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«Paricalcitol Hospira 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Paricalcitol ist ein synthetisches Analogon des aktivierten Vitamin D. Bei Patienten mit Nierenversagen, die mit einer künstlichen Niere (Blutwäsche) behandelt werden, wird es zur Vorbeugung und zur Therapie eines erhöhten Parathormonspiegels (Hormon der Nebenschilddrüse) im Blut angewendet. Hohe Parathormonspiegel können bei Patienten mit Nierenversagen durch einen niedrigen Spiegel an „aktiviertem“ Vitamin D entstehen.

Viele Organe und Gewebe brauchen aktiviertes Vitamin D, um richtig funktionieren zu können, z.B. Nieren und Knochen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Paricalcitol oder einen der sonstige Bestandteile von Paricalcitol Hospira sind (siehe Abschnitt 6),
  • wenn bei Ihnen sehr hohe Calcium- oder Vitamin D-Spiegel im Blut vorliegen. Ihr Arzt wird Ihren Blutspiegel beobachten und Ihnen sagen, ob dies bei Ihnen zutrifft.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Paricalcitol Hospira ist erforderlich

  • Bevor die Behandlung beginnt ist es wichtig, die Phosphatmenge in Ihrer Ernährung zu begrenzen. Zu Nahrungsmitteln mit einem hohen Phosphorgehalt gehören Tee, Mineralwasser, Bier, Käse, Milch, Sahne, Fisch, Hühner- oder Rinderleber, Bohnen, Erbsen, Müsli, Nüsse und Getreide.
  • Es können phosphatbindende Medikamente, die die Phosphataufnahme aus der Nahrung verhindern, zur Kontrolle der Phosphatspiegel notwendig sein.
  • Wenn Sie calciumhaltige Phosphatbinder einnehmen, muss die Dosierung von Ihrem Arzt unter Umständen angepasst werden.
  • Zur Behandlungskontrolle muss Ihr Arzt Blutuntersuchungen durchführen.

Die Anwendung von Paricalcitol Hospira kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Paricalcitol Hospira mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder den Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Manche Arzneimittel können die Wirkung von Paricalcitol Hospira beeinflussen oder das Auftreten von Nebenwirkungen wahrscheinlicher machen. Es ist besonders wichtig, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Candida oder Soor (z. B. Ketoconazol).
  • Arzneimittel für Herz oder Blutdruck (z. B. Digoxin und Diuretika bzw. Wassertabletten).
  • Arzneimittel, die Magnesium enthalten (z. B. einige Arten von Medikamenten gegen Verdauungsstörungen, so genannte Antazida wie Magnesiumtrisilicat).
  • Arzneimittel, die Aluminium enthalten (z. B. Phosphatbinder wie Aluminiumhydroxid).

Fragen Sie vor Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder den Apotheker um Rat.

Bei Anwendung von Paricalcitol Hospira zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Paricalcitol Hospira kann zusammen mit oder ohne eine Mahlzeit verabreicht werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, teilen Sie dies Ihrem Arzt bitte vor der Anwendung von Paricalcitol Hospira mit.

Es liegen keine hinreichenden Daten für die sichere Anwendung dieses Arzneimittels bei Schwangeren vor. Es darf daher nur nach Absprache mit Ihrem Arzt angewendet werden. Er wird Ihnen helfen, die Entscheidung zu treffen.

Fragen Sie vor Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder den Apotheker um Rat.

Es wurden keine Untersuchungen zur Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, durchgeführt. Während der Behandlung mit Paricalcitol Hospira könnte Ihre Fähigkeit sicher zu fahren oder die Fähigkeit, schwere Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt sein. Durch Paricalcitol Hospira könnten Sie sich schwindelig, matt und/oder schläfrig fühlen.

Lenken Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie diese Anzeichen bemerken.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Paricalcitol Hospira Dieses Arzneimittel enthält 40 Vol. % Ethanol (Alkohol) Eine Dosis kann bis zu 2,6 g Ethanol enthalten. Dies kann für Menschen, die an Alkoholismus leiden, schädlich sein.

Dies sollten auch Schwangere oder Stillende, Kinder und Risikogruppen, wie Patienten mit Lebererkrankungen oder Epilepsie, berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Dosierung
Anhand Ihrer Laborwerte wird Ihr Arzt die für Sie richtige Anfangsdosierung festlegen.

Nach Beginn der Behandlung mit Paricalcitol Hospira muss die Dosis möglicherweise auf Basis von Routine-Laboruntersuchungen angepasst werden. Mithilfe Ihrer Laborwerte wird Ihr Arzt die für Sie richtige Dosis von Paricalcitol Hospira festlegen.

Paricalcitol Hospira wird Ihnen während der Dialysebehandlung von Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal verabreicht. Da es durch den Schlauch (Blutschlauchsystem) verabreicht werden kann, der Sie mit dem Dialysegerät verbindet, muss Ihnen das Arzneimittel nicht gespritzt werden. Paricalcitol Hospira sollte nicht öfter als jeden zweiten Tag bzw. mehr als drei Tage in der Woche gegeben werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Paricalcitol Hospira erhalten haben, als Sie sollten Eine Überdosierung von Paricalcitol Hospira kann ungewöhnlich hohe Calciumspiegel im Blut verursachen und muss behandelt werden. Zu den Beschwerden, die bald nach Anwendung einer zu großen Menge von Paricalcitol Hospira auftreten können, gehören:

  • Schwächegefühl und/oder Benommenheit,
  • Kopfschmerzen, - Übelkeit (Brechreiz) oder Erbrechen,
  • Mundtrockenheit, Verstopfung,
  • Schmerzen in Muskeln oder Knochen,
  • ungewöhnlicher Geschmack im Mund.

