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«Lasitace 5 mg/20 mg - Kapseln»

Lasitace 5 mg/20 mg - Kapseln


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lasitace enthält die Wirkstoffe Ramipril und Furosemid.
Ramipril gehört zur Wirkstoffklasse der ACE-Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme/Angiotensinkonversionsenzym).
Furosemid gehört zur Wirkstoffklasse der Diuretika (harntreibende Arzneimittel).

Ramipril wirkt, indem es

  • die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,
  • Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt,
  • dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Furosemid wirkt, indem es

  • die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper fördert
  • und auf diese Weise den Blutdruck senkt.

Lasitace wird angewendet zur Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt (Herzinsuffizienz) und wenn die Behandlung mit Ramipril alleine (ggf. zusammen mit Herzglykosiden [Arzneimittel zur Stärkung des Herzens] und/oder entwässernden Arzneimittel) keinen ausreichenden Behandlungserfolg gezeigt hat. Die Behandlung der Herzschwäche muss zuvor mit den beiden Einzelsubstanzen in der gleichen Dosierung ausreichend gut eingestellt sein.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lasitace darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ramipril und /oder Furosemid, andere ACE-Hemmer oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Beschwerden, wie z. B. Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.
  • wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche unterziehen, da Lasitace abhängig von dem verwendeten Gerät für Sie nicht geeignet sein kann.
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung einer oder beider Nieren eingeschränkt ist (Nierenarterienstenose).
  • wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben. Dies ist von einem Arzt zu beurteilen.
  • bei Elektrolytstörungen (z. B. schwerer Kaliummangel, schwerer Natriummangel).
  • während der letzten beiden Schwangerschaftsdrittel (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • während der Stillzeit (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser.
  • bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion, wenn der Patient auf eine Behandlung mit Furosemid nicht anspricht.
  • bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen Leberschädigung im Zusammenhang stehen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lasitace ist erforderlich
Fragen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.
  • wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika [Wassertabletten] über lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind).
  • wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Hyposensibilisierung).
  • wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten sollen. Es könnte erforderlich sein, Ihre Behandlung mit Lasitace einen Tag vorher abzubrechen; fragen Sie einen Arzt um Rat.
  • wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten).
  • wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes, leiden.
  • Sie müssen einem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder werden könnten). Lasitace wird in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft nicht empfohlen und kann nach drei Monaten Schwangerschaft schwerwiegende Schäden beim Ungeborenen hervorrufen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich.
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut erforderlich.
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z. B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Lasitace darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase führen kann.
  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich.
  • wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z. B. wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben). Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.

Während einer Behandlung mit Lasitace wird der Arzt in regelmäßigen Abständen die Kontrolle bestimmter Blutwerte anordnen inkl. Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, sowie Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytstörungen oder zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umständen muss die Lasitace-Behandlung solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Elektrolytwerte oder ihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht überschreiten.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Lasitace bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nicht-steroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können (siehe Abschnitt: „Bei Einnahme von Lasitace mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn Sie Lasitace über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.

Kinder Die Anwendung von Lasitace wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Die Anwendung des Arzneimittels Lasitace kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Für den Arzt:
Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 1.

Bei Einnahme von Lasitace mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Für den Arzt:
Wichtige Angaben über Kombinationen, die vermieden werden müssen, befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 2.

Lasitace und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Bitte informieren Sie einen Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die Wirkung von Lasitace abschwächen können:

  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht steroidale Antiphlogistika [NSAIDs] wie Ibuprofen, Indometacin und Aspirin). Die unerwünschten Wirkungen von Salicylaten kann durch den Furosemidanteil in Lasitace verstärkt werden. Außerdem kann die gleichzeitige Behandlung mit dem Wirkstoff Ramipril und NSAIDs das Risiko einer Nierenfunktionsstörung bzw. eines akuten Nierenversagens und eines Anstiegs von Kalium im Blut erhöhen.
  • Arzneimittel gegen Krampfanfälle (Phenytoin).
  • Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien wie Ephedrin, Noradrenalin. Der Arzt muss Ihren Blutdruck prüfen.
  • Arzneimittel gegen Magengeschwüre (Sucralfat). Sie vermindern die Aufnahme von Furosemid aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung müssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden angewendet werden.
  • Kochsalz: Eine hohe Zufuhr von Kochsalz kann den blutdrucksenkenden Effekt von Lasitace vermindern.

