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Definition of «Bariatrische Chirurgie»

Bariatrische Chirurgie: Unter bariatrischer Chirurgie versteht man diejenigen chirurgischen Maßnahmen, mit denen Adipositas, also krankhaftes Übergewicht, bekämpft werden soll. Daher wird sie oft auch Adipositaschirurgie genannt.

Um für eine solche Operation in Frage zu kommen, muss ein Patient viele Bedingungen erfüllen: BMI über 40, bzw. über 35 mit begleitenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Schlafapnoe; Alter zwischen 18 und 65 Jahren; Methoden wie Diät, Ernährungsberatung oder Verhaltenstherapie wurden erfolglos ausgeschöpft; keine Suchterkrankungen; keine Depressionen.

Grundsätzlich gibt es bei der bariatrischen Chirurgie zwei Ansätze: Die restriktiven (einschränkenden) und die malabsorptiven Verfahren (schlechtere Nahrungsverwertung), die auch kombiniert angewendet kommen können.

Bei den restriktiven Verfahren ist das Ziel, die Lebensmittelmenge, die der Patient zu sich nimmt, einzuschränken. Dies geschieht durch eine Verkleinerung des Magenvolumens, der Patient wird einfach schneller satt. Der Magen kann entweder durch Nähte verkleinert werden (Magebypass), oder das Fassungsvermögen wird durch einen eingesetzten Ballon oder ein um den Magen gelegtes Band verringert. Danach sollen die Operierten schneller satt werden und so bis zu 50% ihres Körpergewichtes verlieren.

Bei den malabsorptiven Verfahren wird ein mehr oder weniger großer Teil des Dünndarmes umgangen. Dadurch werden die Nahrungsbestandteile weniger gut absorbiert und verwertet, was ebenfalls zu einem Gewichtsverlust beiträgt. In Kombination mit restriktiven Verfahren können Patienten bis zu 80% ihres Körpergewichtes abbauen.

Nach praktisch allen bariatrischen Eingriffen müssen die Operierten lebenslang Vitamine, Mineralstoffe und auch Eiweiß als Supplemente zu sich nehmen, da ihr Körper sie mit der Nahrung nicht mehr in ausreichender Menge erhält bzw. sie nicht mehr über den Darm aufnehmen kann.


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