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Definition of «Madentherapie»

Madentherapie: Schlecht heilende, chronische Wunden sind mit einer Schicht aus abgestorbenen Zellen und Wundsekret bedeckt, welche die Heilung negativ beeinflusst. Dieser Belag bildet eine Barriere zum Blutkreislauf und behindert somit das Immunsystem in seiner Reaktionsfähigkeit. Außerdem nisten sich Bakterien in der Wunde ein und verzögern zusätzlich deren Heilung. Hier liegt das Einsatzgebiet von Maden der Goldfliegenart Lucilia sericata.

Diese, in speziellen Laboren, keimfrei gezüchteten Maden, ernähren sich ausschließlich von abgestorbenem Zellmaterial und verflüssigen anschließend, durch die von ihnen ausgeschiedenen Verdauungssäfte, das tote Gewebe, um es aufzusaugen. Gleichzeitig produzieren sie eine Anzahl verschiedener Stoffe mit antibakterieller Wirkung und beeinflussen den pH-Wert in der Wunde so, dass Bakterien keinerlei Überlebenschance haben und absterben, um anschließend von den Maden mit aufgesaugt zu werden. Stoffe im Speichel der Tiere fördern zusätzlich die Wundheilung.

Bei dieser, auch als Biochirurgie bezeichneten Methode, erhöhen die Maden innerhalb weniger Tage ihr Gewicht um das Hundertfache und müssen, da ihr Appetit geschrumpft ist, durch eine neue Generation ersetzt werden. Ist der Wundbelag nach mehreren Anwendungen abgetragen, beginnt die Wunde zu heilen und kann weiterbehandelt werden.


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