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«Azithromycin "Hexal" 500 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Azithromycin Hexal ist ein Antibiotikum. Es gehört zu einer Gruppe von Antibiotika, die Makrolide genannt werden. Es wird zur Behandlung von Infektionen angewendet, die durch Bakterien verursacht werden.

Dieses Arzneimittel wird im Allgemeinen zur Behandlung folgender Infektionen verschrieben:

  • Infektionen der Atemwege wie Bronchitis, Lungenentzündung
  • Infektionen der Mandeln, des Rachens (Pharyngitis) und der Nasennebenhöhlen
  • Infektionen der Ohren
  • Haut- und Weichteilinfektionen
  • durch Chlamydien verursachte Infektionen der Harnröhre und des Gebärmutterhalses

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Azithromycin Hexal darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) sind gegen Azithromycin, andere Makrolid- oder Ketolild-Antibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile von Azithromycin Hexal 500 mg – Filmtabletten sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Azithromycin Hexal ist erforderlich
Informieren Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben:

  • Leberprobleme: Wenn Sie schwere Leberprobleme haben odere diese während der Behandlung auftreten, wird Ihr Arzt die Behandlung möglicherweise beenden.
  • Nierenprobleme: Wenn Sie schwere Nierenprobleme haben, muss eventuell die Dosierung angepasst werden.
  • Nervliche (neurologische) oder seelische (psychiatrische) Probleme.
  • Herzprobleme wie zum Beispiel:
  • ein schwaches Herz (Herzinsuffizienz)
  • einen sehr langsamen Herzschlag
  • einen unregelmäßigen Herzschlag oder
  • ein so genanntes “langes QT-Syndrom” (wird mit einem Elektrokardiogramm festgestellt), da Azithromycin das Risiko eines unregelmäßigen Herzrhythmus erhöhen kann.
  • geringe Kalium- oder Magnesiumspiegel in Ihrem Blut.
  • Myasthenia gravis, eine bestimmte Form von Muskelschwäche.

Bei Einnahme von Azithromycin Hexal mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Es ist besonders wichtig, vor Einnahme von Azithromycin Hexal folgende Arzneimittel zu erwähnen:

  • Theophyllin (zur Behandlung von Asthma): Die Wirkung von Theophyllin kann verstärkt werden.
  • Blutverdünnende Arzneimittel, wie Warfarin, Phenprocoumon: Die gleichzeitige Einnahme kann das Blutungsrisiko erhöhen. Blutgerinnungstests sollten öfter durchgeführt werden, wenn Azithromycin angewendet wird.
  • Ergotamin, Dihydroergotamin (zur Behandlung der Migräne): Es kann Ergotismus auftreten (d.h. Jucken in den Gliedmaßen, Muskelkrämpfe sowie Gangräne (Gewebsuntergang und Geschwürsbildung) an Händen und Füßen infolge schlechter Durchblutung). Die gleichzeitige Anwendung wird daher nicht empfohlen.
  • Ciclosporin (zur Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung eines Organ- oder Knochenmarktransplantats zu verhindern und zu behandeln): Falls eine gleichzeitige Anwendung erforderlich ist, wird Ihr Arzt Ihre Blutspiegel regelmäßig überwachen und möglichwerweise die Dosis anpassen.
  • Digoxin (zur Behandlung der Herzinsuffizienz): Die Digoxinspiegel können ansteigen. Ihr Arzt wird Ihre Blutspiegel überwachen.
  • Antazida(zur Behandlung von Verdauungsstörungen): siehe Abschnitt 3.
  • Cisaprid (zur Behandlung von Magenproblemen), Terfenadin(zur Behandlung des Heuschnupfens): Die gleichzeitige Anwendung mit Azithromycin kann Herzbeschwerden hervorrufen. Die gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen.
  • Bestimmte Arzneimittel gegen unregelmäßigen Herzschlag (Antiarrhythmika). Die gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen.
  • Ziduvodin (zur Behandlung von HIV-Infektionen): Die gleichzeitige Einnahme kann das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.
  • Nelfinavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen): Die gleichzeitige Einnahme mit Azithromycin kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.
  • Alfentanil (Narkosemittel) oder Astemizol (zur Behandlung von Heuschnupfen): Die gleichzeitige Anwendung mit Azithromycin kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.
  • Rifabutin(zur Behandlung von Tuberkulose): Ihr Arzt wird Ihr Blut und die Blutspiegel dieser Arzneimittel überprüfen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten dieses Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen, es sei denn, Ihr Arzt hat es ausdrücklich empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Azithromycin Ihre Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt. Falls Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit und Krämpfe auftreten, sollten Sie vorsichtig beim Fahren eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen sein.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Azithromycin Hexal Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Wenn Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat, dass Sie an einer Unverträglichkeit von bestimmten Zuckern leiden, kontaktieren Sie Ihren Arzt bevor Sie Azithromycin Hexal einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosierung ist:
Erwachsene und Kinder mit einem Körpergewicht von über 45 kg

Azithromycin Hexal wird als 3-Tage-Therapie eingenommen.

  • 3-Tage-Therapie: Nehmen Sie einmal täglich 1 Tablette ein

Kinder mit einem Körpergewicht von unter 45 kg
Sollten diese Tabletten nicht einnehmen. Für diese Patienten stehen geringer dosierte Arzneimittel, wie Suspensionen, zu Verfügung.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Wenn Sie schwere Nierenfunktionsstörungen haben, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis reduzieren.