Zu den Beschwerden, die sich entwickeln können, wenn über einen längeren Zeitraum eine zu große Menge von Paricalcitol Hospira angewendet wird, gehören:

  • Appetitlosigkeit,
  • Benommenheit
  • Gewichtsabnahme
  • entzündete Augen
  • laufende Nase
  • juckende Haut
  • Hitzewallungen und Fiebergefühl
  • Verlust des Sexualtriebs
  • heftige Bauchschmerzen
  • Nierensteine
  • Ihr Blutdruck kann sich verändern und ein unregelmäßiger Herzschlag (Herzklopfen) kann auftreten.

Paricalcitol Hospira enthält 10 Vol.-% Propylenglykol. Über Vergiftungserscheinungen aufgrund hoher Dosen von Propylenglykol wurde selten berichtet. Diese sind bei Dialysepatienten nicht zu erwarten, da Propylenglykol bei der Dialyse aus dem Blut herausgefiltert wird.

Ihr Arzt sollte jedoch Ihre Blutwerte überprüfen. Falls Sie eines der oben genannten Symptome haben, suchen Sie bitte umgehend medizinischen Rat.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Paricalcitol Hospira Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Unterschiedliche allergische Reaktionen wurden bei Paricalcitol Hospira beobachtet. Wichtig: Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder das Pflegepersonal:

  • Kurzatmigkeit
  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Keuchen
  • Hautausschlag, Juckreiz bis einschließlich Nesselausschlag
  • Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen

Informieren Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Häufige Nebenwirkungen sind (mindestens 1 von 100 Behandelten):

  • Kopfschmerz
  • ungewöhnlicher Geschmack im Mund
  • juckende Haut
  • niedriger Parathormonspiegel
  • hoher Calciumspiegel (Übelkeit oder Erbrechen, Verstopfung oder Verwirrung); hoher Phosphorspiegel im Blut (wahrscheinlich ohne Symptome, es kann jedoch leichter zu Knochenbrüchen kommen)

Seltene Nebenwirkungen sind (mindestens 1 von 1.000 Behandelten):

  • allergische Reaktionen (Kurzatmigkeit, Keuchen, Hautausschlag, Juckreiz oder Anschwellen von Gesicht und Lippen), juckende Bläschen
  • Blutinfektion; verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Blutarmut – Schwächegefühl, Kurzatmigkeit, Blässe); verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (es kommt leichter zu Infektionen), geschwollene Drüsen im Hals-, Achsel- und Leistenbereich; verlängerte Blutungszeit (die Blutgerinnung ist verlangsamt)
  • Herzinfarkt; Schlaganfall; Brustschmerzen; unregelmäßiger/schneller Herzschlag; niedriger Blutdruck; hoher Blutdruck;
  • Koma (ein tiefer Dämmerzustand währenddessen die Person nicht auf die Umgebung reagieren kann)
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwächegefühl; Ohnmachtsanfall
  • Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Lungenentzündung (Pneumonie); Flüssigkeit in den Lungen; Asthma (Keuchen, Husten, Atemnot)
  • Halsschmerzen; Erkältung; Fieber; grippeähnliche Symptome; rote Augen (juckende/krustige Augenlider); erhöhter Augendruck; Ohrenschmerzen; Nasenbluten
  • nervöse Zuckungen; Verwirrtheit, die stark sein kann (Delirium); Erregtheit (Nervosität, Ängstlichkeit), Nervosität; Persönlichkeitsstörungen (Gefühl, nicht man selbst zu sein);
  • Kribbeln oder Taubheit; herabgesetzte Empfindung von Sinnesreizen; Schlafstörungen; Nachtschweiß; Muskelzuckungen in Armen und Beinen, selbst während des Schlafes;
  • Mundtrockenheit; Durst; Übelkeit; Schluckbeschwerden; Erbrechen; Appetitlosigkeit; Gewichtsverlust; Herzschmerzen; Durchfall und Magenschmerzen; Verstopfung; Blutungen aus dem Enddarm;
  • Erektionsschwierigkeiten; Brustkrebs; Vaginalinfektionen;
  • Schmerzen im Brustbereich; Rückenschmerzen; Gelenk-/Muskelschmerzen; Schweregefühl durch Schwellungen am ganzen Körper oder durch lokale Schwellungen an Knöcheln, Füßen oder Beinen (Ödeme); abnormaler Gang;
  • Haarausfall; gesteigertes Haarwachstum;
  • Ansteigen eines Leberenzyms; erhöhter Parathormonspiegel; erhöhter Kaliumspiegel im Blut; niedrige Calciumspiegel im Blut.

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit:

  • Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Halses, die zu Schluck- und Atembeschwerden führen können; Juckreiz (Nesselsucht); Magenblutungen. Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt auf.

Sie sind möglicherweise nicht in der Lage, selbst festzustellen, ob Sie eines oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen haben, es sei denn Sie melden es Ihrem Arzt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder den Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen Paricalcitol Hospira nach dem nach „Verw. bis“, bzw. „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum auf dem Etikett bzw. dem Umkarton nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nach dem ersten Öffnen kann das Arzneimittel für maximal 28 Tage bei Temperaturen nicht über 25° C gelagert werden.

Verwenden Sie Paricalcitol Hospira nicht, wenn die Lösung Partikel enthält, oder gefärbt ist.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Paricalcitol Hospira 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung»