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«Zyloric 100 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Zyloric wird eingenommen, um den Harnsäurespiegel im Blut zu senken:

Bei Erwachsenen mit einem zu hohen Harnsäurespiegel, welcher durch eine Diät nicht kontrollierbar ist, oder mit Beschwerden, besonders:

  • Gicht
  • Nierenschäden verursacht durch Harnsäure
  • zur Auflösung und Vermeidung von Harnsäuresteinen
  • zur Vermeidung von Kalziumoxalatsteinen bei erhöhtem Harnsäurespiegel

Bei Erwachsenen und Kindern mit einem Körpergewicht von 15 kg oder darüber, mit zu hohem Harnsäurespiegel und einem erhöhten Harnsäuregehalt im Urin, verursacht z.B. durch

  • Radiotherapie
  • Tumorbehandlung mit Medikamenten
  • Andere schwere Zellzerfallserscheinungen

Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 15 kg oder darüber

  • Nierenschäden aufgrund von Harnsäure während der Behandlung von Blutkrebs mit zu vielenoder abnormalen weißen Blutzellen
  • bestimmte vererbbare Enzymmangelerkrankungen, bekannt als Lesch-Nyhan Syndrom undAdenin Phophoribosyl Transferasemangel

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zyloric darf nicht eingenommen werden,

bei Allergie (Überempfindlichkeit) gegen Allopurinol oder einen der sonstigen Bestandteile von Zyloric.

Dieses Arzneimittel ist nicht geeignet für Kinder mit einem Körpergewicht von weniger als 15 kg.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zyloric ist erforderlich
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat bevor Sie Zyloric einnehmen, wenn Sie

  • eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist bei Patienten wahrscheinlicher, die
  • die ACE-Hemmereinnehmen, oder die
  • Wassertabletten einnehmen, um einen hohen Blutdruck oder Herzstörungen zu behandeln
  • eine eingeschränkte Leberfunktion aufweisen
  • Störungen der Blutbildung aufweisen In diesen 3 Fällen wird Ihr Arzt das Blutbild beobachten. Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen seitens der Haut muss die Behandlung sofort abgesetzt werden.

Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass
die Behandlung mit Medikamenten nicht notwendig ist, wenn:

  • Ihre Harnsäureblutwerte unter 9 mg/100 ml liegen und
  • Ihre Nierenfunktion normal ist und
  • Sie folgende Diätempfehlungen, wie unter „Bei Einnahme von Zyloric zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“ beschrieben ist, befolgen

Trinken Sie genügend Flüssigkeit, damit Ihre Harnmenge täglich mindestens 2 Liter beträgt. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Zyloric zur Behandlung von

  • Gichtniere
  • Harnsäuresteinen einnehmen. Eine Erhöhung des pH-Wertes Ihres Harns kann überlegt werden, um die Ausscheidung von Harnsäure durch Urinieren zu steigern, wenn Sie Zyloric aus folgenden Gründen einnehmen:
  • während einer Radiotherapie oder einer medikamentösen Behandlung von Krebs
  • um die angeborene Enzymmangelerscheinung Lesch-Nyhan Syndrom zu behandeln

Zu Beginn der Behandlung können Gichtanfälle auftreten. Aus diesem Grund wird Ihnen Ihr Arzt Schmerzmittel oder Colchicin während der ersten 4 Behandlungswochen mit Zyloric verschreiben.

Bei Einnahme von Zyloric mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Zyloric und folgende Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen:

  • 6-Mercaptopurin, ein Medikament zur Behandlung von Blutkrebs mit zu vielen oder abnormalen weißen Blutzellen
  • Medikamente zur Behandlung aggressiver Tumore, wie
  • Cyclophosphamid
  • Doxorubicin
  • Bleomycin
  • Procarbazin
  • Alkylhalogenide Ihr Arzt wird Ihr Blutbild in kurzen Zeitabständen beobachten.
  • Azathioprin, Cyclosporin: Medikamente, die verwendet werden, um das Immunsystem zu unterdrücken oder andere Erkankungen zu behandeln
  • Bitte beachten Sie, dass unter Cyclosporin Nebenwirkungen häufiger auftreten können.
  • Vidarabin, ein Medikament zur Behandlung von Virusinfektionen. Bitte beachten Sie, dass unter Vidarabin Nebenwirkungen häufiger auftreten können.
  • Didanosin,ein Medikament zur Behandlung von HIV Infektion.
  • Ampicillin, Amoxicillin: Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen. Wenn möglich, sollten die Patienten andere Antibiotika erhalten, da das Auftreten allergischer Reaktionen wahrscheinlicher ist.
  • Salicylate, Arzneimittel zur Verminderung von Schmerz, Fieber oder Entzündungen,wie Acetylsalicylsäure.
  • Probenecid, Benzbromaron, Arzneimittel zur Erhöhung der Harnsäureausscheidung beim Urinieren
  • Chlorpropamid, ein Medikament zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes) Eine Reduktion der Chlorpropamiddosis kann insbesondere bei Patienten mit herabgesetzter Nierenfunktion notwendig sein
  • Warfarin, Phenprocoumon, Acenocoumarol: Arzneimittel zur Vorbeugung der normalen Blutgerinnung Ihr Arzt wird Ihre Blutgerinnungswerte öfter kontrollieren und, wenn notwendig, die Dosis dieser Medikamente herabsetzen.
  • Phenytoin, ein Wirkstoff zur Behandlung von Epilepsie oder bestimmter Schmerzbeschwerden
  • Theophyllin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma und anderen Atembeschwerden. Ihr Arzt wird Ihren Theophyllinspiegel im Blut bestimmen, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Zyloric oder bei nachfolgenden Dosisanpassungen.
  • Captopril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen Das Risiko einer Hautreaktion kann sich, besonders wenn Ihre Nierenfunktion chronisch verringert ist, erhöhen.

