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«Paraut 20 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Paraut 20 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen (Antidepressivum, selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)).

Paraut 20 mg wird angewendet zur Behandlung

  • Depressiver Erkrankungen (Episode einer Major Depression)
  • der Zwangsstörung
  • der Panikstörung mit oder ohne Platzangst (z. B. Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein)
  • der sozialen Angststörung / Sozialen Phobie (Angst, sich vor anderen Personen zu blamieren und daraus resultierendes Vermeidungsverhalten)
  • der generalisierten Angststörung
  • der posttraumatischen Belastungsstörung (Angst nach schwerwiegenden traumatischen Ereignissen wie z. B. Autounfall, körperliche Bedrohung, Naturkatastrophen)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paraut 20 mg darf nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil Paroxetin oder einem der sonstigen Bestandteile von Paraut 20 mg sind.
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das körpereigene Enzym Monoaminoxidase hemmen (sog. MAO-Hemmer), oder wenn Sie ein solches Arzneimittel innerhalb der letzten zwei Wochen eingenommen haben.
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Wirkstoff Thioridazin enthalten.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paraut 20 mg ist erforderlich wenn Sie andere Arzneimittel gegen Depressionen oder psychische Störungen einnehmen. vor allem in den ersten Wochen einer Behandlung.

wenn innere Unruhe und/oder eine Unfähigkeit still zu sitzen oder zu stehen auftreten. In diesem Fall sollte die Dosis nicht erhöht werden.

wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, deren Wirkstoffe (z. B. L-Tryptophan, Oxitriptan) in den körpereigenen Stoff Serotonin umgewandelt werden.

wenn Sie einmal manische Episoden (euphorische Verhaltensauffälligkeit) hatten. wenn Sie Probleme mit Ihren Nieren oder Ihrer Leber haben.
wenn Sie an der „Zuckerkrankheit“ (Diabetes Mellitus) leiden.
wenn Sie an Epilepsie oder unter Krampfanfällen leiden.
wenn Sie sich einer Elektrokrampftherapie unterziehen.
wenn Sie an „grünem Star“ (Glaukom), einer Erkrankung des Auges, leiden. wenn Sie eine Herzerkrankung haben.

wenn Sie einen erniedrigten Natriumgehalt im Blut haben. Dies ist besonders bei älteren Menschen der Fall, während einer natriumarmen Diät oder bei der Einnahme bestimmter Arzneimittel.

wenn Sie an Blutungen der Haut oder der Schleimhäute leiden. Diese Blutungen können vor allem auftreten, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für Blutungen erhöhen, wie z. B. Antikoagulantien (Arzneimittel zur Blutverdünnung),
Acetylsalicylsäure, nicht-steroidale Antirheumatika oder COX2-Hemmer (Arzneimittel gegen Schmerzen und Rheuma), einige Arzneimittel gegen Erkrankungen der Psyche, sowie wenn Sie einmal Blutungen hatten oder dazu neigen.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/AngststörungWenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,

wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 JahrenParaut 20 mg sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Ältere Patienten (über 65 Jahre)siehe Abschnitt 3 „WIE IST Paraut 20 mg EINZUNEHMEN?"

Bei Einnahme von Paraut 20 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Andere Arzneimittel gegen Depressionen wie MAO-Hemmer, L-
Tryptophan/Oxitriptan, SSRIs, und bestimmte trizyklische Antidepressiva.

Arzneimittel gegen Psychosen wie Lithium, Phenothiazin-Neuroleptika, Clozapin und Risperidon.

Triptane (Arzneimittel gegen Migräne)

Tramadol (Arzneimittel gegen Schmerzen)

Linezolid (ein Antibiotikum)

Zubereitungen aus Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel bei Depressionen)

Procyclidin (Arzneimittel gegen die Parkinsonsche Krankheit)

Antikonvulsiva (Arzneimittel gegen Epilepsie)

Bestimmte Arzneimittel bei Herzrhythmus-Störungen

Metoprolol (Arzneimittel gegen hohen Blutdruck und Herzerkrankungen)

Antikoagulanzien (Arzneimittel zur Blutverdünnung). Blutungsneigung möglich.

Nicht-steroidale Antirheumatika (Arzneimittel gegen Schmerzen und bei Rheuma)

Acetylsalicylsäure (Arzneimittel gegen Schmerzen und zur Blutverdünnung)

Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel zur Blutverdünnung)

Bei Einnahme von Paraut 20 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die gleichzeitige Einnahme von Paraut 20 mg und Alkohol ist prinzipiell zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ausreichende Daten zur Sicherheit einer Anwendung von Paraut 20 mg bei Schwangeren liegen nicht vor. Paraut 20 mg dürfen nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält eine Anwendung für eindeutig erforderlich.