Bitte informieren Sie einen Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei gleichzeitiger Einnahme von Lasitace das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird:

  • Spezielle Antibiotika (sog. Aminoglykoside) und andere Arzneimittel, die das Gehör und Teile des inneren Ohres schädigen können. In Kombination mit Furosemid kann es zu einer Verstärkung der unerwünschten Wirkungen kommen. Dies kann zu irreversiblen Hörschädigungen führen. Deshalb wird der Arzt diese Arzneimittel in Kombination mit Furosemid nur dann verschreiben, wenn zwingende medizinische Gründe vorliegen.
  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. nicht steroidale Antiphlogistika [NSAIDs], wie Ibuprofen, Indometacin ) und Acetylsäure,
  • Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),
  • Arzneimittel, mit denen die Abstoßung eines transplantierten Organs verhindert wird, wie Ciclosporin,
  • Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen können, wie Kaliumsalze und Heparin (Blutverdünner),
  • steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen wie Prednisolon,
  • Allopurinol (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut),
  • Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen),
  • Schmerzmittel (hochdosierte Salicylate): die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralen Nervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furosemid verstärkt werden.
  • Gichtmittel (Probenecid) und Rheumamittel zur Unterdrückung der Immunabwehr (Methotrexat) und andere Arzneimittel, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden werden.
  • Mittel gegen bösartige Erkrankungen (Cisplatin): Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) eingesetzt werden.
  • Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung (z. B. Antibiotikawie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine).
  • Abführmittel, Lakritze in größeren Mengen, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison"), Carbenoxolon, ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten.
  • Ciclosporin A.
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Furosemid ein Kalium- oder Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln (Herzglykoside, Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) erhöht.
  • Patienten mit hohem Risiko für eine Nierenschädigung durch Röntgenkontrastmittel: Bei Behandlung dieser Patienten mit Furosemid trat häufiger eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach einer Röntgenkontrastuntersuchung auf, als bei Patienten, die nur eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr vor der Kontrastuntersuchung erhielten.

Bitte informieren Sie einen Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren Wirkung durch Lasitace beeinflusst werden kann:

  • Arzneimittel gegen Diabetes, wie blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin. Lasitace kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der Einnahme von Lasitace muss der Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert werden.
  • Lithium (gegen bestimmte Depressionen). Lasitace kann die Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Der Arzt muss die Lithiumspiegel deswegen sorgfältig überwachen.
  • Risperidon: Vorsicht ist erforderlich. Der Arzt wird vor der Behandlung eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung für die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln durchführen.
  • Asthmamittel (Theophyllin), deren Wirkung durch Furosemid verstärkt oder verlängert werden kann.
  • bestimmte Narkosemittel (curareartige Muskelrelaxantien). Deren Wirkung kann durch Furosemid verstärkt werden.
  • bestimmte blutgerinnungshemmende Arzneimittel (orale Antikoagulantien): eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann erforderlich sein.
  • andere blutdrucksenkende harntreibende Arzneimittel: Es kann zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen).

Bei Einnahme von Lasitace zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol
Alkoholgenuss während der Einnahme von Lasitace kann Schwindel und Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der Einnahme von Lasitace trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie einen Arzt, da sich Blutdruck senkende Mittel und Alkohol in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken können.
Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte. Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Lasitace zu verstärkten Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Vor einer Therapie mit Lasitace ist eine Schwangerschaft auszuschließen.
Lasitace wird während des ersten Schwangerschaftsdrittels nicht empfohlen; Sie dürfen Lasitace nur dann kurzfristig einnehmen, wenn es Ihr Arzt für zwingend notwendig hält.
Während des zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittels dürfen Sie Lasitace nicht einnehmen. Wenn Sie schwanger werden, während Sie mit Lasitace behandelt werden, informieren Sie bitte unverzüglich einen Arzt.
Sie dürfen Lasitace nicht einnehmen, wenn Sie stillen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Während der Einnahme von Lasitace können einige Nebenwirkungen auftreten die Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit einschränken (z. B. Symptome eines niedrigen Blutdrucks, wie Schwindel). Dies stellt z. B. beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen ein Risiko dar.
Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, bei einem Wechsel des Präparates, sowie im Zusammenhang mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lasitace immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Tagesdosis für Erwachsene 1-2 Lasitace 5 mg/20 mg Kapseln.
Es empfiehlt sich bei einer Einnahme von 2 Lasitace 5 mg/20 mg Kapseln pro Tag die Einnahme auf 2 Gaben – täglich zur gleichen Zeit (z. B. morgens und abends) – aufzuteilen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und ältere Patienten:der Arzt wird die Dosierung und Behandlung mit Lasitace nur unter strenger medizinischer Überwachung durchführen:

  • Bei einer Creatinin-Clearance von ≥60 ml/min beträgt die Tageshöchstdosis 2 Kapseln Lasitace.
  • Bei einer Creatinin-Clearance von 10-60 ml/min beträgt die Tageshöchstdosis 1 Kapsel Lasitace.

