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«Cotribene - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Cotribenewirkt bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht sind. Die beiden Wirkstoffe von Cotribenegreifen in den Stoffwechsel der Bakterien ein und führen zu deren Abtötung.
Ihr Arzt wird Ihnen nach sorgfältiger Abwägung Cotribeneverschreiben, wenn Sie an einer der folgenden bakteriellen Infektionen erkrankt sind:

  • Infektionen der Atemwege und der Ohren, z.B. akute Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, Mittelohrentzündung bei Kindern, Pneumocystis jiroveci-Pneumonie (durch einen bestimmten Erreger hervorgerufene Lungenentzündung);
  • Infektionen der Harnwege und der Geschlechtsorgane, z.B. Harnwegsinfekte
  • Infektionen des Magen-Darm-Traktes: z.B. Reisedurchfall, Cholera (als Zusatzbehandlung zu Flüssigkeits- und Elektrolytersatz), Shigellose;
  • andere seltene Infektionskrankheiten (Brucellose, Nocardiose, Aktinomyzetom, südamerikani-sche Blastomykose).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Cotribene darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie
- überempfindlich (allergisch) gegen Trimethoprim, andere ähnliche Wirkstoffe (z.B. Tetroxoprim), gegen Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile von Cotribene

sind;

  • an bestimmten Blutkrankheiten,
  • an einer bestimmten Stoffwechselerkrankung (Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel),
  • an schweren Erkrankungen der Leber (z.B. akute Hepatitis),
  • an einer stark eingeschränkten Nierenfunktion oder
  • an einer schweren Hauterkrankung (Erythema exsudativum multiforme) leiden oder
  • gleichzeitig ein Dofetilid-hältiges Arzneimittel (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) einnehmen müssen.

Außerdem darf Cotribenenicht an Früh- und Neugeborene in den ersten 6 Lebenswochen verabreicht werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Cotribene ist erforderlich,
wenn Sie

  • an leichteren Störungen der Leber- oder Nierenfunktion, an Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Porphyrie (einer seltenen Stoffwechselerkrankung) leiden,
  • gegen bestimmte Arzneimittel, die zur Behandlung der Zuckerkrankheit, des hohen Blutdrucks oder von Herz-Nieren-Erkrankungen eingesetzt werden (Sulfonylharnstoff-Antidiabetika und Diuretika auf Sulfonamidbasis), überempfindlich reagieren,
  • möglicherweise an Folsäuremangel leiden,
  • an einer schweren Allergie oder Asthma bronchiale leiden oder gelitten haben, - älter als 60 Jahre sind, vor allem dann, wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen.

Bei einer bestimmten Erbkrankheit (fragilem X-Chromosom in Kombination mit einer mangelnden geistigen Entwicklung bei Kindern) darf Cotribenenur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Wenn während der Behandlung mit Cotribene

  • hohes Fieber, Halsschmerzen mit Drüsenschwellung, Blässe, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit,
  • verstärkte Hustenanfälle oder Kurzatmigkeit,
  • schwere Störungen des Allgemeinbefindens mit Fieber und entzündlichen Rötungen der Haut, der Lippen und der Schleimhäute (Stevens-Johnson-Syndrom) oder Anzeichen einer verbrüh-ten Haut (Lyell-Syndrom) auftreten, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht mehr einnehmen und müssen sich sofort an einen Arzt wenden. Wenn sich Ihre Erkrankung 7 Tage nach Behandlungsbeginn nicht gebessert hat, sollten Sie ebenfalls einen Arzt zu Rate ziehen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden, Sie schwanger sind oder stillen.

Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn schwere, anhaltende Durchfälle während oder nach einer Behandlung mit Cotribeneauftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis für eine sehr selten beobachtete schwere Darmerkrankung sein. Ihr Arzt wird in diesem Fall Cotribenesofort absetzen und eine entsprechende Therapie einleiten. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, dürfen nicht angewendet werden.

Die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich Dosierung, Dauer der Behandlung und eventueller Laborkontrollen müssen Sie unbedingt einhalten.

Während der Behandlung mit Cotribenesollen Sie täglich mindestens 1½ Liter Flüssigkeit (Wasser, Tee, Fruchtsäfte) trinken, um die Nierenfunktion zu fördern. Außerdem müssen Sie wegen gesteigerter Empfindlichkeit Ihrer Haut Sonnen- bzw. UV-Bestrahlung vermeiden.

