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«Nebivolol-Actavis 5 mg Tabletten»

Nebivolol-Actavis 5 mg Tabletten
Nebivolol-Actavis 5 mg Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Nebivolol-Actavis 5 mg und wofür wird es angewendet?
Nebivolol-Actavis 5 mg ist ein Herz-Kreislauf-Mittel (Beta-Rezeptorenblocker). Es senkt den Blutdruck und verbessert die Herzleistung.
Nebivolol-Actavis 5 mg wird angewendet
Zur Behandlung von Bluthochdruck (essentielle Hypertonie)
Zur Behandlung der stabilen, leichten oder mittelschweren chronischen Herzleistungsschwäche bei Patienten ab 70 Jahren, zusätzlich zur Standardtherapie (z. B. mit Diuretika, Digoxin, ACE-Hemmern, Angiotensin II-Antagonisten)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nebivolol-Actavis 5 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Nebivololhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Nebivolol-Actavis 5 mg sind,
wenn Sie an Leberfunktionsstörungen oder einer Einschränkung der Leberfunktion (Leberinsuffizienz) leiden,
wenn Sie schwanger sind oder stillen,
wenn Sie unter plötzlich auftretender Herzleistungsschwäche, kardiogenem Schock oder Episoden einer Verschlechterung der Herzleistungsschwäche (Dekompensation) leiden, die eine intravenöse Behandlung mit Wirkstoffen erfordern, die die Kontraktionskraft des Herzmuskels steigern,
wenn Sie unter dem Sinusknoten-Syndrom (einer bestimmten Art von Herzrhythmusstörung) leiden, einschließlich sinuatrialem Block (SA-Block),
wenn Sie unter bestimmten Erregungsleitungsstörungen (AV-Block 2. oder 3. Grades [ohne Herzschrittmacher]) leiden,
wenn Sie zu Bronchialverkrampfung und Bronchialasthma neigen, auch in der Krankengeschichte,
wenn Sie unter unbehandelten Tumoren der Nebenniere (Phäochromozytom) leiden,
wenn Sie unter Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) leiden,
wenn Sie vor Behandlungsbeginn eine Herzfrequenz (Puls) in Ruhe von unter 60 Schlägen pro Minute im Liegen haben (Bradykardie),
wenn Sie unter krankhaft niedrigem Blutdruck (systolischer Wert < 90 mmHg) leiden,
wenn Sie unter schweren Durchblutungsstörungen in den Armen und Beinen leiden,
wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die den Wirkstoff Floctafenin (gegen Schmerzen und Entzündungen) oder Sultoprid (gegen Psychosen) enthalten.
Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nebivolol-Actavis 5 mg ist erforderlich,
wenn Ihr Ruhepuls unter Behandlung mit Nebivolol ungewöhnlich niedrig ist (weniger als 50 – 55 Schläge pro Minute und/oder Zeichen wie Schwindel, Schwäche und Gangunsicherheit auftreten),
wenn Sie unter Herzerkrankungen leiden (z. B. Angina pectoris, Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen); bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße sollte die Behandlung allmählich beendet werden, d. h. innerhalb von 1 – 2 Wochen, und, falls nötig, gleichzeitig eine alternative Behandlung begonnen werden,
wenn Sie unter Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen leiden,
wenn Sie unter anhaltenden Atembeschwerden, insbesondere unter chronischer Verengung der Atemwege leiden,
wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus). Nebivolol-Actavis 5 mg hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, aber es kann die Anzeichen eines niedrigen Blutzuckerspiegels (Nervosität, Zittern, schneller Pulsschlag) verdecken. Schwitzen als Anzeichen wird jedoch durch Nebivolol-Actavis 5 mg nicht verdeckt,
wenn bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion besteht: die Verschleierung eines erhöhten Pulsschlags (Tachykardie) als Krankheitszeichen ist möglich; das plötzliche Absetzen der Behandlung mit Nebivolol-Actavis 5 mg kann zu erhöhtem Pulsschlag führen,
wenn bei Ihnen eine Allergie besteht: Nebivolol-Actavis 5 mg kann die Reaktion auf Pollen oder andere Stoffe, gegen die Sie allergisch sind, verstärken,
wenn Sie unter Schuppenflechte leiden: Patienten, die unter Schuppenflechte leiden oder in der Vergangenheit darunter gelitten haben, sollten Nebivolol-Actavis 5 mg nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung einnehmen,
Nebivolol-Actavis 5 mg kann den Tränenfluss verringern (zu Ihrer Information, falls Sie Kontaktlinsen tragen).
Kinder und Jugendliche:
Nebivolol-Actavis 5 mg wird zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
Ältere Menschen
Bei Patienten über 65 Jahren wird eine niedrigere Anfangsdosis empfohlen (siehe Abschnitt „Wie ist Nebivolol einzunehmen?“).
Bei Patienten über 75 Jahren sollte die Behandlung mit besonderer Vorsicht und unter engmaschiger ärztlicher Überwachung erfolgen.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Nebivolol-Actavis 5 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Es besteht das Risiko, dass das Ungeborene beeinträchtigt wird. Nehmen Sie deshalb Nebivolol-Actavis 5 mg während der Schwangerschaft nicht ein.
Stillzeit:
Es ist nicht bekannt, ob Nebivolol in die Muttermilch übergeht. Nehmen Sie deshalb Nebivolol-Actavis 5 mg während der Stillzeit nicht ein.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden bisher keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Als Nebenwirkung von Nebivolol-Actavis 5 mg kann es gelegentlich zum Auftreten von Schwindelgefühl oder Müdigkeit kommen. Beachten Sie dies bitte, wenn Sie Autofahren oder Maschinen bedienen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Nebivolol-Actavis 5 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Nebivolol-Actavis 5 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Nebivolol-Actavis 5 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Nebivolol-Actavis 5 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bluthochdruck
Erwachsene:
Die übliche Dosis beträgt 1 Tablette täglich (5 mg Nebivolol). Es dauert in der Regel 1 bis 2 Wochen, bis die maximale Wirkung von Nebivolol-Actavis 5 mg erreicht wird.
Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln:
Beta-Rezeptorenblocker können allein oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln eingesetzt werden.
Bisher wurde eine zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung nur bei Kombination von 5 mg Nebivolol mit 12,5 – 25 mg des Wirkstoffs Hydrochlorothiazid beobachtet.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz):
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beträgt die empfohlene Anfangsdosis Tablette (2,5 mg Nebivolol) täglich. Falls erforderlich kann die tägliche Dosis bis auf 1 Tablette (5 mg Nebivolol) erhöht werden.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (Leberinsuffizienz):
Zur Anwendung von Nebivolol-Actavis 5 mg bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder Leberfunktionsstörungen liegen nur unzureichende Erfahrungen vor. Daher darf Nebivolol-Actavis 5 mg bei diesen Patienten nicht angewendet werden (siehe „Nebivolol-Actavis 5 mg darf nicht eingenommen werden).
Ältere Patienten:
Bei Patienten, die 65 Jahre oder älter sind, beträgt die empfohlene Anfangsdosis Tablette (2,5 mg Nebivolol) täglich. Falls erforderlich kann die tägliche Dosis bis auf 1 Tablette (5 mg Nebivolol) erhöht werden. In jedem Fall ist angesichts der begrenzten Erfahrungen bei Patienten über 75 Jahren besondere Vorsicht geboten und die Behandlung sollte unter engmaschiger ärztlicher Überwachung erfolgen.
Kinder und Jugendliche:
Die Anwendung von Nebivolol-Actavis 5 mg bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da nur unzureichende Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
Chronische Herzleistungsschwäche
Die Behandlung der stabilen chronischen Herzleistungsschwäche muss mit einer langsamen Dosissteigerung begonnen werden, bis die optimale individuelle Erhaltungsdosis erreicht ist.
Bei Patienten, die andere Herz-Kreislauf-Mittel wie Diuretika, Digoxin, ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Antagonisten einnehmen, muss die Dosierung dieser Arzneimittel stabil eingestellt sein, bevor die Behandlung mit Nebivolol-Actavis 5 mg begonnen wird.
Die anfängliche Dosiseinstellung sollte wie folgt mit ein- bis zweiwöchigen Anpassungen durchgeführt werden, die sich danach richten wie die Dosis vom Patienten vertragen wird:
Tablette (1,25 mg Nebivolol) einmal täglich,
erhöht auf Tablette (2,5 mg Nebivolol) einmal täglich,
dann auf 1 Tablette (5 mg Nebivolol) einmal täglich und
dann auf 2 Tabletten (10 mg Nebivolol) einmal täglich.
Die empfohlene Höchstdosis beträgt 2 Tabletten (10 mg Nebivolol) einmal täglich.