Patienten mit Herzschwäche, schwerem Bluthochdruck und ältere Patienten:Der Arzt wird eine Behandlung mit Lasitace nur unter strenger medizinischer Überwachung durchführen.
Bei Bluthochdruckpatienten unter Hämodialyse ist folgendes zu beachten: die Tageshöchstdosis beträgt 1 Kapsel Lasitace; das Arzneimittel sollte wenige Stunden nach Abschluss der Hämodialyse verabreicht werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:Lasitace wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:Lasitace wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Art der Anwendung:
Die Kapseln sind auf nüchternen Magen mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen (z. B. 1 Glas Wasser). Die Kapseln dürfen nicht zerkaut oder zerstoßen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von LASITACE eingenommen haben, als Sie sollten Informieren Sie umgehend einen Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der behandelnde Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.

Für den Arzt:
Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 3.

Wenn Sie die Einnahme von LASITACE vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von LASITACE abbrechen
Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Einnahme dieses Arzneimittels auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann. Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lasitace Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Brechen Sie die Einnahme von Lasitace umgehend ab und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen möglicherweise dringend ärztliche Behandlung:

  • Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion auf Lasitace sein.
  • Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüren im Mund (Aphten), Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme, bullöses Pemphigoid).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von:

  • beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder starkem Herzschlag (Herzklopfen), Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall,
  • Kurzatmigkeit oder Husten, die mögliche Anzeichen einer Lungenerkrankung sind,
  • leichterem Auftreten von Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal andauern, jeglichen Anzeichen einer Blutung (z. B. Zahnfleischbluten), purpurroten Flecken auf der Haut oder erhöhter Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder blasser Haut, die mögliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkerkrankung sind,
  • starken Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und mögliche Anzeichen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind,
  • Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), die mögliche Anzeichen von Lebererkrankungen, wie Hepatitis (Leberentzündung) oder Leberschäden, sind.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:
Informieren Sie bitte einen Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält.

Häufig(bei weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • Kopfschmerzen oder Müdigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Ohnmacht, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck), insbesondere beim Stehen oder plötzlichen Aufstehen
  • trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis, Kurzatmigkeit
  • Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Unwohlsein oder Erbrechen
  • Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen
  • erhöhte Sonnenempfindlichkeit
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Muskelkrämpfe oder -schmerzen
  • erhöhte Kaliumwerte im Blut
  • Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit

Gelegentlich(bei weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)
  • Juckreiz und ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder Kribbeln (Parästhesien)
  • Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens
  • Schlafstörungen
  • depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe
  • verstopfte Nase, Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma
  • Schwellung im Darm, ein sogenanntes intestinales angioneurotisches Ödem, mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall
  • Sodbrennen, Verstopfung oder Mundtrockenheit
  • gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages? • übermäßiges Schwitzen
  • Appetitlosigkeit oder -verminderung (Anorexie)
  • erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag.
  • geschwollene Arme und Beine, mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen im Körper
  • Hautrötung mit Hitzegefühl
  • verschwommenes Sehen
  • Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und Frauen
  • Verringerung der Anzahl an Blutplättchen im Blut
  • ein Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie)
  • Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren hindeuten

Selten(bei weniger als 1 von 1.000 Behandelten)

  • Gefühl des Zitterns oder Verwirrtheit
  • rote und geschwollene Zunge
  • schwerwiegende Schuppung oder Ablösung der Haut, juckender, erhabener Hautausschlag
  • Nagelprobleme (z. B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)
  • Hautausschlag oder Bluterguss
  • Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen
  • rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen
  • Hörstörungen oder Ohrenklingeln
  • Schwächegefühl
  • Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen oder ein zu niedriger Hämoglobinwert bei Blutuntersuchungen
  • Nierenentzündung

Sehr selten(bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

  • Blutarmut und hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektionsneigung und schweren Allgemeinsymptomem (hämolytische und aplastische Anämie)
  • Verwirrtheit und Zustand der Lethargie

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

  • Konzentrationsschwäche
  • geschwollener Mund
  • Blutbild mit zu wenig Blutzellen
  • Bluteindickung
  • erhöhte Neigung zur Thrombose
  • Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)
  • Brustvergrößerung bei Männern
  • verlangsamtes oder verschlechtertes Reaktionsvermögen
  • brennendes Gefühl
  • veränderte Geruchswahrnehmung
  • Haarausfall
  • durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z.B. Unruhe, Vergesslichkeit, Desorientierung)
  • akute Harnabflussstörung bei Patienten mit partieller Abflussbehinderung
  • Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (das kann zu verminderter Konzentration im Blut, Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, verstärkter Chloridausscheidung führen), erhöhter Harnsäurespiegel im Blut (das kann zu Gichtanfällen führen).
  • Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Störung im Säure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln, bzw. eine bestehende Alkalose verschlechtern.
  • Es kann zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) und/oder einer vorübergehenden Zunahme des Kreatinin- und Harnsäurewerts im Blut kommen.
  • Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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