Sie sollten dieses Arzneimittel nie von sich aus anwenden, sondern die Entscheidung Ihrem Arzt überlassen, ob eine aufgetretene Infektion zum Anwendungsbereich von Cotribenegehört.

Bei AIDS-Patienten ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen (insbesondere allergische Reaktionen der Haut unterschiedlichen Schweregrades, Fieber) besonders hoch, bedingt durch die hohen erforderlichen Dosen bei der Therapie der Pneumocystis jiroveci-Pneumonie.

Wie bei anderen Antibiotika kann es auch unter Cotribene zu vermehrtem Wachstum von nicht empfindlichen Keimen kommen. Sollte während der Behandlung eine Superinfektion auftreten, wird Ihr Arzt geeignete Maßnahmen treffen.

Bei Einnahme von Cotribene mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch Cotribeneverstärkt oder abgeschwächt werden.

Dofetilid-hältige Arzneimittel (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) dürfen nicht gleichzeitig mit Cotribene- Tabletten eingenommen werden, da dies zu einer Erhöhung des Dofetilid-Gehaltes im Blut führen kann, verbunden mit dem Auftreten von schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie Cotribeneeinnehmen dürfen, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, wie z.B.

  • Entwässerungsmittel (Diuretika, vor allem Thiazide)
  • Digoxin (zur Behandlung von Herzerkrankungen)
  • bestimmte Präparate, welche die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ)
  • Ciclosporin (ein Arzneimittel, das nach Transplantationen eingesetzt wird)
  • bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva)
  • Methotrexat (ein Zytostatikum) - bei gleichzeitiger Anwendung mit Cotribenekann es zu einer Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie) kommen
  • Antimalaria-Mittel (z.B. Proguanil und Pyrimethamin)
  • bestimmte blutzuckersenkende Arzneimittel (Sulfonylharnstoffe, orale Antidiabetika)
  • Indometacin (Schmerz- und Rheumamittel)
  • bestimmte Schlafmittel (Barbiturate)
  • Mittel gegen Magenübersäuerung (Antazida)
  • Arzneimittel, die den Harn alkalisieren oder ansäuern (z.B. Hexamethylentetramin),
  • Arzneimittel gegen Tuberkulose (Rifampicin, Isoniazid)
  • bestimmte Antibiotika (Clindamycin)
  • krampflösende Arzneimittel (Phenobarbital, Phenytoin und Primidon)
  • Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (Zidovudin, Lamivudin und Zalcitabin)
  • Amantadin (zur Behandlung der Parkinson’schen Krankheit)
  • Probenecid (zur Behandlung von Gicht)

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Cotribeneeinnehmen, wenn an Ihnen ein kleiner operativer Eingriff mit lokaler Betäubung oder Laborkontrollen durchgeführt werden.

Während der Einnahme von Cotribenesollen keine Labortests zur Bestimmung der Schilddrüsenhormone durchgeführt werden, da die Werte beeinflusst werden können.

In seltenen Fällen kann unter der Therapie mit Cotribene die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von hormonellen Kontrazeptiva (der Pille) in Frage gestellt sein. Es empfiehlt sich deshalb zusätzlich nicht-hormonelle empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden.

Bei Einnahme von Cotribene zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Nahrungsmittel und Getränke haben keinen direkten Einfluss auf die Wirksamkeit von Cotribene. Sie sollten die Tabletten aber immer nach einer Mahlzeit einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Cotribenewährend der Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.

Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden oder wenn Sie stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach der Einnahme von Cotribenekönnen sehr selten Nebenwirkungen wie Schwindel, Störung von Bewegungsabläufen oder Halluzinationen auftreten. Es ist daher möglich, dass CotribeneIhre Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Wie wird es angewendet?

Die Filmtabletten sollen am besten im Abstand von jeweils 12 Stunden nach dem Essen mit reichlich Flüssigkeit unzerkaut geschluckt werden.
Ihr Arzt setzt die für Ihre Erkrankung notwendige Dosierung und die Behandlungsdauer fest. Halten Sie sich bitte genau an seine Anweisungen. Eine Änderung der Dosis oder gar einen Abbruch der Behandlung sollen Sie nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt vornehmen. Von dieser Regel ausgenommen sind schwere Unverträglichkeitserscheinungen (z.B. starke Hautausschläge oder schwere Durchfälle) - siehe unter Abschnitt 2. "Was müssen Sie vor der Einnahme von Cotribene beachten?".