Wenn Sie während der Behandlung mit Paraut 20 mg schwanger werden möchten oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit, damit er über die Weiterführung oder den Abbruch der Behandlung entscheiden kann. Ein plötzliches Absetzen von Paroxetin während der Schwangerschaft sollte vermieden werden.

Bei längerer Einnahme von Paraut 20 mg während der Schwangerschaft ist über Fälle von Entzugserscheinungen (Atemnot, Blausucht, Atemstillstand, Krampfanfälle, wechselnde Körpertemperatur, Schwierigkeiten beim Trinken, Erbrechen, erhöhter oder verminderter Muskelspannung, gesteigerte Erregbarkeit der Reflexe, Zittern, Reizbarkeit, Lethargie, Schläfrigkeit, Schlafstörungen und ständiges Schreien) beim Neugeborenen berichtet worden.
Sofern Ihr neugeborenes Kind eine dieser Beschwerden aufweist, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, der Sie weiter beraten wird.

Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Paraut 20 mg geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Falls Sie Paraut 20 mg einnehmen, setzen Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung, bevor sie anfangen, Ihr Kind zu stillen.

Eine Beeinflussung der Verkehrstauglichkeit ist im Allgemeinen nicht zu erwarten. Im Einzelfall können jedoch nicht vorhersehbare Wirkungen auf das Zentralnervensystem besonders zu Beginn der Behandlung nicht ausgeschlossen werden. Daher ist Vorsicht geboten.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Paraut 20 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Sie sollten Paraut 20 mg Filmtabletten einmal täglich, morgens zusammen mit dem Frühstück, einnehmen. Die Filmtabletten sollten möglichst unzerkaut geschluckt werden.

Die Dosierung von Paraut 20 mg erfordert häufiger den Gebrauch einer ½ Filmtablette (Anfangsdosierung bei einer Panikstörung bzw. Steigerung der Dosis um jeweils 10 mg Paroxetin). Deshalb hat die Filmtablette eine tiefe Bruchkerbe. Sie ist am besten in 2 gleiche Bruchstücke zu teilen, indem man die Filmtablette mit der Kerbe nach unten auf eine harte, ebene Fläche legt und von der Rückseite her mit dem Daumen drückt:

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Depressive Erkrankungen Die empfohlene Dosis beträgt 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Paroxetin) pro Tag. Im Allgemeinen tritt nach einer Woche eine Besserung ein, aber diese kann möglicherweise erst ab der zweiten Woche zu erkennen sein. Wie bei allen antidepressiv wirkenden Arzneimitteln wird Ihr Arzt die Dosierung 3 bis 4 Wochen nach Einleiten der Therapie überprüfen und falls notwendig anpassen. Danach wird Ihr Arzt die Dosis gemäß dem klinischen Verlauf anpassen. Wenn Sie auf die empfohlene Dosis von 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Paroxetin) pro Tag unzureichend ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosis je nach Ansprechen allmählich in 10 mg-Schritten bis zu einer Maximaldosis von 2½ Filmtabletten (entsprechend 50 mg Paroxetin) pro Tag erhöhen.

Patienten mit Depressionen sollten für einen ausreichenden Zeitraum von mindestens 6 Monaten weiter behandelt werden, um sicher zu gehen, dass sie symptomfrei sind.

Zwangsstörung Die empfohlene Dosis beträgt 2 Filmtabletten (entsprechend 40 mg Paroxetin) pro Tag. Die Anfangsdosis sollte 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Paroxetin) pro Tag betragen und kann allmählich in 10 mg-Schritten bis zur empfohlenen Dosis gesteigert werden. Wenn Sie auf die empfohlene Dosis nach einigen Wochen nicht ausreichend ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosis schrittweise bis auf maximal 3 Filmtabletten (entsprechend 60 mg Paroxetin) pro Tag steigern.

Patienten mit einer Zwangsstörung sollten ausreichend lange behandelt werden, um sicher zu gehen, dass sie symptomfrei sind. Dieser Zeitraum kann mehrere Monate oder länger betragen.

Panikstörung
Die empfohlene Dosis beträgt 2 Filmtabletten (entsprechend 40 mg Paroxetin) pro Tag. Die Anfangsdosis sollte ½ Filmtablette (entsprechend 10 mg Paroxetin) pro Tag betragen und sollte, in Abhängigkeit vom Ansprechen auf die Therapie, in 10 mg-Schritten bis zur empfohlenen Dosis gesteigert werden. Eine niedrige Anfangsdosis wird empfohlen, um das Risiko einer Verschlechterung der Paniksymptomatik, die im Allgemeinen in der Frühphase der Behandlung der Panikstörung auftreten kann, zu minimieren. Wenn Sie auf die empfohlene Dosis nach einigen Wochen nicht ausreichend ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosis schrittweise in 10 mg-Schritten bis auf maximal 3 Filmtabletten (entsprechend 60 mg Paroxetin) pro Tag steigern.

