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«Zolpidem "ratiopharm" 10 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zolpidem „ratiopharm“10 mg ist ein Schlafmittel und gehört zur Gruppe der Benzodiazepin-ähnlichen Arzneimittel.

Es wird zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen angewendet.

Zolpidem „ratiopharm“10 mg darf nur zur Behandlung von Schlafstörungen, die schwerwiegend sind, körperlich einschränken oder extremen Stress verursachen und den Alltag stören, verschrieben werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Zolpidem oder einen der sonstigen Bestandteile von Zolpidem „ratiopharm“10 mg sind
  • wenn Sie an schwerer Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden
  • wenn Ihre Atmung während des Schlafes kurzzeitig aussetzt (Schlafapnoe-Syndrom)
  • wenn Sie an einer schweren Atemwegserkrankung leiden
  • wenn Sie an einer schweren Leberschädigung leiden

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Zolpidem „ratiopharm“10 mg nicht einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“10 mg ist erforderlich

Allgemein

Vor der Behandlung mit diesem Arzneimittel

  • muss die Ursache der Schlafstörungen abgeklärt werden
  • müssen die zugrunde liegenden Krankheiten behandelt werden.

Wenn die Behandlung der Schlafstörungen nach 7-14 Tagen nicht erfolgreich ist, könnte dies ein Hinweis auf eine psychiatrische oder körperliche Grundkrankheit sein, die untersucht werden sollte.

Allgemeine Informationen zu den beobachteten Auswirkungen einer Behandlung mit diesem Arzneimittel oder ähnlichen Schlafmitteln:

  • Gewöhnung Falls Sie nach einigen Wochen bemerken, dass die Tabletten nicht mehr so gut wirken wie zu Beginn der Behandlung, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen, da unter Umständen eine Anpassung Ihrer Dosis erforderlich ist.
  • Abhängigkeit Bei Einnahme dieses Arzneimittels besteht das Risiko, eine körperliche und seelische Abhängigkeit zu entwickeln, was sich gewöhnlich als Zwang, dieses Arzneimittel fortwährend einzunehmen, zeigt.Diese Gefahr steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. Bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte ist das Risiko erhöht. Wenn sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugserscheinungen begleitet (siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg abbrechen“).
  • Entzugserscheinungen (Rebound-Schlaflosigkeit) Nach plötzlichem Abbruch der Behandlung kann Schlaflosigkeit in verstärkter Form erneut auftreten. Dies kann von Stimmungsschwankungen, Angst und Ruhelosigkeit begleitet sein (siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg abbrechen“).
  • Gedächtnisstörungen (Amnesie) Dieses Arzneimittel kann mehrere Stunden nach Einnahme Gedächtnislücken hervorrufen.Um diese Gefahr zu verringern, sollten Sie sicherstellen, dass bei Ihnen die Möglichkeit für 7-8 Stunden ununterbrochenem Schlaf gegeben ist.
  • Psychiatrische und „widersprüchliche“ Reaktionen Dieses Arzneimittel kann unerwünschte Verhaltensänderungen wie Ruhelosigkeit, innere Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen (Psychosen), Wutanfälle, Albträume, Wahrnehmung von Dingen, die nicht real sind (Halluzinationen), Schlafwandeln, unangemessenes Verhalten, zunehmende Schlafstörungen und andere unerwünschte Verhaltensänderungen hervorrufen. Diese Reaktionen treten häufiger bei älteren Menschen auf. Wenn Sie solche Beschwerden bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da die Behandlung beendet werden muss.
  • Schlafwandeln und damit verbundene Verhaltensweisen Bei Patienten, die ein Schlafmittel einnahmen, wurden Verhaltensweisen im Schlaf mit mangelnder Erinnerung an diese Ereignisse nach dem Aufwachen berichtet. Dazu gehören Schlafwandeln, Autofahren, Zubereiten von Mahlzeiten bzw. Essen, Telefonieren oder Geschlechtsverkehr im Schlaf. Falls jemandem in Ihrer Umgebung ein derartiges Verhalten auffällt, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und anderen ZNS-dämpfenden Substanzen scheint das Risiko für ein derartiges Verhalten zu verstärken. Gleiches gilt für ein Überschreiten der empfohlenen Maximaldosis von Zolpidem. Bei Patienten, von denen über ein derartiges Verhalten berichtet wird, sollte dringend ein Absetzen der Zolpidem-Behandlung erwogen werden (siehe Abschnitt 4.7 und 4.8).

Bestimmte Patientengruppen
Wie andere, ähnliche Schlafmittel muss Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg mit Vorsicht angewendet werden bei

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Filmtabletten sollen unmittelbar vor dem Schlafengehen mit Flüssigkeit eingenommen werden. Stellen Sie sicher, dass bei Ihnen die Möglichkeit für 7-8 Stunden ununterbrochenem Schlaf gegeben ist.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Erwachsene

Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene beträgt 1 Filmtablette (entsprechend 10 mg Zolpidemtartrat pro Tag).