Im Allgemeinen gelten folgende Dosierungsvorschriften:

Da alle Krankheitserreger abgetötet werden müssen, muss Cotribene nach dem Abklingen der Beschwerden noch 2 weitere Tage hindurch eingenommen werden, auf alle Fälle jedoch mindestens 5 Tage lang.

Spezielle Dosierungsvorschriften
Bei bestimmten Krankheiten oder wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden, wird Ihnen Ihr Arzt eine andere als die oben angeführte Dosierung verordnen.

  • Akute unkomplizierte Harnwegsinfekte der FrauEinmalige Einnahme von 2 - 3 Tabletten, am besten nach einer Mahlzeit abends.
  • Langzeitbehandlung bei HarnwegsinfektionenErwachsene und Kinder über 12 Jahren: 1 Tablette einmal täglich, am besten abends.
  • Pneumocystis jiroveci-Pneumonie Zur Behandlung: bis zu 20 mg TMP + 100 mg SMZ pro kg Körpergewicht und pro 24 Stunden, verteilt auf gleiche Dosen alle 6 Stunden während 14 Tagen. Die folgende Tabelle gibt eine Richtlinie für die Obergrenze der Dosierung in Abhängigkeit vom Körpergewicht an:

Zur Vorbeugung:
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren: 1 forte Filmtablette einmal täglich, am besten abends. Ihr Arzt wird für Sie in Abhängigkeit vom klinischen Zustandsbild die optimale Dosierung zur Vorbeugung einer Pneumocystis jiroveci-Pneumonie festlegen.

  • Nocardiose3 - 4 Tabletten täglich. Ihr Arzt wird für Sie in Abhängigkeit vom Alter, Körpergewicht und der Nierenfunktion, sowie der Schwere der Erkrankung die optimale Dosierung festlegen.
  • Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird der Arzt sich an spezielle Dosierungsanweisun-gen halten und die Dosis je nach Schweregrad der Nierenerkrankung herabsetzen.

- Ältere Patienten Ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion werden mit der normalen Erwachsenendosis behandelt.

Wenn Sie eine größere Menge von Cotribene eingenommen haben, als Sie sollten Starke Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, psychische Störungen oder Sehstörungen, Blut im Harn, Ausbleiben der Harnproduktion und Blutbildstörungen können die Anzeichen von Überdosierung sein. In diesen Fällen sollten Sie unbedingt Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind versehentlich zu viele Tabletten ge-schluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Pa-ckung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Cotribene vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Neh-men Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Cotribene abbrechen
Beenden Sie die Einnahme der Cotribene- Tabletten nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie mit der Behandlung vorzeitig aufhören, kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden und zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Cotribenevorzeitig abbrechen oder beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann CotribeneNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sollten Sie eine der genannten Nebenwirkungen an sich bemerken, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Die häufigsten Nebenwirkungen von Cotribenesind Hautausschläge (siehe auch Abschnitt 2. "Was müssen Sie vor der Einnahme von Cotribenebeachten?"), starke Empfindlichkeit der Haut auf Sonnen- bzw. UV-Bestrahlung und Störungen im Magen-Darm-Trakt wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, starke Verdauungsbeschwerden und -unregelmäßigkeiten.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Herzerkrankungen Sehr selten: allergische Entzündung des Herzmuskels.

Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems Selten: Veränderungen im Blutbild (Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen und Blutplättchen).
Sehr selten: Fehlen bestimmter weißer Blutkörperchen, verschiedene Formen der Blutarmut, Veränderungen des roten Blutfarbstoffes (Methämoglobinämie), Verminderung aller Blutzellen (Panzy-topenie), punktförmige Blutungen in der Haut (Purpura).

Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten: Nervenschädigungen (inklusive Nervenentzündungen und Empfindungsstörungen wie Ameisenlaufen oder Kribbeln), Gehirnhautentzündung, Störung der Bewegungsabläufe, Krampfzu-stände, Schwindel.