Teilen Sie Ihrem Arzt daher mit, welche Arzneimittel Sie zurzeit einnehmen, besonders dann, wenn diese Ihnen von einem anderen (Fach-) Arzt verschrieben wurden.

Bei Einnahme von Zyloric zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Vermeiden Sie:

  • Alkohol, insbesondere Bier
  • Nahrungsmittel mit einem hohem Puringehalt, wie Innereien - Bries, Niere, Hirn, Herz und Zunge und Fleischextrakt

Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Nehmen Sie Zyloric während der Schwangerschaft nur dann ein, wenn Ihr Arzt es für absolut notwendig hält, da keine ausreichenden Kenntnisse existieren.

Stillzeit
Sie sollten Zyloric während der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Lenken Sie nur dann ein Fahrzeug, oder bedienen Sie nur dann eine Maschine oder nehmen Sie nur dann an gefährlichen Aktivitäten teil, wenn Sie sich sicher sind, dass Zyloric Ihre Handlungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Schwindel, Schläfrigkeit und unkoordinierte Bewegungen können als Nebenwirkungen auftreten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zyloric Tabletten

Bitte nehmen Sie Zyloric erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Zyloric immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene
• übliche Anfangsdosis: täglich 1 Tablette.
Ihr Arzt kann Ihre Dosis abhängig vom Harnsäurewert Ihres Blutes anpassen.

  • Maximaldosis: 9 Tabletten täglich

Zyloric 300 mg – Tabletten sind ebenso zur individuellen Dosisanpassung erhältlich.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit einem Körpergewicht von 15 kg oder darüber • Übliche Dosis: täglich 10 mg Zyloric pro kg Körpergewicht, verteilt auf 3 Dosen

  • Maximaldosis: täglich 4 Tabletten

Personen über 65 Jahre
Ihr Arzt wird Ihnen die niedrigste mögliche Dosis verschreiben, um Ihre Beschwerden zu behandeln.

Patienten mit verminderter Nierenfunktion
Nehmen Sie Zyloric nur unter sorgfältiger ärztlicher Aufsicht ein, Ihr Arzt wird die Dosis festsetzen.
Maximaldosis bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion: täglich 1 Tablette Allerdings kann Ihnen Ihr Arzt nach einer Dialyse 3 - 4 Tabletten verschreiben, die sofort nach der Behandlung einzunehmen sind.

Verminderte Leberfunktion
Ihr Arzt wird Ihre Dosierung festsetzen.

Art der Einnahme
Nehmen Sie Zyloric

  • unzerkaut
  • mit einem Glas Wasser
  • nach der Mahlzeit und
  • immer zur gleichen Tageszeit ein

Verteilen Sie die Dosis über den Tag, wenn

  • Sie mehr als 3 Tabletten täglich einnehmen oder
  • Magen- oder Darmbeschwerden als Nebenwirkungen auftreten

Dauer der Einnahme
Die Behandlung mit Zyloric ist im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum notwendig. Bitte nehmen Sie Zyloric regelmäßig und so lange ein, wie es Ihr Arzt verschrieben hat.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen.

Wenn Sie eine größere Menge von Zyloric eingenommen haben, als Sie sollten Bitte wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie zuviel Zyloric eingenommen haben. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel können Anzeichen einer Überdosierung sein.