  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion beträgt die empfohlene Tagesdosis ½ Filmtablette (entsprechend 5 mg Zolpidemtartrat pro Tag). Der Arzt wird entscheiden, ob eine Erhöhung der Tagesdosis erforderlich ist.

Höchstdosis
Eine Dosis von 1 Filmtablette (entsprechend 10 mg Zolpidemtartrat pro Tag) darf nicht überschritten werden.

Kinder und Jugendliche
Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wie lange sollte Zolpidem „ratiopharm“10 mg angewendet werden?

Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Sie kann wenige Tage bis zu 2 Wochen dauern und soll 4 Wochen nicht überschreiten.

Wenn Sie eine größere Menge von Zolpidem „ratiopharm“10 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Nehmen Sie diese Packungbeilage und übriggebliebene Tabletten mit, um sie Ihrem Arzt zu zeigen.
Bei einer Überdosierung von Zolpidem „ratiopharm“10 mg allein wurde eine Beeinträchtigung des Bewusstseins von Schläfrigkeit bis hin zu leichtem Koma beschrieben.

Wenn Sie die Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“10 mg vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis unmittelbar vor dem Schlafengehen einzunehmen, dies jedoch in der Nacht bemerken, nehmen Sie die fehlende Dosis nur ein, wenn es Ihnen immer noch möglich ist 7-8 Stunden ununterbrochenen Schlaf zu haben, bevor Sie aufstehen müssen. Wenn das nicht der Fall ist, beginnen Sie wieder unmittelbar, bevor Sie sich nächsten Abend niederlegen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“10 mg abbrechen

Hören Sie nicht plötzlich mit der Einnahme dieses Arzneimittels auf. Sonst kann die Schlaflosigkeit erneut verstärkt auftreten, und von Stimmungsschwankungen, Angst und Ruhelosigkeit begleitet sein. Im Falle einer Abhängigkeit können Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, außergewöhnliche Angst- und Spannungszustände, Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit und Reizbarkeit auftreten. In schweren Fällen können folgende Krankheitszeichen auftreten: Derealisation oder Depersonalisation (sich abgeschnitten fühlen vom eigenen ICH oder Wirklichkeitsverlust), Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Armen und Beinen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körperlichem Kontakt, Halluzinationen oder epileptische Anfälle.

Da die Gefahr von Entzugserscheinungen und Rebound-Schlaflosigkeit nach plötzlichem Abbruch der Behandlung größer ist, wird Ihr Arzt Ihnen raten, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden. Siehe 2. „Abhängigkeit“ und „Rebound-Schlaflosigkeit“.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Zolpidem „ratiopharm“10 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Diese Nebenwirkungen scheinen von der individuellen Empfindlichkeit abzuhängen und scheinen häufiger innerhalb der ersten Stunde nach Tabletteneinnahme aufzutreten, wenn Sie nicht zu Bett gehen oder nicht sofort einschlafen.

Häufig (mehr als 1 von 100 Behandelten): Schläfrigkeit am folgenden Tag, gedämpfte Emotionen, verminderte Aufmerksamkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Doppeltsehen, Schwindel, Bewegungsstörungen (Ataxie), Muskelschwäche

Gelegentlich (mehr als 1 von 1 000, aber weniger als 1 von 100 Behandelten): Widersprüchliche Reaktionen: Ruhelosigkeit, innere Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutanfälle, Albträume, Halluzinationen (Wahrnehmung von Dingen, die nicht real sind), Psychosen, Schlafwandeln und damit verbundene Verhaltensweisen (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg ist erforderlich“), unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensstörungen (diese Reaktionen treten vermehrt bei älteren Patienten auf), Gedächtnislücken (Amnesie), die mit unangemessenem Verhalten verbunden sein können; Magen-Darmbeschwerden (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen), Hautreaktionen, vermindertes sexuelles Verlangen (Libidominderung)

Eine bereits vorhandene Depression kann während der Anwendung von Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg und ähnlichen Schlafmitteln zutage treten.
Die Anwendung kann (auch in therapeutischen Dosen) zu körperlicher Abhängigkeit führen: Das Beenden der Behandlung kann zu Entzugserscheinungen oder Rebound-Phänomenen führen. Seelische Abhängigkeit kann auftreten. Über Missbrauch ist bei Patienten mit
Mehrfachmedikamentenabhängigkeit berichtet worden.

Weitere Information zu Gewöhnung, Abhängigkeit, Rebound-Schlaflosigkeit, Gedächtnisstörungen sowie psychiatrischen und „wiedersprüchlichen“ Reaktionen siehe bitte 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zolpidem „ratiopharm“ 10 mg ist erforderlich“.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Sie dürfen Zolpidem „ratiopharm“10 mg nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Zolpidem "ratiopharm" 10 mg Filmtabletten»