Der Patient sollte in den ersten 2 Stunden nach Einnahme der ersten Dosis überwacht werden, ebenso in den ersten 2 Stunden nach jeder Dosiserhöhung, um sicherzustellen, dass sein Gesundheitszustand stabil geblieben ist.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz):
Da die Dosiserhöhung bis zur maximal tolerierten Dosis individuell vorgenommen wird, ist bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz keine Anpassung erforderlich.
Zur Anwendung von Nebivolol bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz liegen keine Erfahrungen vor. Daher wird die Anwendung von Nebivolol bei diesen Patienten nicht empfohlen.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (Leberinsuffizienz):
Zu Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen nur unzureichende Erfahrungen vor. Daher darf Nebivolol-Actavis 5 mg bei diesen Patienten nicht angewendet werden (siehe „Nebivolol-Actavis 5 mg darf nicht eingenommen werden).
Ältere Patienten:
Da die Dosiserhöhung bis zur maximal tolerierten Dosis individuell vorgenommen wird, ist keine Anpassung erforderlich.
Kinder und Jugendliche:
Die Anwendung von Nebivolol-Actavis 5 mg bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da nur unzureichende Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
Art der Anwendung
Die verordnete tägliche Dosis sollte vorzugsweise immer zur selben Tageszeit eingenommen werden.
Die Tabletten sollten mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) zu oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Nebivolol-Actavis 5 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Nebivolol-Actavis 5 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Die Zeichen einer Überdosierung sind: Langsamer Herzschlag, niedriger Blutdruck, Atemschwierigkeiten und plötzliche (akute) Herzbeschwerden.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie mehr Nebivolol-Actavis 5 mg eingenommen haben als Sie sollten.
Sie sollten sich hinlegen und dabei Ihre Beine höher lagern als das Herz.
Wenn Sie die Einnahme von Nebivolol-Actavis 5 mg vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels an einem Tag vergessen haben, fahren Sie mit der Einnahme des Arzneimittels am nächsten Tag zur üblichen Zeit fort.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Nebivolol-Actavis 5 mg abbrechen
Beenden Sie die Einnahme Ihrer Tabletten nur dann, wenn der Arzt es angeordnet hat, selbst wenn es Ihnen gut geht.
Wird die Behandlung unterbrochen oder vorzeitig beendet, kann es zu einem Blutdruckanstieg oder zu einer Zunahme der Herzbeschwerden kommen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Nebivolol-Actavis 5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Dies gilt vor allem für:
Einige Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Klasse I-Antiarrhythmika wie Chinidin und Lidocain sowie Amiodaron) können bei gleichzeitiger Einnahme mit Nebivolol die dämpfende Wirkung von Nebivolol auf die Herztätigkeit verstärken.
Bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Verkrampfungen der Herzkranzgefäße (so genannte Kalziumantagonisten) können die Wirkung von Nebivolol-Actavis 5 mg verstärken (z. B. Verapamil und Diltiazem).
Andere über das Gehirn wirkende Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Clonidin, Guanfacin, Moxonidin, Methyldopa, Rilmenidin) können das Risiko für ein starkes Ansteigen des Blutdrucks erhöhen („Rebound-Hochdruck) – insbesondere nach einem plötzlichen Absetzen dieser Arzneimittel nach langer Einnahme. Sie dürfen erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Anwendung des Beta-Rezeptorenblockers (z. B. Nebivolol) beendet wurde.
Werden Beta-Rezeptorenblocker und Digitalisglykoside gleichzeitig angewendet, kann es zu einer bestimmten Störung der Herztätigkeit kommen (Verlängerung der Überleitungszeit).
In klinischen Studien mit Nebivolol ist diese Wechselwirkung jedoch nicht aufgetreten. Nebivolol hat die Konzentration von Digoxin im Blut nicht beeinflusst.
Bestimmte Arzneimittel gegen Asthma, verstopfte Nase oder gegen bestimmte Augenkrankheiten (so genannte Sympathomimetika), können die Wirkung von Nebivolol-Actavis 5 mg herabsetzen (z. B. Dopamin, Ephedrin).
Arzneimittel gegen Diabetes (Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen). Siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nebivolol-Actavis 5 mg ist erforderlich.
Narkosemittel: Informieren Sie den Narkosearzt vor einer Narkose stets darüber, dass Sie Nebivolol-Actavis 5 mg einnehmen.
Bestimmte Mittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Antipsychotika) können die Wirkung von Nebivolol-Actavis 5 mg verstärken.
Die gleichzeitige Behandlung mit Mitteln gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva, Paroxetin), Barbituraten (z. B. zur Behandlung von Epilepsie), Beruhigungsmitteln (Phenothiazine, z. B. Thioridazin), organischen Nitraten (Behandlung von Angina pectoris und Herzleistungsschwäche) und anderen Arzneimitteln gegen Bluthochdruck können zu einem starken Blutdruckabfall führen.
Werden Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (bestimme Mittel gegen Depressionen) gleichzeitig mit Nebivolol-Actavis 5 mg verabreicht, kann eine Dosisanpassung durch den Arzt erforderlich sein.
Bestimmte Arzneimittel, die auf ähnliche Weise verstoffwechselt werden wie Nebivolol, können zu erhöhten Blutspiegeln von Nebivolol führen, was mit einer erhöhten Rate an Nebenwirkungen einhergeht. Dies sind z. B. Bupropion (Antidepressivum), Chloroquin (angewendet zur Vorbeugung gegen Malaria und zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis), Levomepromazin (neuroleptisches Mittel) und Terbinafin (Mittel gegen Pilzinfektionen).
Wenn Sie zusätzlich zu Nebivolol-Actavis 5 mg auch ein Antazidum gegen Übersäuerung des Magens einnehmen, sollten Sie Nebivolol-Actavis 5 mg zusammen mit der Nahrung einnehmen und das Antazidum zwischen den Mahlzeiten.
Bei Einnahme von Nebivolol-Actavis 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie können Nebivolol-Actavis 5 mg mit Nahrungsmitteln und Getränken einnehmen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Nebivolol-Actavis 5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten
Die beobachteten Nebenwirkungen sind, geordnet nach Organsystemklassen und Häufigkeit, nachfolgend aufgeführt.
Bei Patienten mit Bluthochdruck

OrgansystemklasseHäufig
(weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten)
Gelegentlich
(weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten)
Sehr selten
(weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle)
Erkrankungen des NervensystemsKopfschmerzen, Schwindelgefühl, HautkribbelnAlbträumeVorübergehender Bewusstseinsverlust
AugenerkrankungenSehstörungen
HerzerkrankungenUngewöhnlich langsamer Herzschlag (langsamer Puls), schwache Herzleistung, Erregungsleitungsstörungen im Herzen (verlangsamte AV-Überleitung/AV-Block)
GefäßerkrankungenExtrem niedriger Blutdruck, Auftreten oder Zunahme von Schmerzen in den üßen beim Gehen aufgrund verengter Arterien und unzureichender Blutzirkulation (Claudicatio intermittens)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsAtemnotKrampfhafte Verengung der Bronchien
Erkrankungen des Magen-Darm-TraktesVerstopfung, Übelkeit, DurchfallVerdauungsstörungen, Blähungen, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesJuckreiz, HautausschlägeSchwellungen von Gesicht, Lippen, Hals oder Zunge (angioneurotisches Ödem); Verschlimmerung einer Schuppenflechte
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseImpotenz
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortMüdigkeit, Arzneimittelunverträg-lichkeit, Schwellung mit Wassereinlagerung (Ödeme)Depression

Außerdem wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet: Halluzinationen, psychotische Reaktionen (Psychosen), Verwirrtheit, kalte/bläulich-rote Verfärbung von Armen und Beinen, Schmerzen in Fingern und Zehen, die zuerst bläulich, dann weißlich und schließlich rötlich werden (Raynaud-Syndrom), trockene Augen sowie Bindegewebsneubildung in den Augen und im Zwerchfell (oculo-mucocutane Toxizität des Practolol-Typs).
Bei Patienten mit chronischer Herzleistungsschwäche

OrgansystemklasseSehr häufig
(mehr als 1 von 10 Behandelten)
Häufig
(weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten)
Erkrankungen des NervensystemsSchwindelgefühl (ohne Drehschwindel)1Kopfschmerzen1
HerzerkrankungenUngewöhnlich langsamer Herzschlag (langsamer Puls)Verschlechterung der Herzleistungsschwäche1, Erregungsleistungsstörungen im Herzen (AV-Block 1. Grades)
GefäßerkrankungenBlutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie)1
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortMüdigkeit/Schwäche1, Arzneimittelunverträglichkeit1, Wassereinlagerung (Ödeme) in den Beinen
Untersuchungenverlangsamter Pulsschlag1, Blutdruckabfall1

1 Die genannten Nebenwirkungen traten überwiegend (> 70 %) in der Phase der Dosiseinstellung auf.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GI-433-
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Nebivolol-Actavis 5 mg Tabletten
Wirkstoff: Nebivolol
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
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