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«Neurotop 400 mg - Tabletten»

Neurotop 400 mg - Tabletten
Neurotop 400 mg - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Carbamazepin besitzt sowohl einen anfallshemmenden als auch einenstimmungsaufhellenden Effekt bei verschiedenen Anfallsformen. Bei einigen Erkrankungen des Nervensystems wirkt Carbamazepingegen Schmerzen und Missempfindungen.

Neurotop - Tabletten werden bei folgenden Erkrankungen eingenommen:

  • Verschiedene Formen des Anfallsleidens (Epilepsie), auch mitvorwiegend psychischen Wesensveränderungen,
  • Manie,
  • vorbeugende Behandlung der manisch-depressiven Krankheit,
  • Trigeminusneuralgie,
  • Nervenstörungen infolge Zuckerkrankheit (diabetische Neuropathie),
  • Alkoholentzugssyndrom,
  • Wasserharnruhr (= Diabetes insipiduscentralis).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Neurotop darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Carbamazepin oder verwandte Stoffe (trizyklische Antidepressiva = bestimmte Medikamente gegen Depressionen) oder einen der sonstigen Bestandteile von Neurotop sind.
  • wenn Sie bestimmte Störungen der Erregungsleitung des Herzens haben,
  • wenn Sie an schweren Leberfunktionsstörungen und Knochenmarksschädigungen leiden,
  • von Kindern unter 1 Jahr.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Neurotop ist erforderlich,

  • wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, an Störungen der Leber- und/oder Nierenfunktion, Leberschäden oder grünem Star leiden: informieren Sie darüber Ihren Arzt. Er wird diesen Umstand bei der Behandlung mit Neurotop berücksichtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten oder an einer Allergie leiden,
  • eine Schwangerschaft planen, schwanger sind oder stillen.

Halten Sie die vom Arzt angeordneten Laboruntersuchungen (Blutbild, Leberfunktion) genau ein.

Wenn Nebenwirkungen auftreten (besondersbei Hautausschlag, Fieber, Halsschmerzen oder Geschwüren imRachen, Mund oder an anderen Stellen sowie bei Gelbsucht), muss sofort der Arzt aufgesucht werden.

Carbamazepin kann die Wirksamkeit empfängnisverhütender Hormonpräparate ("Pille") vermindern. Es sollten daher andere Maßnahmen zur Empfängnisverhütung getroffen werden.

Bei selten auftretenden Störungen des Herzrhythmus (Verlangsamung der Herztätigkeit), der Blutbildung (Blässe, Müdigkeit, Abwehrschwäche und Blutungsneigung) oder der Nieren (Blut oder Eiweiß im Harn) ist sofort ärztliche Beratung einzuholen.

Schwere Hautreaktionen können selten während der Therapie mit Neurotop auftreten. Das Risiko kann mittels Blutuntersuchung bei Patienten mit chinesischer und thailändischer Abstammung eingeschätzt werden. Bitte sprechen Sie vor der Einnahme von Neurotop mit Ihrem Arzt, wenn Sie dieser Abstammung angehören.

Eine geringe Anzahl an Patienten, die mit Antiepileptika wie Neurotop behandelt werden, hatten Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt derartige Gedanken haben, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Bei Einnahme von Neurotop mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Medikamente können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen.
Neurotop kann unter anderem die Wirkung von blutgerinnungshemmendenMedikamenten (Antikoagulantien), bestimmten Antibiotika (z.B. Doxycyclin), eines bestimmten Medikamentes gegen Herzrhythmusstörungen (Chinidin) oder empfängnisverhütenden Hormonpräparaten ("Pille") abschwächen.
Grapefruitsaft und auch verschiedene Medikamente können die Konzentration von Carbamazepin im Blut erhöhen und damit unter Umständen seine Wirkung verändern:
bestimmte Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen (z.B. Erythromycin, Triacetyloleandomycin, Isoniazid), gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Verapamil, Diltiazem), gegen Schmerzen (Dextropropoxyphen), gegen Depressionen (Viloxacin), gegen zuviel Magensäure (Cimetidin) sowie bestimmte anfallshemmende Medikamente (Phenytoin, Primidon, Valproinsäure).
Bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Medikamenten gegen psychische Erkrankungen (Lithium) kann es zu Unruhe und Verwirrtheit kommen.
Zwischen einer Behandlung mit bestimmten Medikamenten gegen seelische Erkrankungen ("MAO-Hemmer") und der Einnahme von Neurotop muss ein Abstand von mindestens zwei Wochen eingehalten werden.

Bei Einnahme von Neurotop zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Behandlung ist der Konsum von Alkohol und Grapefruitsaft zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung während der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt.
Da Carbamazepin in die Muttermilch übertritt, sollte langsam abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Durch Neurotop wird das Reaktionsvermögen herabgesetzt, daher ist Vorsicht im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen geboten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Neurotop
Neurotop 400 mg - Tabletten enthalten 176 mg Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Neurotop - Tabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Neurtop immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Nehmen Sie die Tabletten während oder nach dem Essen mit Flüssigkeit, jedoch nicht mit Grapefruitsaft ein.