Patienten mit Panikstörung sollten ausreichend lange behandelt werden, um sicher zu gehen, dass sie symptomfrei sind. Dieser Zeitraum kann mehrere Monate oder länger betragen.

Soziale Angststörung/Soziale Phobie Die empfohlene Dosis beträgt 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Paroxetin) pro Tag. Wenn Sie auf die empfohlene Dosis nach einigen Wochen nicht ausreichend ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosis schrittweise in 10 mg-Schritten bis auf maximal 2½Filmtabletten (entsprechend 50 mg Paroxetin) pro Tag steigern.
Bei einer Langzeitbehandlung sollte der Nutzen der Behandlung regelmäßig überprüft werden.

Generalisierte Angststörung Die empfohlene Dosis beträgt 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Paroxetin) pro Tag. Wenn Sie auf die empfohlene Dosis nach einigen Wochen nicht ausreichend ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosis schrittweise in 10 mg-Schritten bis auf maximal 2½Filmtabletten (entsprechend 50 mg Paroxetin) pro Tag steigern.
Bei einer Langzeitbehandlung sollte der Nutzen der Behandlung regelmäßig überprüft werden.

Posttraumatische Belastungsstörung
Die empfohlene Dosis beträgt 1 Filmtablette (entsprechend 20 mg Paroxetin) pro Tag. Wenn Sie auf die empfohlene Dosis nach einigen Wochen nicht ausreichend ansprechen, kann Ihr Arzt die Dosis schrittweise in 10 mg-Schritten bis auf maximal 2½Filmtabletten (entsprechend 50 mg Paroxetin) pro Tag steigern.
Bei einer Langzeitbehandlung sollte der Nutzen der Behandlung regelmäßig überprüft werden.

Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mitParaut 20 mgUm Absetzsymptome (siehe „WENN SIE DIE EINNAHME VON PARAUT 20 MG ABBRECHEN“ und 4. Nebenwirkungen) zu vermeiden, sollte die Behandlung mit Paraut 20 mg durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden. Bitte halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes.

Dosierung bei älteren Patienten (über 65 Jahre): Die Anfangsdosis sollte entsprechend obigen Dosierungsempfehlungen gewählt werden. Eine Erhöhung der Dosis kann in einigen Fällen sinnvoll sein, jedoch sollte die Höchstdosis 2 Filmtabletten (entsprechend 40 mg Paroxetin) pro Tag nicht übersteigen.

Dosierung bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion: Wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatininclearance < 30 ml/min) oder einer Leberfunktionsstörung leiden, kommt es zu erhöhten Paroxetin-Konzentrationen im Blut. In diesen Fällen sollten niedrigere Dosierungen angewendet werden. Halten Sie daher Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge Paraut 20 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie Ihren Arzt, der über mögliche zu ergreifende Maßnahmen entscheiden kann.
Als Zeichen einer Überdosierung können zusätzlich zu den Symptomen, die im Abschnitt Nebenwirkungen aufgeführt sind, Erbrechen, Pupillenerweiterung, Blutdruckänderungen, Kopfschmerzen, Fieber, unfreiwillige Muskelkontraktionen, motorische Unruhe, Steigerung der Herzfrequenz und Angst auftreten. Suchen Sie bitte in einem solchen Fall unbedingt einen Arzt auf, bzw. informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Hinweis für den Arzt:
Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.
Die Therapie sollte aus Allgemeinmaßnahmen bestehen, die generell bei Überdosierung mit einem Antidepressivum getroffen werden. Falls angezeigt, sollte der Magen durch forciertes Erbrechen und/oder durch eine Spülung entleert werden. Nach der Magenentleerung können innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einnahme von Paroxetin alle 4 bis 6 Stunden 20 bis 30 Gramm Aktivkohle instilliert werden. Eine unterstützende Behandlung mit häufiger Kontrolle der Vitalzeichen und sorgfältiger Überwachung ist angezeigt.