Wenn Sie die Einnahme von Zyloric vergessen haben
Nehmen Sie die vergessene Dosis sobald wie möglich ein. Wenn es Zeit ist für die nächste Dosis, lassen Sie die vergessene Dosis aus.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Zyloric abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Zyloric nicht, ohne die Zustimmung Ihres Arztes, da der Therapieerfolg herabgesetzt werden kann.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Zyloric Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Nebenwirkungen können mit folgender Häufigkeit auftreten:

Häufig, betrifft 1 bis 10 Anwender von 100
Hautreaktionen wie

  • Jucken
  • Gefleckte Haut mit kleinen Knoten
  • Abblättern der Haut
  • Flecken
  • Bluten der Haut
  • Abschälen der Haut (in seltenen Fällen) Diese Nebenwirkungen können zu jedem Behandlungszeitpunkt auftreten. Brechen sie die Einnahme von Zyloric sofort ab und kontaktieren Sie einen Arzt, wenn diese Hautreaktionen auftreten, weil eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion folgen könnte.

Selten, betrifft 1 bis 10 Anwender in 10.000:

  • Schwere allergische Reaktionen
  • Hautreaktionen begleitet von Abschälen der Haut, Fieber, Veränderung der Lymphknoten, erhöhte Zahl von bestimmten weißen Blutzellen (Eosinophilie), Gelenksschmerzen
  • lebensbedrohliche Zustände, bei der die äußerste Hautschicht abstirbt und sich abschält (Steven Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
  • Entzündungen der Gefäße mit Beschwerden, wie Schädigung der Leberzellen, Nierenentzündung oder sehr selten Krampfanfällen Stoppen Sie die Einnahme von Zyloric und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn schwere allergische Reaktionen auftreten.
  • Erkrankungen der Leber, die von
  • einer Erhöhung der Leberfunktionswerte ohne Beschwerden
  • bis zu Entzündungen der Leber einschließlich der Zerstörung der Leberzellen und in extremen Fällen bis zu entzündetem, knotigen Lebergewebe reichen

Sehr selten, betrifft weniger als 1 Anwender in 10.000

  • Allergische Reaktion unterschiedlicher Formen
  • Fieber
  • Hautreaktionen
  • Schüttelfrost
  • Gelenksschmerzen
  • Reversibler Anstieg der Leberenzymtransaminasen und der alkalischen Phosphatase
  • Entzündungen der Gallenwege
  • Xanthinsteine in den Harnwegen
  • lebensbedrohende allergische Schockreaktion
  • Veränderung der Lymphknoten (angioimmunoblastische Lymphadenopathie), die nach Absetzen von Zyloric wieder verschwindet
  • Erbrechen von Blut
  • Vermehrte Fettausscheidung mit dem Stuhl
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Veränderte Zahl der weißen Blutzellen
  • weniger als 4.000 weiße Blutzellen pro Mikroliter Blut
  • mehr als 10.000 weiße Blutzellen pro Mikroliter Blut
  • erhöhte Zahl weißer Blutzellen, die als Granulozyten bezeichnet werden
  • erhöhte Zahl weißer Blutzellen, die als eosinophile Granulozyten bezeichnet werden
  • Mangel roter Blutzellen aufgrund abnormaler oder verringerter Produktion im Knochenmark
  • Schwächegefühl
  • allgemeines Unwohlsein
  • Schmerzhafte, tiefe, knotige Entzündung der Haarfollikel, die von Bakterien verursacht wird
  • Bewusstlosigkeit
  • erhöhter Blutdruck
  • Blut im Harn
  • Zunahme der Größe der Brust bei Männern (Gynäkomastie) auf einer oder auf beiden Seiten
  • Starke schmerzhafte Schwellung der tieferen Hautschichten, meistens im Gesicht
  • Sinnesstörungen wie Kribbeln oder Benommenheit
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • ansteigende Werte von Blutfetten
  • Veränderungen der Geschmackswahrnehmung
  • Schwierigkeit, Bewegungen zu kontrollieren
  • Haarverlust
  • Halsschmerzen
  • Impotenz
  • Kopfschmerzen
  • Ungewöhnlicher Anstieg von Substanzen im Blut, die für gewöhnlich im Harn auftreten, aufgrund einer verringerten Nierenfunktion
  • Lähmung
  • Muskelschmerzen
  • Erkrankungen der Nerven, einschließlich Entzündungen der Nerven in den Armen und Beinen
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Depression
  • Samenerguss während des Schlafens
  • Sehstörungen
  • Trübung der Augenlinse
  • bestimmte Augenerkrankungen mit Makuladegeneration, die zum Verlust der zentralen Sehschärfe führen kann
  • Unfruchtbarkeit
  • Entfärben der Haare
  • Verringerte Herzfrequenz
  • Anstieg der Wasseransammlung im Gewebe
  • Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus)
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton nach „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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