Neben Neurotop 400 mg - Tabletten stehen auch Neurotop 200 mg - Tabletten zur Verfügung. Die Dosierung von Neurotop und die Behandlungsdauer legt Ihr Arzt individuell fest.

Anfallsleiden: Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren: Zu Beginn der Behandlung im Allgemeinen 2 x täglich 200 mg (je ½ Tablette).
Danach wird Ihr Arzt die Dosierung erhöhen, bis die für Sie optimale Dosis erreicht ist. Kinder von 1 bis 5 Jahren: 200 bis 400 mg täglich (½ - 1 Tablette)
Kinder von 6 bis 10 Jahren: 400 bis 600 mg täglich (1 - 1½ Tabletten)

Manie und manisch-depressives Krankheitsbild:
Die Dosierung beträgt 400 bis 1600 mg täglich (1 - 4 Tabletten) und wird auf zwei bis drei Gaben aufgeteilt. Im Allgemeinen werden 400 bis 600 mg (1 - 1½ Tabletten) pro Tag eingenommen.

Trigeminusneuralgie:
Zu Beginn der Behandlung im Allgemeinen 2 x täglich 200 mg (je ½ Tablette).
Danach wird Ihr Arzt die Dosierung individuell anpassen, bis die für Sie optimale Dosis erreicht ist. Meist sind etwa 600 mg (3 x täglich ½ Tablette) pro Tag ausreichend.

Nervenstörungen bei Zuckerkrankheit; Wasserharnruhr:

Im Allgemeinen 3 x täglich 200 mg (je ½ Tablette).

Akute Symptome des Alkoholentzugs:
Während 4 bis 5 Tagen 3 x täglich 400 mg (eine Tablette), anschließend einige Tage lang 3 x täglich 200 mg (½ Tablette).

Bei Störungen der Nierenfunktion wird Ihnen der Arzt eine niedrigere Dosis verordnen.

Ältere oder stark untergewichtige Patienten:

Zu Beginn der Behandlung: 2 x 100 mg täglich.

Wenn Sie eine größere Menge von Neurotop eingenommen haben als Sie sollten Bei akuter Überdosierung kann es zu Erbrechen, Zittern, Erregung, Krämpfen, Blutdruckveränderungen, flacher Atmung bis Atemlähmung, Bewusstseinstrübung und Bewusstlosigkeit kommen. Sofortige ärztliche Hilfe ist erforderlich.

Wenn Sie die Einnahme von Neurotop vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie Ihr übliches Einnahmeschema wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Neurotop abbrechen
Die Einnahme von Neurotop darf ohne ärztliche Kontrolleweder begonnen noch eigenmächtig unterbrochen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Neurotop Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen sind nach Körpersystemen und nach ihrer Häufigkeit geordnet:
„sehr häufig“: mehr als einer von 10 Patienten
„häufig“: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Patienten
„gelegentlich“: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Patienten
„selten“: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Patienten
„sehr selten“: weniger als 1 von 10.000 Patienten
Hinsichtlich der Häufigkeit ihres Auftretens liegen keine vollständigen Angaben vor; diesbezügliche Angaben sind daher nur in beschränktem Umfang möglich.

Herz:Selten Störungen des Herzrhythmus (Verlangsamung der Herztätigkeit)

Blut und Lymphsystem:Selten Störungen der Blutbildung (Blässe, Müdigkeit, Abwehrschwäche und Blutungsneigung) Sehr selten Lymphknotenschwellungen und Blutgerinnselbildung

Nervensystem:Sehr selten wurden Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Störungen der Bewegungskoordination, Missempfindungen des Tastsinnes, Beinlähmung und Sprechstörungen beobachtet, bei älteren Patienten eventuell auch Verwirrtheit,Erregung und sehr selten Halluzinationen. Diese Nebenwirkungen verschwinden meist nach 8 - 14 Tagen von selbst oder wenn der Arzt die Dosis vorübergehend verringert. Selten kann auch eine Gehirnhautentzündung auftreten.
Bei hoher Dosierung: Zittern

Augen:Sehr selten Augenzittern, Sehstörungen

Atemwege:Selten allergische Lungenentzündung

Magen-Darm-Trakt:Zu Beginn der Behandlung kann es zu Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit, Brechreiz, Durchfall oder Verstopfung kommen.

Nieren und Harnwege:Selten Störungen der Nieren (Blut oder Eiweiß im Harn)

Haut:Veränderungen an der Haut (Überempfindlichkeitsreaktionen wie Rötung,Juckreiz, Allergie), selten auch schwere Hauterscheinungen, Haarausfall
Sehr selten rötliche Hautveränderungen an Nasenrücken und Wange

Stoffwechsel:Akute intermittierende Porphyrie (eine zu Leberschäden führende Stoffwechselstörung)

Allgemeine Erkrankungen:Selten Fieber
Sehr selten Müdigkeit
Bei hoher Dosierung: Blutdruckschwankungen

Leber, Galle:Sehr selten Gelbsucht

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


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