.

sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten):
Kopfschmerzen, reversible Störungen der Augenbewegungen und abnorme Muskelspannungen, Bewegungsstörungen, anfallsartige Krämpfe

häufig (mehr als 1 von 100 Behandelten):
Verstopfung durch Verzögerung der Darmpassage, Erhöhung der Leberfunktionswerte ohne klinische Symptome, stellenweise oder flächenweise auftretende starke Hautrötung, Hitze- oder Wärmegefühl

gelegentlich (mehr als 1 von 1000 Behandelten):
Schluckauf, Brustschmerz mit oder ohne Änderungen im EKG, Blutdruckabfall, verlangsamter und/oder unregelmäßiger Herzschlag

selten (mehr als 1 von 100 000 Behandelten):
vorübergehende Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen) und Schwindel vorwiegend bei zu schneller i.v. Verabreichung, schwere, rasch einsetzende Überempfindlichkeitsreaktionen mit Nesselausschlag, Schwindel und niedrigem Blutdruck

sehr selten (mehr als 1 von 100 000 Behandelten):vorübergehende Erblindung, vorwiegend bei i.v. Verabreichung, die bis zu 20 Minuten dauern kann, Herz- und Gefäßerkrankungen

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):Mundtrockenheit

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30 °C und nicht im Kühlschrank lagern. Bewahren Sie die Flasche mit der Lösung aufrecht auf. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton und der Etikette nach „verw.bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen


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