Art der Anwendung
Schlucken Sie die Tabletten einmal täglich unzerkaut mit einem Glas Wasser.
Sie können die Tabletten zu einer Mahlzeit einnehmen.

Die Einnahme von Azithromycin Hexal mit Arzneimitteln gegen Verdauungsstörungen Wenn Sie Arzneimittel gegen Verdauungsstörungen wie z.B. ein Antazidum einnehmen müssen, nehmen Sie Ihre Tabletten bitte mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Antazidum ein.
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin Hexal vergessen haben:
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, holen Sie sie sobald wie möglich nach. Dann fahren Sie wie vorher fort. Nehmen Sie nicht mehr als eine Dosis an einem Tag.

Wenn Sie eine größere Menge von Azithromycin Hexal eingenommen haben, als Sie sollten: Wenn Sie zu viele Tabletten einnehmen, kann Ihnen übel (eventuell mit Erbrechen) werden. Außerdem kann es zu anderen Nebenwirkungen wie vorübergehende Taubheit und Durchfall kommen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf. Nehmen Sie möglichst Ihr Arzneimittel mit, um dem Arzt zu zeigen, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin Hexal abbrechen:
Nehmen Sie die Tabletten immer bis zum Ende der Therapie ein, auch wenn Sie sich schon besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme der Tabletten zu früh abbrechen, kann die Infektion erneut auftreten. Außerdem können die Bakterien gegen das Arzneimittel widerstandsfähig (resistent) werden und dadurch schwieriger behandelbar.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Azithromycin Hexal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwere Nebenwirkungen:

Wenn Sie irgendwelche der folgenden Symptome einer schweren allergischen Reaktion haben, beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf:

  • Plötzliche Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen und Schlucken
  • Schwellung von Lippen, Zunge, Gesicht und Hals
  • Starker Schwindel oder Kollaps
  • Schwerer oder juckender Hautausschlag, insbesondere wenn er mit Blasenbildung einhergeht und an Augen, Mund und Geschlechtsorganen Wundsein auftritt

Wenn Sie irgendwelche der folgenden Nebenwirkungen bemerken, suchen Sie sobald wie möglich Ihren Arzt auf:

  • Schwerer, lang anhaltender oder blutiger Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber. Dabei kann es sich um Zeichen einer schweren Darmentzündung handeln, die selten nach Einnahme von Antibiotika auftreten kann
  • Gelbliche Verfärbung der Haut oder des Weißen im Auge, die durch Leberprobleme verursacht wird
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die zu schweren Schmerzen in Bauch und Rücken führt
  • Vermehrtes oder verringertes Wasserlassen oder Spuren von Blut in Ihrem Harn
  • Hautausschlag durch Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht
  • Ungewöhnliche blaue Flecken oder Blutungen
  • Unregelmäßiger oder rascher Herzschlag

Dies sind alles schwere Nebenwirkungen, die eine dringende medizinische Versorgung erfordern können. Schwere Nebenwirkungen kommen selten (sie treten bei weniger als 1 von 1.000 behandelten Patienten auf) vor.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufige Nebenwirkungen(betreffen mehr als 1 Behandelten von 10):

  • Durchfall, Magenkrämpfe, Übelkeit, Blähungen

Häufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100):
Erbrechen, Magenverstimmung, Verdauungsstörungen, Appetitverlust, Geschmacksstörungen Schwindel, Kopfschmerzen, Kribbeln in Händen oder Füßen (Parästhesien), Sehstörungen, Taubheit, Hautrötung, Juckreiz, Gelenksschmerzen, Müdigkeit, Veränderungen bestimmter weißer Blutzellen und Verringerung der Bicarbonatkonzentration im Blut

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 von 10 Behandelte von 1.000):
Verstopfung, Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut), Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Scheidenentzündung, Pilzinfektionen (Candidiasis) z.B. des Mundes, allergische Reaktionen mit Schwellungen der Lippen, Zunge, Gesicht und des Halses, Nervosität, Taubheitsgefühl an Händen und Füßen (Hypoästhesie), Hörstörung, Ohrenklingeln, schneller Herzschlag, Leberentzündung (Hepatitis), Lichtempfindlichkeit, schwerwiegende Hautreaktionen mit Unwohlsein, Rötung und Schwellung, Schmerzen im Brustkorb, allgemeines Unwohlsein, Schwäche, Veränderung der Leberenzymwerte und Nierenwerte (ermittelt durch Blutuntersuchungen), Veränderung der Kaliumspiegels im Blut

Seltene Nebenwirkungen(betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10.000):
Unruhe, Leberfunktionsstörung

Häufigkeit nicht bekannt:
Entzündungen des Darms (pseudomembranöse Kolitis), blaue Flecken, verlängerte Blutungszeit bei Verletzungen, geringe Anzahl von roten Blutzellen, schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen, Gefühle von Agression, Angstgefühl, Krämpfe, Hyperaktivität, Geruchsstörungen, Geruchs- und Geschmacksverlust, unregelmäßiger Herzschlag, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzschlag, Veränderungen des Herzschages , die durch ein EKG entdeckt werden, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Verfärbung der Zunge, Gelbsucht, Leberschädigung, Leberversagen (selten schwer, lebensbedrohlich), Entzündung der Nierenzellen oder Nierenversagen, niedriger Blutdruck, Ohnmacht, Myasthenia gravis (eine Form von Muskelschwäche)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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