Wenn Sie die Einnahme von Paraut 20 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Paraut 20 mg ist weiter so einzunehmen, wie es vom Arzt verordnet wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Paraut 20 mg abbrechen

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Paraut 20 mg unterbrechen oder vorzeitig beenden. Ein plötzliches Absetzen von Paraut 20 mg kann, insbesondere wenn es abrupt geschieht, zu Schwindel, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, motorische Unruhe oder Angst, Übelkeit, Schwitzen, Zittern, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen, Reizbarkeit und Sehstörungen führen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Paraut 20 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:
• Übelkeit

  • Sexuelle Störungen

Häufig:

  • Appetitlosigkeit
  • Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Agitiertheit (Erregungszustand mit gesteigertem Bewegungsdrang)
  • Schwindelgefühl, Zittern
  • Verschwommenes Sehen
  • Unwillkürliches, gehäuftes Gähnen
  • Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit
  • Schwitzen
  • Schwächezustände, Gewichtszunahme
  • Schwindel, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, Angst, Kopfschmerzen

Gelegentlich:

  • abnorme Blutungen, überwiegend der Haut und der Schleimhäute (vor allem so genannte Ekchymosen)
  • Verwirrtheitszustände, Halluzinationen
  • abnorme unwillkürliche Bewegungen (extrapyramidale Störungen Es wurde über Bewegungsstörungen (extrapyramidale Störungen) einschließlich einer länger anhaltenden Kontraktion der Gesichtsmuskeln (orofaziale Dystonie) berichtet. Die Symptome traten gelegentlich bei Patienten mit zugrunde liegenden Bewegungsstörungen oder mit gleichzeitiger Neuroleptikabehandlung auf.
  • Erhöhung des Pulsschlages (Sinus-Tachykardie)
  • vorübergehender Blutdruckanstieg oder –abfall Während der Behandlung mit Paraut 20 mg wurde vorübergehender Blutdruckanstieg oder -abfall beobachtet, vor allem bei Patienten mit vorher bestehendem Bluthochdruck oder Angst.
  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Harnverhalten
  • motorische Unruhe, Übelkeit, Zittern, Verwirrtheit,Schwitzen,Gefühlsschwankungen, Sehstörungen, Herzklopfen, Durchfall, Reizbarkeit

Selten:

  • erniedrigte Blutnatriumwerte (Hyponatriämie) Erniedrigte Blutnatriumwerte wurden überwiegend bei älteren Patienten beobachtet und sind in einigen Fällen auf eine Störung des den Wasserhaushalt regulierenden Hormons ADH zurückzuführen.
  • manische Reaktionen (abnorm gehobene oder gereizte Stimmung), Angst, Depersonalisation/Entfremdungserleben, Panikattacken. Diese Symptome können auch aufgrund der zugrunde liegenden Erkrankung auftreten.
  • Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Paraut 20 mg oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (s. Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paraut 20 mg")
  • Krampfanfälle, psychomotorische Unruhe/Akathisie (Unfähigkeit zum ruhigen Sitzenbleiben) (s. Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Paraut 20 mg")
  • Verlangsamung des Pulsschlages (Bradykardie)
  • Erhöhung der Leberenzymwerte Das Absetzen von Paraut 20 mg sollte bei fortgesetzter Erhöhung von Leberfunktionswerten erwogen werden.
  • Erhöhter Blutspiegel des körpereigenen Hormons Prolaktin und Austritt von Sekret aus der Brustdrüse (Hyperprolaktinämie/Galaktorrhoe)
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen

Sehr selten:

  • Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
  • allergische Reaktionen einschließlich Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellungen, vor allem im Gesichtsbereich (Quincke-Ödem)
  • vermehrte Ausschüttung des den Wasserhaushalt regulierenden Hormons ADH
  • Serotoninsyndrom (Symptome: motorische Unruhe, Verwirrtheit, Schwitzen, Halluzinationen, verstärkte Reflexe, erhöhte Muskelspannung, Schüttelfrost, Steigerung der Herzfrequenz und Zittern)
  • plötzliche Erhöhung des Augeninnendruckes (akutes Glaukom)
  • Blutungen des Magen-Darm-Trakts
  • Lebererkrankungen (wie Hepatitis, teilweise in Verbindung mit Gelbsucht und/oderLeberversagen)
  • Lichtempfindlichkeitsreaktionen
  • schmerzhafte Dauererektion des Penis
  • Schwellungen durch Einlagerung von Gewebeflüssigkeit an Armen und Beinen(periphere Ödeme)

Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit Paraut 20 mg
Das Absetzen von Paraut 20 mg kann, insbesondere wenn es abrupt geschieht, zu Symptomen führen wie:

Häufig: Schwindel, Empfindungsstörungen (sensorischen Störungen), Schlafstörungen (einschließlich intensiver Träume), oder Angst und Kopfschmerzen

Gelegentlich: motorische Unruhe, Übelkeit, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, emotionale Instabilität, Sehstörungen Herzklopfen, Durchfall und Reizbarkeit

Die meisten dieser Absetzsymptome sind leicht und klingen von selbst ab. Um Absetzsymptome zu vermeiden, sollte die Behandlung mit Paraut 20 mg durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Neben-wirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/der Flasche nach Verwendbar bis (Verw. bis) angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.


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