Augenerkrankungen Sehr selten: Entzündung der Augenhaut.

Erkrankungen des Ohrs und des Innenohrs Sehr selten: Ohrensausen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und der Brusthöhle Sehr selten: Veränderungen von Lungengewebe wie sie bei Entzündungen der Lungenbläschen auftreten können, verbunden mit Husten oder Kurzatmigkeit.
Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, wenn solche Erscheinungen bei Ihnen auftreten oder unerwartet schlechter werden.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Häufig: Übelkeit mit oder ohne Erbrechen.
Selten: Entzündung der Mundschleimhaut, Durchfall, Entzündung der Zungenschleimhaut. Sehr selten: lebensbedrohliche Schleimhautentzündung des Dünn- und Dickdarms (pseudomembranöse Enterokolitis), akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Sehr selten: eingeschränkte Nierenfunktion, Entzündung der Nieren, erhöhte Harnstoff-Stickstoff- Werte im Blut (BUN), erhöhte Serumkreatininwerte, Ausscheidung von Harnkristallen; vermehrtes Harnlassen, besonders bei Patienten mit Flüssigkeitsansammlung im Herz (kardiales Ödemen).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: Verschiedene Hautreaktionen wie Ausschlag und Juckreiz können auftreten, diese sind im Allgemeinen leicht und
verschwinden nach Absetzen von Cotribene. Sehr selten: starke Empfindlichkeit der Haut auf Sonnen- bzw. UV-Bestrahlung, schwerwiegende Hautreaktionen (Erythema multiforme, Stevens Johnson Syndrom, Lyell's Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse, Schoenlein-Henoch-Purpura).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr selten: Gelenk- und Muskelschmerzen, schwere Muskelschädigung (Rhabdomyolyse).

Stoffwechselerkrankungen Sehr selten: Im Zusammenhang mit einer Cotribene- Behandlung ist gelegentlich eine Erhöhung des Kaliumgehalts im Blut (Hyperkaliämie) beobachtet worden. Auch Fälle einer Erniedrigung des Natriumgehalts im Blut (Hyponatriämie) sind bekannt geworden. Selten kann es innerhalb der ersten Tage der Behandlung insbesondere bei Patienten mit Funktionsstörungen der Niere, mit Lebererkrankungen, bei Fehlernährung oder bei hohen Dosen von Cotribenezu einer Verminderung des Blutzuckergehalts im Blut kommen (Hypoglykämie).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen Sehr selten: Pilzerkrankungen durch Candida albicans (Soor).

Gefäßerkrankungen Sehr selten: Entzündung kleiner Arterien und Venen.

Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktionen verbunden mit z.B. Fieber, Schwellungen der Haut und Schleimhäute (angioneurotisches Ödem), allergische Reaktionen, Serumkrankheit.
Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, wenn solche Erscheinungen bei Ihnen auftreten oder unerwartet schlechter werden.

Leber- und Gallenerkrankungen Sehr selten: Entzündung der Leber (Hepatitis), Gallenstau, erhöhte Leberwerte (Transaminase, Bilirubin), Zerstörung von Lebergewebe, Entzündung der Gallengänge mit Schwund der Gallengänge.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Halluzinationen.

Nebenwirkungen bei HIV-infizierten Patienten
Die Nebenwirkungen, die bei HIV-Patienten auftreten können, sind ähnlich jenen bei Nicht-HIV-Patienten. Manche Nebenwirkungen können jedoch häufiger auftreten und unterschiedliche Formen zeigen.
Diese Unterschiede zeigen sich bei folgenden Nebenwirkungen:

Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems Sehr häufig: Veränderungen im Blutbild (Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen und Blutplättchen).

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Sehr häufig: Appetitlosigkeit, Übelkeit mit oder ohne Erbrechen, Durchfall.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Sehr häufig: Hautausschlag, meistens in Kombination mit Juckreiz.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Sehr häufig: Erhöhung des Kaliumgehalts im Blut (Hyperkaliämie).
Gelegentlich: Erniedrigung des Natriumgehalts im Blut (Hyponatriämie), Verminderung des Blutzuckergehalts im Blut (Hypoglykämie).

Allgemeine Erkrankungen Sehr häufig: Fieber, meistens in Kombination mit Hautausschlägen.

Leber- und Gallenerkrankungen Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfall-datum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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